Das kannst du danach
- Du kennst die sieben englischen Subjektpronomen und setzt sie ohne Nachdenken ein.
- Du erklärst, warum das englische it fast alle Dinge und die meisten Tiere abdeckt, egal welches Geschlecht das deutsche Wort hat.
- Du benutzt das unpersönliche it bei Wetter, Uhrzeit, Datum und Entfernung.
- Du lässt das Subjektpronomen nie weg, auch wenn der deutsche Satz ohne auskommt.
- Du unterscheidest die Subjektform von der Objektform und stellst sie an die richtige Stelle.
Die sieben Formen auf einen Blick
Das Englische kennt sieben Personalpronomen in der Subjektform: I, you, he, she, it, we, they. Die Liste ist kürzer als im Deutschen, denn für du, Sie und ihr steht ein einziges Wort. Wer diese sieben Wörter sicher hat, hat einen großen Teil des Satzbaus erledigt, weil im Englischen fast jeder Satz ein ausgesprochenes Subjekt braucht. Bevor du dich an to be oder an das Simple Present wagst, sollten die sieben Formen sitzen.
I wird immer großgeschrieben, mitten im Satz genauso wie am Anfang. Das ist keine Höflichkeit und keine Betonung, sondern schlichte Rechtschreibung: My sister and I live in Bristol. Ein kleines i gilt als Fehler, auch in privaten Nachrichten. Alle anderen Pronomen bleiben klein, solange sie nicht zufällig am Satzanfang stehen. Die übrigen Regeln zur Großschreibung im Englischen weichen ebenfalls vom Deutschen ab, denn Nomen schreibt man dort klein.
| Person | Englisch | Deutsch | Beispiel |
|---|---|---|---|
| 1. Person Singular | I | ich | I work from home. |
| 2. Person | you | du, Sie, ihr | You look tired. |
| 3. Person männlich | he | er | He plays the guitar. |
| 3. Person weiblich | she | sie | She lives next door. |
| 3. Person sächlich | it | er, sie, es (Sachen, Tiere) | It costs ten pounds. |
| 1. Person Plural | we | wir | We often meet on Fridays. |
| 3. Person Plural | they | sie | They know the answer. |
Das Subjekt darf nicht fehlen
Im gesprochenen Deutsch fällt das Subjekt ständig weg. Bin gleich da. Hab ich vergessen. Kommt drauf an. Niemand stört sich daran, weil die Verbendung verrät, wer gemeint ist. Das Englische kann das nicht: Die Verbformen sehen fast alle gleich aus, deshalb trägt das Pronomen die Information allein. I'll be there in a minute. I forgot. It depends. Wer hier kürzt, produziert keinen lockeren Ton, sondern einen unvollständigen Satz. Die Grundregel dazu steht in der Lektion zur englischen Satzstellung.
Es gibt genau eine reguläre Ausnahme, und die ist der Imperativ: Sit down. Open the window. Hier fehlt das you, weil der Angesprochene ohnehin feststeht. In allen anderen Satzarten bleibt das Pronomen stehen, auch wenn es im Deutschen längst verschwunden wäre. Erlaubt ist außerdem, dass zwei verbundene Hauptsätze mit demselben Subjekt es nur einmal nennen: She opened the door and walked in.
Auch Fragen und Verneinungen behalten ihr Pronomen, obwohl das Hilfsverb sich davorschiebt. Do you know her sister? Bei Fragen mit do rutscht das Subjekt zwischen Hilfsverb und Vollverb, es verschwindet aber nicht. Dasselbe gilt für die Verneinung mit not: They don't live here any more. Wer im Deutschen denkt und Wohnen hier nicht mehr formuliert, bekommt einen Satz ohne Fundament.
it gegen das deutsche Geschlecht
Hier täuscht die Muttersprache am stärksten. Im Deutschen hat jedes Nomen ein grammatisches Geschlecht, das mit dem Ding selbst nichts zu tun hat: die Sonne, der Mond, das Mädchen. Wer daraus he oder she ableitet, sagt Dinge wie The sun is beautiful, she rises at six. Das ist falsch. Im Englischen richtet sich das Pronomen nach dem tatsächlichen Geschlecht des Lebewesens, nicht nach dem Wort. Alles ohne Geschlecht wird it: The sun rises at six, and it sets at nine.
Deshalb gilt für Gegenstände ausnahmslos it, egal wie das deutsche Wort aussieht. Der Tisch, die Lampe, das Buch, alles it. Auch abstrakte Dinge wie Zeit, Geld oder eine Nachricht sind it. Ob vor dem Nomen a, an oder the steht, spielt für die Wahl des Pronomens keine Rolle. Der englische Artikel trägt anders als der deutsche kein Geschlecht, weshalb du beim Lernen eines neuen Wortes auch keinen Artikel mitlernen musst.
Bei Tieren entscheidet die Nähe. Ein unbekanntes Tier ist it: There's a fox in the garden, and it comes back every night. Ein Haustier mit Namen bekommt he oder she, weil der Sprecher es als Person behandelt: This is Bella, she's twelve. Bei Babys hört man im Englischen gelegentlich it, wenn das Geschlecht unbekannt ist, doch das klingt heute distanziert. Wenn du es weißt, nimm he oder she.
Zwei Reste des alten Systems begegnen dir noch: Schiffe und gelegentlich Länder werden traditionell mit she bezeichnet. She sailed at dawn. Das ist gehobene oder seemännische Sprache, in Zeitungen gilt inzwischen it als Normalfall. Autos bekommen im umgangssprachlichen britischen wie amerikanischen Englisch manchmal she von ihren Besitzern, das ist ein Stilmittel und keine Regel. Schreib im Zweifel it, damit liegst du nie daneben.
Das unpersönliche it: Wetter, Uhrzeit, Entfernung
Neben dem it, das auf ein Ding zeigt, gibt es ein it, das auf gar nichts zeigt. Es steht nur da, weil der englische Satz ein Subjekt braucht. Beim Wetter ist das der Normalfall: It's raining. It was cold last night. It gets dark early in November. Das deutsche es regnet funktioniert genauso, deshalb fällt dieser Teil leicht. Dass beim Wetter oft die Verlaufsform steht, erklärt die Lektion zum Present Progressive.
Dasselbe leere it trägt Uhrzeit, Wochentag, Datum und Entfernung. It's half past seven. It's Tuesday. It's the third of May. It's about two hundred kilometres from here. Im Deutschen sagt man dagegen es ist halb acht, aber auch heute ist Dienstag, wo das Subjekt wechselt. Wer Today is Tuesday sagt, liegt nicht falsch, doch it's Tuesday ist die gebräuchlichere Form. Die Zahlwörter und Datumsformen dazu stehen bei Zahlen und Datum, die passenden Wörtchen in, on und at bei den Präpositionen der Zeit.
Verwechsle dieses it nicht mit there is und there are. It beschreibt etwas Bekanntes näher, there führt etwas Neues ein. It's very quiet here heißt, dass es hier still ist. There's a café over there heißt, dass ein Café existiert. Deutschsprachige mischen beides gern, weil es im Deutschen beide Male es heißt: es ist still, es gibt ein Café.
you: du, Sie und ihr in einem Wort
Das Englische hat die Höflichkeitsform abgeschafft. You spricht die beste Freundin an, den Vorgesetzten, den König und eine ganze Klasse gleichzeitig. Das erspart dir die deutsche Entscheidung zwischen du und Sie, verschiebt die Höflichkeit aber woanders hin: Sie steckt nicht im Pronomen, sondern in Wortwahl und Satzbau. Could you possibly send me the file ist höflich, send me the file ist es nicht, obwohl in beiden you steckt oder gemeint ist.
Weil you Einzahl und Mehrzahl abdeckt, behelfen sich Sprecher regional. Im amerikanischen Süden hört man y'all, in vielen Städten you guys, in Irland und Teilen Nordenglands youse. Nichts davon gehört in einen geschriebenen Text. Wenn du deutlich machen musst, dass du eine Gruppe meinst, hilft all of you oder both of you, und die Feinheiten dazu klärt die Lektion zu all, every und each.
You hat außerdem eine unpersönliche Bedeutung, die dem deutschen man entspricht: You can't park here. You never know. Gemeint ist niemand Bestimmtes. Etwas förmlicher geht das mit one: One never knows. Das klingt im heutigen Englisch allerdings steif und begegnet dir eher in älteren Texten. Für den Alltag ist you die normale Wahl, und in Anweisungen greift man ohnehin lieber zum Imperativ.
Subjektform, Objektform, Possessivform
Personalpronomen ändern ihre Gestalt, je nachdem ob sie handeln oder behandelt werden. I see her, she sees me. Die Objektformen sind me, you, him, her, it, us, them und werden in der Lektion zu den Objektpronomen ausführlich behandelt. Für den Anfang reicht die Faustregel: vor dem Verb steht die Subjektform, nach dem Verb und nach jeder Präposition die Objektform.
Genau an den Präpositionen scheitern viele. Es heißt with me, not with I, und for him, not for he. Auch nach Vergleichen mit than hört man im Alltag she is taller than me, obwohl die strenge Schulgrammatik than I verlangt. Beides ist verbreitet, die Objektform klingt natürlicher. Wenn sich Subjekt und Objekt auf dieselbe Person beziehen, brauchst du dagegen ein Reflexivpronomen: I hurt myself.
Die dritte Form ist die besitzanzeigende. Aus he wird his, aus she wird her, aus it wird its. Diese Wörter stehen direkt vor dem Nomen und heißen Possessivbegleiter. Wenn der Besitzer kein Pronomen, sondern ein Name ist, tritt an seine Stelle der s-Genitiv: Tom's bike. Merke dir früh, dass its ohne Apostroph geschrieben wird, denn it's ist immer die Kurzform von it is.
| Subjektform | Objektform | Possessivbegleiter | Beispiel |
|---|---|---|---|
| I | me | my | I lost my keys, so help me. |
| you | you | your | You forgot your coat. |
| he | him | his | He called his brother. |
| she | her | her | She sold her flat. |
| it | it | its | It broke its leg. |
| we | us | our | We packed our bags. |
| they | them | their | They took their time. |
Typische Fehler von Deutschsprachigen
Der erste Klassiker ist das übertragene Geschlecht: The bridge is old, she was built in 1890. Richtig ist it was built. Der zweite ist das fehlende Subjekt, meist im zweiten Satzteil: I opened the letter and was surprised geht, aber Opened the letter and was surprised geht nicht. Der dritte ist das großgeschriebene You, das aus deutscher Briefhöflichkeit stammt und im Englischen aussieht, als hättest du dich vertippt.
Ein vierter Fehler betrifft Verben, die im Englischen ein Objekt verlangen, wo das Deutsche keines braucht. I like sagt niemand allein, es muss I like it heißen. Dasselbe gilt für viele Partikelverben: Wenn du auf etwas aufpasst, sagst du look after it, nicht bloß look after. Steht das Objekt als Pronomen bei einem trennbaren Verb, rutscht es nach vorn: Bei pick up heißt es pick it up und nie pick up it.
Zuletzt die Reihenfolge in Aufzählungen. Im Englischen nennt man sich selbst höflich zum Schluss: My brother and I, nicht I and my brother. Steht die Gruppe als Objekt, wird daraus my brother and me. Eine Sammlung weiterer Stolperstellen findest du in der Lektion zu den typischen Fehlern deutschsprachiger Lernender.
Häufige Fragen
- Warum heißt es bei der Sonne it und nicht she?
- Weil das englische Pronomen dem wirklichen Geschlecht folgt und nicht dem Wort. Die Sonne ist im Deutschen weiblich, das ist aber nur ein grammatisches Etikett am Artikel. Die Sonne selbst hat kein Geschlecht, also ist sie im Englischen it. Dieselbe Logik gilt für der Mond, der Tisch und alles andere ohne Lebewesen dahinter.
- Darf ich das Subjektpronomen weglassen, wenn es aus dem Zusammenhang klar ist?
- Im geschriebenen Englisch nicht. Die einzige reguläre Ausnahme ist der Imperativ. In sehr knappen Notizen und Chatnachrichten sieht man gelegentlich Sounds good oder See you later, das ist ein Stilmittel der Kürze und keine Regel. In einem normalen Satz, in einer Mail und in jeder Prüfung gehört das Pronomen hin.
- Was ist der Unterschied zwischen its und it's?
- Its ohne Apostroph zeigt Besitz an: The dog wagged its tail. It's mit Apostroph ist die Kurzform von it is oder it has: It's raining. It's been a long day. Der Apostroph steht also gerade dort, wo kein Besitz gemeint ist. Das ist eine der häufigsten Rechtschreibfallen des Englischen, auch für Muttersprachler.
- Wie sage ich auf Englisch Sie zu jemandem?
- Gar nicht, jedenfalls nicht über das Pronomen. You deckt du, ihr und Sie ab. Höflichkeit entsteht im Englischen über die Formulierung: Would you mind, could you please, I was wondering whether. Wer distanziert wirken will, wählt vollständige Sätze und vermeidet Kurzformen. Der Wechsel zum Vornamen ist im englischsprachigen Berufsleben außerdem viel früher üblich als im Deutschen.
- Kann ich they für eine einzelne Person benutzen?
- Ja. Das sogenannte singular they steht seit Jahrhunderten für eine Person, deren Geschlecht unbekannt oder unwichtig ist: Someone left their umbrella, and they didn't come back. Das Verb bleibt dabei in der Pluralform. Heute wird they zusätzlich von Menschen genutzt, die sich weder als he noch als she bezeichnen. Beides gilt im geschriebenen Englisch als korrekt.
Passt dazu
- Objektpronomen — me, him, her, us und them richtig setzenWarum das Englische mit einer einzigen Objektform auskommt, wo das Deutsche zwischen Dativ und Akkusativ trennt.
- one und ones — Ersatz für das wiederholte NomenWarum das Englische bei „Ich nehme den roten“ ein Wort mehr braucht und wann one, ones oder gar nichts steht.
- Possessivbegleiter — my, your, his, her und der BesitzerWie my, your, his und her gebildet werden, warum sie sich nach dem Besitzer richten und weshalb kein Artikel daneben stehen darf.
- Reflexivpronomen — myself und die deutschen sich-VerbenWarum sich konzentrieren im Englischen concentrate heißt und wann myself, each other oder by myself stehen muss.
- this, that, these, those — Nähe, Ferne, Einzahl und MehrzahlWann this und wann that steht, wie die Pluralformen these und those gebildet werden und warum das Deutsche hier weniger unterscheidet.