Das kannst du danach
- Du unterscheidest to, into, onto und through nach der Art der Bewegung.
- Du erkennst, warum Englisch eigene Wörter braucht, wo Deutsch den Fall ändert.
- Du verwendest go home, arrive at und enter ohne überflüssige Präposition.
- Du wählst zwischen across, through, along, past und over sicher aus.
- Du vermeidest die Übertragung von nach, zu und in aus dem Deutschen.
Warum Englisch hier mehr Wörter braucht als Deutsch
Deutsch zeigt den Unterschied zwischen Ort und Richtung am Fall. Ich bin in der Stadt gegen ich fahre in die Stadt — dieselbe Präposition in, einmal mit Dativ, einmal mit Akkusativ. Das Wort bleibt gleich, die Endung im Artikel entscheidet. Englisch hat diese Endungen verloren und muss den Unterschied deshalb im Wort selbst unterbringen. Aus einem in werden zwei Präpositionen: in für den Ort, into für die Richtung.
Damit ist die zentrale Schwierigkeit dieser Lektion benannt. Es geht selten darum, eine unbekannte Vokabel zu lernen, sondern darum, eine Unterscheidung sichtbar zu machen, die im Deutschen automatisch abläuft. Wer She ran in the room sagt, meint fast immer She ran into the room. Der erste Satz ist nicht falsch, er bedeutet nur etwas anderes: Sie rannte im Zimmer herum, ohne es zu betreten.
Die Gegenstücke zu diesen Richtungswörtern stehen in der Lektion zu den Präpositionen des Ortes. Beide Gruppen zusammen ergeben ein Paarsystem, und es lohnt sich, sie nebeneinander zu lernen: at und to, in und into, on und onto. Die linke Spalte antwortet auf where, die rechte auf where to.
Eine Warnung vorweg: Ein gutes Drittel aller Fehler in diesem Bereich entsteht nicht bei der Präposition, sondern beim Verb davor. Englische Verben bringen ihre Präposition mit, und die richtet sich nicht nach der Logik der Bewegung. Wer das Verb mit seiner Präposition als Paket lernt, wie es die Lektion zu den Präpositionen nach Verben vorschlägt, spart sich die halbe Fehlerliste.
| Frage | Ort (wo?) | Richtung (wohin?) | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Fläche | on the table | onto the table | The cat jumped onto the table. |
| Raum | in the box | into the box | Put it into the box. |
| Punkt | at the station | to the station | I walked to the station. |
| Weg hindurch | in the tunnel | through the tunnel | We drove through the tunnel. |
| Weg hinüber | on the bridge | across the bridge | She ran across the bridge. |
to — das Grundwort für Richtung
to ist die häufigste Bewegungspräposition und deckt fast alles ab, was das deutsche nach oder zu leistet: go to London, walk to school, drive to the airport, send it to me. Solange ein Ziel gemeint ist, das man ansteuert, ist to die sichere Wahl. Ob man dort ankommt, sagt to nicht — nur die Richtung.
Drei Ausnahmen muss man auswendig kennen, weil sie ohne Präposition stehen. Vor home steht kein to: I'm going home, niemals going to home. Dasselbe gilt für die Richtungsadverbien here, there, upstairs, downstairs, abroad, inside, outside: come here, go upstairs, move abroad. Und drittens fällt to nach den Verben enter, reach und approach weg, weil die Richtung schon im Verb steckt: enter the building, nicht enter into the building.
Ebenfalls tückisch ist arrive. Deutsch kommt man in einer Stadt an, englisch heißt es arrive in London für große Orte und arrive at the station für Punkte wie Bahnhof, Flughafen oder Party. arrive to gibt es nicht, obwohl es dem deutschen Muster ähnelt. Wer sich das nicht merken will, weicht auf get to aus, das immer passt: We got to the station at six.
Verwechslungsgefahr besteht zwischen to und for. to nennt das Ziel, for die Absicht oder den Empfänger. Bei Verkehrsmitteln steht for häufig für die geplante Fahrt: the train for Manchester, we left for Rome. Und passe bei bestimmten Verben auf: Deutsch wartet man auf den Bus, englisch heißt es wait for the bus. Dieselbe Logik gilt für look for, wenn man etwas sucht.
into und onto — Richtung mit Ankunft
into beschreibt eine Bewegung von außen nach innen, mit dem Ergebnis, dass sich etwas danach drinnen befindet. She walked into the kitchen, he poured the milk into the glass, the car crashed into a tree. Man kann into als in plus to lesen: Richtung plus Ergebnis im Inneren.
onto arbeitet nach demselben Muster für Oberflächen. The cat jumped onto the roof, he put the plate onto the table. Im Alltag lassen viele Sprecher das to weg und sagen einfach on: put it on the table. Das ist völlig üblich und keineswegs falsch — bei Verben mit klarer Bewegung ist on die häufigere Form. onto wird dann gewählt, wenn die Bewegung betont werden soll oder wenn on missverständlich wäre.
Die Gegenrichtung heißt out of und off. out of the room ist das Gegenstück zu into the room, off the table das Gegenstück zu onto the table. Im gesprochenen Englisch schrumpft out of oft zu outta, geschrieben bleibt es zweiteilig. Und ein deutscher Reflex ist hier falsch: aus dem Haus heißt out of the house, nicht from the house. from nennt den Ausgangspunkt einer Strecke, out of das Verlassen eines Innenraums.
Diese Wörter tauchen massenhaft in festen Verbverbindungen wieder auf, wo sie ihre Bewegungsbedeutung teils behalten und teils verlieren. get in und get off beschreiben noch echte Bewegung ins Auto und aus dem Bus, run into dagegen heißt jemanden zufällig treffen. Wie dieses System funktioniert, klärt die Einführung in die Phrasal Verbs.
| Hinein / hinauf | Heraus / herunter | Beispielpaar |
|---|---|---|
| into | out of | into the car — out of the car |
| onto / on | off | onto the bus — off the bus |
| up | down | up the stairs — down the stairs |
| to | from | to Berlin — from Berlin |
through, across, along, past und over
Diese fünf beschreiben keinen Zielpunkt, sondern einen Weg, und genau hier verlässt einen das deutsche Sprachgefühl, weil Deutsch für alle fünf gern durch oder über nimmt. through heißt hindurch, also mitten durch etwas Dreidimensionales: through the forest, through the tunnel, through the crowd. Man ist auf allen Seiten von etwas umgeben.
across heißt hinüber, also quer über eine Fläche oder Linie: across the road, across the river, across the square. Der Unterschied zeigt sich am Park: walk through the park heißt mitten hinein und wieder heraus, walk across the park heißt quer darüber hinweg von einer Seite zur anderen. Beide sind richtig, sie zeichnen nur verschiedene Wege.
over überschneidet sich teilweise mit across, betont aber das Darüberhinweg mit Abstand oder Hindernis: jump over the fence, fly over the mountains, climb over the wall. Bei Brücken sind over und across austauschbar. along heißt entlang, also parallel zu etwas Langem: walk along the beach, drive along the coast. Und past heißt vorbei: walk past the church, drive past our house. Ein häufiger Fehler ist hier by statt past — by ist Ort, nicht Bewegung.
Für die Vollständigkeit gehören noch towards und round dazu. towards nennt die Richtung ohne Ankunft: He walked towards me. Im amerikanischen Englisch heißt es meist toward ohne s. round oder around heißt herum: walk around the lake, turn round. Amerikanisch ist fast immer around, britisch sind beide üblich.
| Präposition | Deutsch | Bild | Beispiel |
|---|---|---|---|
| through | durch, hindurch | innen, rundherum umgeben | We walked through the woods. |
| across | quer über | flach, von Rand zu Rand | She swam across the lake. |
| over | über, hinweg | mit Abstand oder Hindernis | The plane flew over the city. |
| along | entlang | parallel zu einer Linie | We cycled along the river. |
| past | vorbei | seitlich daran vorbei | I drove past your flat. |
| towards | auf … zu | Richtung ohne Ankunft | He ran towards the door. |
Verkehrsmittel und feste Wendungen
Für die Art der Fortbewegung steht by ohne Artikel: by car, by bus, by train, by plane, by bike. Kein the, kein a — by the car heißt etwas anderes, nämlich neben dem Auto. Die einzige übliche Ausnahme ist on foot, wo das Deutsche zu Fuß ebenfalls aus der Reihe fällt. Wer den Artikel doch braucht, muss das Verb wechseln: in my car, on the bus.
Beim Ein- und Aussteigen richtet sich die Präposition nicht nach der Logik, sondern nach der Größe des Fahrzeugs. In alles, worin man aufrecht stehen kann, steigt man on: on the bus, on the train, on the plane, on a ship. In alles Kleinere steigt man in: in the car, in a taxi. Entsprechend heißt es get on the train, aber get in the car und beim Aussteigen get out of the car.
Ein paar feste Wendungen lohnen das Auswendiglernen, weil sie keiner Regel folgen: on my way home, on the way to work, into town oder to town für die Fahrt in die Innenstadt, out of town für weg von zu Hause. Auch set off für aufbrechen und drop off für jemanden absetzen gehören in diese Gruppe.
Zeitangaben mischen sich häufig unter Bewegungsangaben, und dort gelten andere Wörter. We drove to Bristol on Monday at seven — die Richtung trägt to, der Tag on, die Uhrzeit at. Wer die Reihenfolge dieser Angaben im Satz sucht, findet sie bei der Wortstellung der Adverbien; die Zeitwörter selbst stehen in der Lektion zu den Präpositionen der Zeit.
Typische Fehler von Deutschsprachigen
Der erste Fehler ist in statt into: I went in the shop. Weil Deutsch in beide Male benutzt, fehlt der Impuls, das Wort zu wechseln. Merkhilfe: Wenn man den Satz mit hinein statt drin übersetzen kann, gehört into hin.
Der zweite Fehler ist ein überflüssiges to. to home, to here, to there und enter into the room sind alle falsch. Ebenso discuss about, obwohl deutsch über etwas diskutiert wird — discuss steht ohne Präposition.
Der dritte Fehler ist die wörtliche Übernahme von nach. nach Hause ist home, nach London ist to London, aber nach der Arbeit ist after work und nach links ist to the left. Ein deutsches Wort, vier englische Lösungen — hier hilft nur, nach Bedeutung statt nach Wort zu übersetzen.
Der vierte Fehler betrifft die Wendung mit Bildern und Karten: Deutsch geht man auf die Straße, englisch heißt es into the street oder onto the street, während in the street der Ort ist. Und britisch sagt man in the street, amerikanisch on the street — hier weichen die Varianten voneinander ab, ohne dass eine falsch wäre.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen in und into?
- in nennt den Ort, into die Richtung dorthin. He is in the room heißt, er ist bereits drinnen; he walked into the room heißt, er kam von draußen herein. Im Deutschen erledigt der Fall diese Arbeit — in dem Zimmer gegen in das Zimmer —, weshalb der Wechsel des Wortes leicht vergessen wird. Nach Verben ohne Bewegung steht immer in.
- Heißt es go home oder go to home?
- go home, ohne to. home ist an dieser Stelle kein Nomen, sondern ein Richtungsadverb, und Adverbien brauchen keine Präposition. Dasselbe gilt für come here, go there, go upstairs und go abroad. Nur wenn home mit einem Begleitwort steht, kommt die Präposition zurück: I went to my parents' home.
- through oder across?
- through geht mitten hindurch, durch etwas, das einen umgibt: through the forest, through the tunnel. across geht quer über eine Fläche oder Linie hinweg: across the road, across the river. Bei einem Park sind beide möglich und beschreiben verschiedene Wege — through führt hinein und wieder heraus, across nur von einer Seite zur anderen.
- Warum heißt es on the bus, aber in the car?
- Die Wahl richtet sich nach der Größe des Fahrzeugs. In Fahrzeugen, in denen man aufrecht stehen und umhergehen kann, steht on: on the bus, on the train, on the plane. In kleinen Fahrzeugen, in die man sich hineinsetzt, steht in: in the car, in a taxi. Entsprechend heißt es get on the train, aber get in the car.
- Wann steht by und wann on beim Verkehrsmittel?
- by nennt die Art der Fortbewegung und steht ohne Artikel: by car, by train, by bike. Sobald ein Artikel oder ein Possessivbegleiter dazukommt, ist by nicht mehr möglich: in my car, on the 8 o'clock train. Die Ausnahme ist on foot, das trotz der Bedeutung zu Fuß nicht mit by gebildet wird.
Passt dazu
- Präpositionen der Zeit — in, on und at bei Uhrzeit, Tag und Monatat bei der Uhrzeit, on beim Tag, in beim Monat — plus die Zeitangaben, die gar keine Präposition bekommen.
- Präpositionen des Ortes — in, on und at richtig einsetzenWann in, on oder at steht, wenn es um einen Ort geht — und warum das deutsche Sprachgefühl hier nicht hilft.
- Präpositionen nach Adjektiven — interested in, good at, afraid ofWelche Präposition nach welchem englischen Adjektiv steht, warum interested in nicht an heißt und wo das Deutsche in die Irre führt.
- Präpositionen nach Nomen — reason for, solution to, need forWelche Präposition nach welchem englischen Nomen steht, warum reason for nicht of heißt und wie man sie von der Verbliste trennt.
- Präpositionen nach Verben — depend on, consist of, listen toWelche Präposition zu welchem englischen Verb gehört, warum die deutsche fast nie passt und wo sie im Satz landet.