Das kannst du danach
- Du wählst zwischen this und that nach räumlicher, zeitlicher oder gedanklicher Nähe.
- Du bildest die Pluralformen these und those richtig und passt sie an das folgende Nomen an.
- Du benutzt die vier Wörter sowohl als Begleiter vor einem Nomen als auch allein.
- Du erkennst, dass das deutsche das für alle vier Formen steht und deshalb keine Hilfe ist.
- Du unterscheidest das Demonstrativwort that von der Konjunktion that.
Vier Wörter, zwei Achsen
This, that, these und those sind Demonstrativwörter. Sie zeigen auf etwas. Zwei Fragen entscheiden über die Wahl: nah oder fern, Einzahl oder Mehrzahl. Nah und Einzahl ergibt this, fern und Einzahl ergibt that. Nah und Mehrzahl ergibt these, fern und Mehrzahl ergibt those. Mehr Regeln gibt es zunächst nicht, und weil die Formen unveränderlich sind, entfällt jede weitere Anpassung.
Die Pluralformen sind unregelmäßig gebildet und lassen sich nicht ableiten, sie müssen auswendig sitzen. Praktisch merken sich viele: this und these enthalten beide ein i beziehungsweise ein e und meinen Nähe, that und those enthalten ein a beziehungsweise ein o und meinen Ferne. Die Mehrzahlform richtet sich nach dem Nomen, das folgt, also nach dem Plural des Nomens: this book, these books.
| Einzahl | Mehrzahl | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| nah | this | these | this chair · these chairs |
| fern | that | those | that chair · those chairs |
| Deutsch nah | dieser, diese, dieses | diese | dieser Stuhl · diese Stühle |
| Deutsch fern | der, die, das, jener | die, jene | der Stuhl da · die Stühle da |
Nähe und Ferne im Raum
Der Grundfall ist räumlich. Was du anfassen kannst oder was direkt bei dir liegt, bekommt this oder these: This is my desk. These are my keys. Was weiter weg ist, bekommt that oder those: That's your car over there. Those trees look old. Im Laden zeigt sich das ständig: I'll take this one, not that one. Die Lektion zu den Präpositionen des Ortes liefert dazu die passenden Ortsangaben.
Nähe ist dabei relativ und wird vom Sprecher festgelegt. Wer ein Buch in der Hand hält, sagt this book, auch wenn der Zuhörer es als weit entfernt empfindet. Wer auf ein Buch auf dem Nachbartisch zeigt, sagt that book. Bei Telefonaten und Bildschirmarbeit verschiebt sich die Grenze noch weiter ins Gedankliche, weshalb sich Deutschsprachige mit einer starren Meterregel keinen Gefallen tun.
Sehr oft kommt das Wort one dazu, wenn das Nomen nicht wiederholt werden soll: this one, that one, these ones. Im Britischen ist these ones geläufig, im Amerikanischen bevorzugt man these. Wie dieses Ersatzwort funktioniert, erklärt die Lektion zu one und ones. Bei unzählbaren Nomen entfällt one ganz: I'll have this, please.
Nähe und Ferne in der Zeit
Dieselbe Achse gilt für Zeit. Nah heißt jetzt oder demnächst, fern heißt vorbei oder weit voraus. This morning ist der heutige Morgen, that morning ein bestimmter Morgen in einer Erzählung. This week, this year, this summer meinen den laufenden Zeitraum. Deshalb funktionieren solche Angaben ohne Präposition, wie die Lektion zu den Präpositionen der Zeit zeigt: on Monday, aber this Monday.
Rückblicke nehmen those: in those days, at that time, those were good years. Wer über die eigene Vergangenheit spricht, landet fast automatisch bei that und those, was gut zum Simple Past passt. Kündigt jemand etwas an, greift er dagegen zu this: this coming Friday, this evening. Auch das erklärt sich aus der gefühlten Nähe.
Im Gespräch trägt that zusätzlich eine Wertung. That's terrible signalisiert Abstand, oft auch Ablehnung. This is interesting signalisiert Zuwendung. Wer eine unangenehme Nachricht zusammenfasst, wählt eher that. Diese Nuance existiert im Deutschen kaum, weil dort das kleine Wörtchen das beide Rollen übernimmt.
Als Begleiter und als Pronomen
Die vier Wörter können vor einem Nomen stehen oder allein. Als Begleiter: this train, that idea, these shoes, those questions. Als Pronomen: This is easy. That was expensive. These are mine. Allein können sie außerdem auf ganze Sachverhalte zeigen, nicht nur auf Dinge: He left without a word, and that surprised everyone. Diese Rückverweisung auf einen Satz ist im Englischen sehr geläufig.
Weil sie den Artikelplatz besetzen, kann kein Artikel und kein Possessivbegleiter daneben stehen. This the book ist falsch, this my book ebenfalls. Wenn du beides brauchst, hilft die of-Konstruktion: this book of mine. Ein Adjektiv darf dagegen dazwischen: those old letters. Wie sich mehrere Adjektive dann anordnen, ist eine eigene Frage.
Als Pronomen tragen sie die Zahl in sich, weshalb das Verb sich anpasst. This is heißt Einzahl, these are heißt Mehrzahl. Genau hier verrutscht viel, weil die deutsche Entsprechung das ist sowohl auf einen als auch auf mehrere Gegenstände zeigen kann: Das sind meine Schuhe. Auf Englisch muss es These are my shoes heißen, und die Formen dazu stehen bei to be.
Am Telefon und beim Vorstellen
Es gibt zwei feste Wendungen, die man einfach mitnimmt. Beim Vorstellen zeigt man mit this auf die anwesende Person: This is my colleague Anna. Nicht she is, wenn du jemanden einführst. Auf Fotos genauso: This is my brother. Das wirkt für deutsche Ohren merkwürdig sachlich, ist aber der Normalfall.
Am Telefon meldet man sich britisch mit This is Anna oder schlicht Anna speaking. Fragt man nach dem Gegenüber, heißt es Who's that? oder Is that Tom? Nach amerikanischem Gebrauch hört man auch This is she als Antwort auf eine Nachfrage. Merke dir die Aufteilung: this für einen selbst, that für die andere Seite. Wer sich vorstellen will, findet weitere Bausteine bei den Fragen mit do.
Beim Abschied und beim Zusammenfassen sind ebenfalls feste Formeln im Umlauf. That's all for today. That's it. Is that everything? Auch hier steht that, weil es auf etwas zeigt, das gerade abgeschlossen wurde. Wer ein Gespräch beenden will, ohne unfreundlich zu klingen, hat mit diesen Wendungen alles, was er braucht.
Warum das Deutsche hier nicht hilft
Im gesprochenen Deutsch ist dieser fast ausgestorben und jener vollständig. Man sagt das Buch da und der Typ von gestern, wo das Englische this und that unterscheidet. Deshalb fehlt Deutschsprachigen das Gefühl für die Achse Nähe gegen Ferne, und sie greifen im Zweifel zu that, weil es dem klanglich ähnlichen das nahesteht. Genau das ist der Fehler: this ist im Englischen die häufigere Form.
Dazu kommt, dass das deutsche das drei ganz verschiedene Dinge sein kann: der Artikel im Neutrum, das Demonstrativwort und die Konjunktion in ich weiß, dass. Das Englische trennt sauber: the ist der Artikel, that ist das Demonstrativwort, that ist die Konjunktion, they ist das Pronomen. Wer aus dem Deutschen kommt, muss den Satz erst analysieren und dann übersetzen.
Nützlich ist der Merksatz, dass this immer da steht, wo du selbst bist, in Raum, Zeit oder Thema. Alles andere ist that. Die Mehrzahlformen folgen dann ohne Nachdenken. Wenn du dir unsicher bist, ob eine Sache Einzahl oder Mehrzahl ist, hilft der Blick auf zählbare und unzählbare Nomen, denn Wasser und Geld bekommen im Englischen immer this.
Typische Fehler
Der erste Fehler ist die vergessene Mehrzahl: This are my books. Richtig ist These are my books. Der zweite ist that als Übersetzung von das in Sätzen wie I think that is right, wo eigentlich die Konjunktion gemeint war und der Satz I think that this is right lauten müsste. Der dritte ist ein doppelter Begleiter, etwa this my house.
Ein vierter Fehler entsteht bei Verweisen auf Gesagtes. Deutsche schreiben oft this ans Satzende, wo Englisch that nimmt: He didn't call, and that annoyed me. Der fünfte ist die Verwechslung mit there is und there are. This is a problem stellt etwas fest, There is a problem führt es ein. Bei Aufzählungen von Vorhandenem gehört there hin, nicht this.
Zuletzt die Aussprache. This und these unterscheiden sich nicht nur im Vokal, sondern auch im Auslaut: this endet stimmlos, these endet stimmhaft. Wer beides gleich ausspricht, macht Einzahl und Mehrzahl unhörbar. Wenn du in Übungen etwas nachschlagen willst, greif zu look up und sprich beide Formen laut nebeneinander.
Häufige Fragen
- Wann nehme ich this und wann that?
- This steht für Nähe, that für Ferne. Nähe bedeutet nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich und gedanklich. Was du in der Hand hältst, was gerade läuft und worüber du selbst sprichst, bekommt this. Was weiter weg liegt, vorbei ist oder von der anderen Seite kommt, bekommt that.
- Warum heißt es These are my shoes und nicht This are my shoes?
- Weil das Demonstrativwort sich nach der Zahl des Nomens richtet. Shoes ist Mehrzahl, also braucht es die Pluralform these, und das Verb wird zu are. Im Deutschen sagt man das sind meine Schuhe, wo das unverändert bleibt. Diese Unveränderlichkeit gibt es im Englischen nicht.
- Sagt man these ones oder these?
- Beides kommt vor. Im britischen Englisch ist these ones völlig geläufig, im amerikanischen Englisch bevorzugt man these allein. In der Einzahl ist this one dagegen überall üblich. Bei unzählbaren Dingen entfällt one immer, also I'll have this, please und nicht this one.
- Ist das that in I think that it's true dasselbe Wort?
- Es ist dasselbe Wort, aber eine andere Funktion. Hier ist that eine Konjunktion und entspricht dem deutschen dass mit zwei s. Es zeigt auf nichts, sondern leitet einen Nebensatz ein. Im gesprochenen Englisch fällt es oft ganz weg: I think it's true.
- Kann that sich auf einen ganzen Satz beziehen?
- Ja, und das ist sehr häufig. She forgot my birthday, and that hurt. Das Wort zeigt dann nicht auf ein Ding, sondern auf den gesamten vorher genannten Sachverhalt. Deutsche greifen an dieser Stelle oft zu this, was zwar vorkommt, aber deutlich seltener ist und im Rückblick meist falsch wirkt.
Passt dazu
- Objektpronomen — me, him, her, us und them richtig setzenWarum das Englische mit einer einzigen Objektform auskommt, wo das Deutsche zwischen Dativ und Akkusativ trennt.
- one und ones — Ersatz für das wiederholte NomenWarum das Englische bei „Ich nehme den roten“ ein Wort mehr braucht und wann one, ones oder gar nichts steht.
- Personalpronomen — I, you, he, she, it und das englische GeschlechtWelche Personalpronomen es im Englischen gibt, warum keines wegfallen darf und weshalb die Sonne it ist und nicht she.
- Possessivbegleiter — my, your, his, her und der BesitzerWie my, your, his und her gebildet werden, warum sie sich nach dem Besitzer richten und weshalb kein Artikel daneben stehen darf.
- Reflexivpronomen — myself und die deutschen sich-VerbenWarum sich konzentrieren im Englischen concentrate heißt und wann myself, each other oder by myself stehen muss.