Das kannst du danach
- Du kennst alle Objektformen und ordnest sie den Subjektformen zu.
- Du setzt nach Verben und Präpositionen immer die Objektform.
- Du erklärst, warum between you and I falsch ist.
- Du stellst zwei Objekte in der richtigen Reihenfolge.
- Du lässt das Objekt nicht weg, wo das Deutsche es weglassen würde.
Zwei Formen, mehr braucht das Englische nicht
Jedes englische Personalpronomen hat genau zwei Gestalten: eine als Subjekt und eine als Objekt. I und me, he und him, she und her, we und us, they und them. You und it verändern sich gar nicht — sie sehen in beiden Rollen gleich aus. Damit ist die Liste vollständig, es gibt keine weiteren Fälle.
Die Subjektform steht vor dem Verb und benennt, wer handelt: She called me. Die Objektform steht nach dem Verb und benennt, wen oder was es trifft: I called her. Wer die Subjektformen sicher hat, findet die Objektformen in einem Nachmittag; die Grundlagen dazu stehen bei den Personalpronomen.
Der Vergleich zum Deutschen ist an dieser Stelle eine Erleichterung, und das ist selten. Deutsch unterscheidet vier Fälle und damit ich, mich, mir. Englisch fasst alles, was nicht Subjekt ist, in einer Form zusammen: me. Ob Dativ oder Akkusativ gemeint ist, entscheidet allein die Stellung im Satz.
| Subjekt | Objekt | Deutsch (Akkusativ) | Deutsch (Dativ) |
|---|---|---|---|
| I | me | mich | mir |
| you | you | dich | dir |
| he | him | ihn | ihm |
| she | her | sie | ihr |
| it | it | es | ihm |
| we | us | uns | uns |
| you | you | euch | euch |
| they | them | sie | ihnen |
Ein Wort für mir und mich
Er sieht mich und er gibt mir das Buch sind im Deutschen zwei verschiedene Formen. Im Englischen sind sie eine: He sees me und He gives me the book. Dasselbe gilt für alle anderen Pronomen. Him deckt ihn und ihm ab, them deckt sie und ihnen ab.
Praktisch heißt das: Wer beim Sprechen überlegt, ob hier Dativ oder Akkusativ stünde, verschwendet Zeit. Die Frage stellt sich im Englischen nicht. Was zählt, ist nur die Position — vor dem Verb Subjektform, nach dem Verb Objektform.
Die Kehrseite: Weil die Form nichts über die Rolle verrät, trägt die Wortstellung die ganze Last. I gave him the dog und I gave the dog him bedeuten nicht dasselbe, während im Deutschen ich gab ihm den Hund und ich gab den Hund ihm identisch sind. Wie streng diese Ordnung ist, zeigt die Satzstellung.
Nach dem Verb, nach der Präposition
Die Objektform steht an zwei Stellen. Erstens nach einem Verb: They invited us. I don't know him. Zweitens nach jeder Präposition: with me, for her, to them, between us, without him. Es gibt keine Präposition, nach der eine Subjektform stehen dürfte.
Das betrifft besonders die Verben, die ihre Präposition fest mitbringen. Listen to me, nicht listen me — das Verb listen to verlangt sie zwingend. Genauso wait for: Wait for me, nicht wait me. Und look after: Could you look after them? Wer diese Verben ohne Präposition verwendet, macht denselben Fehler wie jemand, der im Deutschen den Fall vergisst.
Weil das Deutsche hier andere Präpositionen wählt oder ganz ohne auskommt, ist die Zuordnung nicht ableitbar, sondern Vokabelarbeit. Auf jemanden warten wird zu wait for someone, jemandem zuhören zu listen to someone. Die Systematik dahinter steht bei den Präpositionen nach Verben.
between you and me — der Fehler der Fortgeschrittenen
Between you and I hört man häufig, auch von Muttersprachlern, und es ist trotzdem falsch. Nach between steht eine Präposition, also die Objektform: between you and me. Der Fehler entsteht aus Übervorsicht — irgendwann hat jemand gelernt, dass me and my friend am Satzanfang falsch klingt, und überträgt die Korrektur auf Stellen, an denen sie nicht gilt.
Der Test ist einfach: Streich das andere Element weg. Aus She invited my brother and I wird She invited I — hörbar falsch, also She invited my brother and me. Aus My brother and me went home wird Me went home — ebenfalls falsch, also My brother and I went home. Der Test funktioniert immer und braucht keine Grammatikbegriffe.
In der Aufzählung steht man selbst höflichkeitshalber zuletzt: my colleagues and I, nicht I and my colleagues. Das ist keine Grammatikregel, sondern Konvention, aber sie wird bemerkt.
Verwandt ist der Fall nach as und than im Vergleich. Formell korrekt ist She is taller than I am, umgangssprachlich sagt fast jeder She is taller than me. Beides ist verbreitet, die kurze Form ist im Gespräch die normale. Ähnliche Feinheiten treten bei den Vergleichsformen selbst auf, siehe Komparativ.
Zwei Objekte im selben Satz
Viele Verben nehmen zwei Objekte: geben, zeigen, schicken, kaufen, erzählen. Im Englischen gibt es dafür zwei Bauweisen. Erstens ohne Präposition, dann steht die Person vor der Sache: She gave me the keys. He sent us a message. Zweitens mit to oder for, dann steht die Sache vorn: She gave the keys to me. He bought a coffee for her.
Die zweite Bauweise ist Pflicht, sobald die Sache ein Pronomen ist. Give it to me ist richtig, give me it klingt im britischen Englisch noch akzeptabel, give it me ist regional. Sicher ist immer die Variante mit to.
Welche Präposition zum Verb gehört, ist festgelegt und nicht wählbar: give, send, show, tell, lend nehmen to; buy, make, get, find nehmen for. She made a cake for us, nicht to us.
Im Deutschen entscheidet der Fall, im Englischen die Reihenfolge — das ist die Kurzfassung des ganzen Themas. Wer die Objekte vertauscht, sagt etwas anderes, nicht dasselbe mit anderer Betonung. Was man dagegen frei verschieben kann, sind Adverbien, siehe Stellung der Adverbien.
| Muster | Beispiel | Hinweis |
|---|---|---|
| Verb + Person + Sache | She gave me the keys. | Person zuerst, keine Präposition |
| Verb + Sache + to + Person | She gave the keys to me. | give, send, show, tell, lend |
| Verb + Sache + for + Person | He made a cake for me. | buy, make, get, find |
| Sache ist Pronomen | Give it to me. | nur mit Präposition sicher |
it, them und das Objekt, das nicht wegfallen darf
Englisch verlangt das Objekt öfter als das Deutsche. Auf Do you like jazz? antwortet man Yes, I like it — nicht Yes, I like. Auf Have you finished? antwortet man Yes, I have finished it oder kurz Yes, I have. Das nackte I like ohne Objekt ist unvollständig, während ich mag im Deutschen als knappe Antwort durchgeht.
It bezieht sich auf Dinge, Tiere ohne bekannten Namen, Sachverhalte und ganze Sätze: She lost her job and it upset her. Für Personen unbekannten Geschlechts steht heute they und im Objekt them: Someone called — I told them to ring back. Das ist im Englischen kein Fehler und keine Modeerscheinung, sondern seit Jahrhunderten belegt.
Bei Tieren, die einem nahestehen, wechselt man zu he oder she: Our dog knows when she's done something wrong. Bei Schiffen und Ländern wirkt she heute altmodisch, in Nachrichtentexten steht it.
Wenn das Objekt und das Subjekt dieselbe Person sind, greift eine eigene Wortgruppe: He hurt himself, nicht He hurt him. Der Unterschied ändert die Bedeutung vollständig — bei He hurt him sind zwei Personen im Spiel. Diese Formen behandeln die Reflexivpronomen.
Kurzantworten, Nachfragen und der Ton
In stehenden Wendungen taucht die Objektform an Stellen auf, an denen streng genommen eine Subjektform stünde. Who's there? — It's me. Grammatisch wäre It is I, aber niemand sagt das außerhalb alter Romane. Dasselbe bei Me too, Not me und Who wants coffee? — Me.
Diese Formen gehören zur gesprochenen Sprache und sind dort nicht nur erlaubt, sondern die einzige natürliche Wahl. In einer Prüfungsaufgabe zum formellen Schreiben würde man sie vermeiden, im Gespräch klingt die formelle Variante steif.
Bei Rückfragen taucht die Objektform ebenfalls auf: You told her? Her? Die Wiederholung mit steigender Stimme ist eine vollständige Nachfrage. Wer stattdessen eine ganze Frage bilden möchte, landet bei den Fragen mit do und, wenn es um die angehängte Bestätigung geht, bei den Question Tags.
Ein letzter Punkt zum Ton: Ein Pronomen ohne klaren Bezug wirkt im Englischen unhöflicher als im Deutschen, weil die Form so kurz ist. He said no ohne vorherige Nennung der Person klingt abweisend. In längeren Texten ersetzt man deshalb häufiger durch den Namen, als es das Deutsche verlangt. Wo ein Pronomen ein ganzes Nomen ersetzen soll, hilft manchmal auch one und ones.
Häufige Fragen
- Heißt es between you and me oder between you and I?
- Between you and me. Nach einer Präposition steht immer die Objektform, und between ist eine Präposition. Between you and I ist ein Überkorrektheitsfehler, den auch Muttersprachler machen. Die Probe: Lass den anderen Teil weg — between I ist offensichtlich falsch.
- Warum gibt es im Englischen keinen Unterschied zwischen mir und mich?
- Weil das Englische seine Fallendungen über die Jahrhunderte fast vollständig verloren hat. Übrig geblieben ist eine einzige Objektform, die Dativ und Akkusativ zusammen abdeckt. Die Rolle im Satz zeigt seitdem die Wortstellung an: He gave me the book, He saw me.
- Sagt man She is taller than me oder than I?
- Im Gespräch than me, und das ist völlig normal. Formell korrekt ist than I am mit Verb, weil dahinter ein verkürzter Satz steckt. Than I ohne Verb klingt altertümlich. Für E-Mails und Aufsätze ist than I am die sicherste Wahl.
- Wann sagt man give it to me und wann give me it?
- Sobald die Sache ein Pronomen ist, ist give it to me die sichere Form. Give me it kommt im britischen Alltag vor, wirkt aber salopp, und give it me ist regional begrenzt. Bei Nomen sind beide Bauweisen normal: give me the keys und give the keys to me.
- Kann them auch eine einzelne Person meinen?
- Ja. Wenn das Geschlecht unbekannt oder unwichtig ist, steht they als Subjekt und them als Objekt für eine Person: Someone left a message — I called them back. Diese Verwendung ist im Englischen alt und heute Standard, auch in formellen Texten.
Passt dazu
- one und ones — Ersatz für das wiederholte NomenWarum das Englische bei „Ich nehme den roten“ ein Wort mehr braucht und wann one, ones oder gar nichts steht.
- Personalpronomen — I, you, he, she, it und das englische GeschlechtWelche Personalpronomen es im Englischen gibt, warum keines wegfallen darf und weshalb die Sonne it ist und nicht she.
- Possessivbegleiter — my, your, his, her und der BesitzerWie my, your, his und her gebildet werden, warum sie sich nach dem Besitzer richten und weshalb kein Artikel daneben stehen darf.
- Reflexivpronomen — myself und die deutschen sich-VerbenWarum sich konzentrieren im Englischen concentrate heißt und wann myself, each other oder by myself stehen muss.
- this, that, these, those — Nähe, Ferne, Einzahl und MehrzahlWann this und wann that steht, wie die Pluralformen these und those gebildet werden und warum das Deutsche hier weniger unterscheidet.