Das kannst du danach
- Du unterscheidest sicher, wann so und wann such vor dem that-Satz steht.
- Du bildest Konsekutivsätze mit so many, so much, so few und so little richtig.
- Du trennst die Folge (so … that) von der Absicht (so that + Modalverb).
- Du drückst dieselbe Folge auch ohne Nebensatz aus, mit therefore, consequently oder as a result.
- Du erkennst die Fehler, die das deutsche so … dass beim Übersetzen erzeugt.
Was ein Konsekutivsatz leistet
Ein Konsekutivsatz nennt die Folge. Etwas ist so beschaffen, dass daraus etwas anderes entsteht: The room was so cold that we kept our coats on. Im Deutschen steht dafür ein einziges Paar, nämlich so … dass. Das Englische teilt genau dieses Paar in zwei Bauweisen auf, je nachdem, worauf sich das so bezieht. Wer die Aufteilung nicht kennt, produziert zuverlässig Sätze wie such cold oder so a nice day, und beides ist falsch. Die Grundlagen dieser Unterscheidung sind schon in so und such angelegt; hier geht es darum, was daraus wird, sobald ein ganzer Folgesatz daran hängt.
Der Konsekutivsatz ist der Zwilling des Finalsatzes. Der Finalsatz nennt eine Absicht, die zum Zeitpunkt der Handlung erst geplant war: I left early so that I could catch the train. Der Konsekutivsatz nennt eine Folge, die tatsächlich eingetreten ist: I left so early that I caught the train. Das Deutsche hilft hier ausnahmsweise, weil es ebenfalls trennt — damit für die Absicht, sodass für die Folge. Nur schreibt man beides im Alltag oft gleich hin, und im Englischen sieht die Verbindung so that in beiden Fällen identisch aus. Der Unterschied steckt im Verb dahinter, nicht im Bindewort.
Ein zweiter Unterschied ist rein baulich. Deutsch schickt das Verb im dass-Satz ans Ende: dass wir unsere Mäntel anbehielten. Englisch behält seine feste Reihenfolge bei, Subjekt vor Verb vor Objekt, wie in jedem englischen Hauptsatz auch: that we kept our coats on. Es gibt im that-Satz keine Umstellung, keine Verbklammer und keine Ausnahme. Das klingt harmlos, wird beim schnellen Sprechen aber regelmäßig vergessen, weil der Kopf noch am deutschen Satzbau hängt.
Drei Muster decken fast alles ab: so + Adjektiv oder Adverb + that, such + Nomengruppe + that, und so viel oder so wenig + Nomen + that. Dazu kommen die Verbindungen ohne Nebensatz, also therefore, consequently, as a result, die dieselbe Folge über einen Punkt hinweg ausdrücken. Wer diese vier Werkzeuge sortiert hat, kann jede Folge formulieren, die im Alltag und in Prüfungstexten vorkommt.
so + Adjektiv oder Adverb + that
Die häufigste Form ist so vor einem Adjektiv oder einem Adverb. Nach dem Adjektiv folgt that und danach ein vollständiger Satz mit eigenem Subjekt und eigenem Verb: The film was so long that we missed the last bus. She spoke so quietly that nobody understood a word. Wichtig ist, dass zwischen so und that wirklich nur ein Adjektiv oder ein Adverb steht — kein Nomen. Sobald ein Nomen ins Spiel kommt, kippt die Konstruktion auf such um, und das ist der Punkt, an dem die meisten Fehler entstehen.
In gesprochener Sprache fällt das that oft weg: It was so cold we went home. Das ist völlig normal und kein Nachlässigkeitszeichen. In geschriebenen Texten, besonders in formellen, steht es besser da. Ganz weglassen sollte man es, wenn der Folgesatz lang ist oder selbst schon Nebensätze enthält, weil der Leser sonst die Fuge nicht findet.
Vor dem that steht kein Komma. Das ist ein Punkt, an dem Deutschsprachige fast automatisch danebengreifen, weil im Deutschen vor dass immer eines steht. Das Englische setzt dort keines, weil der Folgesatz notwendig zum Hauptsatz gehört und nicht eingeschoben ist. Die allgemeine Logik dahinter steht in der englischen Kommasetzung: Was der Satz zum Verständnis braucht, wird nicht abgetrennt.
Eine gehobene Variante dreht den Satz um und stellt das so an den Anfang. Dann folgt zwingend eine Umstellung von Verb und Subjekt: So cold was the room that we kept our coats on. Diese Inversion gehört in geschriebene, oft literarische Sprache und wirkt in einer E-Mail deplatziert. Kennen sollte man sie trotzdem, weil sie in Prüfungstexten und in Romanen regelmäßig auftaucht.
| Muster | Beispiel | Deutsch |
|---|---|---|
| so + Adjektiv + that | It was so hot that the tarmac melted. | so heiß, dass |
| so + Adverb + that | He drove so fast that I felt sick. | so schnell, dass |
| so + Adjektiv (that fällt weg) | I was so tired I fell asleep. | so müde, dass |
| Inversion | So great was the noise that we left. | so groß war der Lärm, dass |
such + Nomengruppe + that
Sobald ein Nomen im Spiel ist, heißt es such. Und zwar such vor der ganzen Nomengruppe, also vor dem Artikel: It was such a good film that we watched it twice. Nicht so a good film und nicht such good a film. Der unbestimmte Artikel a oder an steht hinter such, nie davor. Im Plural und bei unzählbaren Nomen fällt er wie immer weg: They were such kind people that we stayed another week. It was such rubbish that I stopped reading.
Das Adjektiv ist bei such nicht Pflicht. Such a mess that nobody could find anything ist ein vollständiger Satz, und such wirkt hier als reine Verstärkung des Nomens. Im Deutschen entspricht das dem solch ein oder so ein: so ein Chaos, dass niemand etwas fand. Genau diese deutsche Parallele ist die beste Merkhilfe — wo im Deutschen so ein steht, steht im Englischen such a.
Der häufigste Fehler in beide Richtungen sieht so aus: It was so a nice evening ist falsch, weil ein Nomen folgt; It was such nice ist falsch, weil kein Nomen folgt. Prüfe deshalb nicht das Gefühl, sondern das nächste Wort mit Inhalt. Steht dort ein Nomen, nimm such. Steht dort nur ein Adjektiv oder ein Adverb, nimm so.
Auch such lässt sich an den Satzanfang ziehen, wieder mit Umstellung: Such was his anger that he walked out. Diese Form ist noch deutlich formeller als die Variante mit so und begegnet einem vor allem in Nachrufen, historischen Darstellungen und Gerichtsprosa. Verwandt ist sie mit den Mitteln, die auch Cleft-Sätze nutzen, um ein Satzglied nach vorn zu holen und hervorzuheben.
| Was folgt | Richtig | Falsch |
|---|---|---|
| Adjektiv allein | so expensive that … | such expensive that … |
| Adjektiv + Nomen im Singular | such an expensive car that … | so an expensive car that … |
| Adjektiv + Nomen im Plural | such expensive cars that … | so expensive cars that … |
| Nomen ohne Adjektiv | such a mess that … | so a mess that … |
Mengen: so many, so much, so few, so little
Bei Mengenangaben bleibt es bei so, obwohl ein Nomen folgt. Der Grund ist einfach: many, much, few und little sind selbst Mengenwörter und übernehmen die Rolle, die sonst das Adjektiv hätte. There were so many people that we couldn't get in. She had so little time that she skipped lunch. Die Wahl zwischen many und much richtet sich wie immer nach zählbar oder unzählbar, nicht nach der Konstruktion.
Bemerkenswert ist die Kombination such a lot of. Sie ist die umgangssprachliche Alternative zu so many und so much und funktioniert für beides: There was such a lot of noise that I left. There were such a lot of people that we left. Formell ist das nicht, aber es ist verbreitet und im Gespräch völlig unauffällig. Wer sicher gehen will, nimmt so much beziehungsweise so many.
Achte auf die verneinte Menge. so few und so little tragen die Verneinung bereits in sich und dürfen deshalb nicht zusätzlich verneint werden. So few people came that we cancelled ist richtig; so few people didn't come ergibt einen anderen, meist unsinnigen Satz. Dieselbe Vorsicht gilt überall dort, wo ein Wort bereits negativ ist — ein Muster, das bei der englischen Verneinung und bei den Bedingungswörtern ohne if noch einmal zurückkommt.
Im Deutschen steht an dieser Stelle so viele, so viel, so wenige, so wenig — die Struktur ist also nahezu deckungsgleich. Die Falle ist nicht der Bau, sondern die Zählbarkeit: information, advice, furniture, news und money sind im Englischen unzählbar und verlangen so much, obwohl das deutsche Gegenstück im Plural stehen kann. So much information that I gave up ist richtig, so many informations gibt es nicht.
so that: Folge oder Absicht
Die Verbindung so that kann beides bedeuten, und der Unterschied liegt im Verb des Nebensatzes. Steht dort ein Modalverb wie can, could, would oder will, liest man Absicht: I moved to the front so that I could see better. Steht dort ein einfaches Verb ohne Modalverb, liest man Folge: The road was closed, so that we had to turn back. Im zweiten Fall steht im geschriebenen Englisch oft ein Komma davor, im ersten nie.
Diese Doppelbedeutung ist der Grund, warum viele Lehrwerke die Folge lieber mit with the result that oder mit einem eigenen Satz ausdrücken. The road was closed. As a result, we had to turn back. Das ist eindeutiger und in Sachtexten meist die bessere Wahl. Wer die Absicht meint, greift ohnehin besser zu den Mitteln, die in der Lektion zu Finalsätzen beschrieben sind, also to, in order to oder so as to.
Verwechsle so that nicht mit dem so, das einfach zwei Hauptsätze verbindet: It was raining, so we stayed in. Dieses so ist eine Konjunktion auf Augenhöhe mit and und but, es folgt kein that, und davor steht im britischen Standard ein Komma. Es bedeutet also und ist die häufigste, unauffälligste Art, im Alltag eine Folge auszudrücken.
Eine dritte Möglichkeit ist enough und too. Sie drückt dieselbe Idee aus, aber mit Blick auf eine Schwelle: The box was too heavy to lift entspricht The box was so heavy that I couldn't lift it. Die Version mit too ist kürzer und klingt natürlicher, sobald das Subjekt in beiden Teilen dasselbe ist. Umgekehrt braucht man so … that, sobald der Folgesatz ein eigenes Subjekt hat.
| Bedeutung | Bau | Beispiel |
|---|---|---|
| Absicht | so that + Modalverb | Speak up so that everyone can hear. |
| Folge | so that + einfaches Verb | He arrived late, so that we started without him. |
| Folge, umgangssprachlich | …, so + Hauptsatz | It was late, so we went home. |
| Folge über die Schwelle | too … to / enough to | It was too late to go home. |
Folgen ohne Nebensatz
Nicht jede Folge braucht einen that-Satz. Englische Sachtexte setzen die Folge oft über einen Punkt hinweg und markieren sie mit einem Adverb am Satzanfang: therefore, consequently, as a result, hence, thus, accordingly. Diese Wörter sind keine Konjunktionen. Sie verbinden nichts, sie kommentieren nur — und deshalb steht davor ein Punkt oder ein Semikolon, nie bloß ein Komma. The supplier failed to deliver. Consequently, production stopped.
Der Fehler, der daraus entsteht, heißt Komma-Splice: The supplier failed to deliver, therefore production stopped. Das ist im Englischen ein handfester Zeichensetzungsfehler, während der deutsche Satz mit deshalb an derselben Stelle völlig korrekt wäre. Deutsch darf mit Komma verbinden, weil das folgende Wort die Verbstellung mitregiert; Englisch darf es nicht. Diese Regel gehört zu den wenigen, die in Korrekturen wirklich zuverlässig angestrichen werden.
Die Register unterscheiden sich deutlich. therefore und consequently gehören in Berichte und wissenschaftliche Texte, thus und hence klingen noch eine Stufe formeller und etwas altmodisch, as a result ist neutral und passt fast überall, und so ist die gesprochene Normalform. Wer eine E-Mail an Kollegen mit hence beginnt, wirkt gestelzt. Die genaue Verteilung dieser Verbindungswörter steht in den Bindewörtern des Grundes, denn Grund und Folge sind dieselbe Beziehung von zwei Seiten betrachtet.
Der Gegenpol zur Folge ist der eingeräumte Widerspruch, also although, though und despite. Wer die Folge sicher baut, hat die halbe Arbeit für die Konzessivsätze schon getan, weil beide Satzarten dieselbe Frage stellen: Hängt das eine am anderen, und in welche Richtung? Konsekutiv heißt darum, konzessiv heißt trotzdem.
| Wort | Register | Zeichen davor |
|---|---|---|
| so | gesprochen, neutral | Komma |
| as a result | neutral | Punkt oder Semikolon |
| therefore | formell, Bericht | Punkt oder Semikolon |
| consequently | formell | Punkt oder Semikolon |
| thus, hence | sehr formell | Punkt oder Semikolon |
Wo Deutschsprachige stolpern
Der mit Abstand häufigste Fehler ist so vor einem Nomen. Er entsteht, weil das deutsche so beides abdeckt: so kalt und so ein Tag. Wer beim Sprechen keine Zeit für eine Analyse hat, greift zum vertrauten so. Gegenmittel ist eine feste Kopplung im Gedächtnis: such a wird als ein Wort gelernt, gemeinsam mit einem Beispielsatz, der sitzt. It was such a mess. Wer diesen Satz parat hat, ruft die richtige Form mit ab.
Zweiter Fehler ist das Komma vor that. Es kommt aus dem Deutschen und verschwindet nur durch bewusstes Gegensteuern. Dritter Fehler ist die Verbstellung im Folgesatz, wo das deutsche Verb ans Ende drängt. Vierter Fehler ist der Komma-Splice vor therefore. Alle vier sind keine Verständnisfehler, sondern reine Übertragungsfehler — und genau deshalb halten sie sich so lange.
Ein fünfter Punkt ist der Stil. Deutsche Texte bauen gern lange Konsekutivkonstruktionen mit derart, dermaßen und in solchem Maße. Das englische Gegenstück wirkt schnell überladen. Englisch bevorzugt an dieser Stelle den kurzen Satz und das nachgestellte Adverb: The delay was serious. As a result, the launch slipped by a month. Wer im Zweifel ist, teilt den Satz. Kurz gebaute Folgen lesen sich im Englischen fast immer besser als lange.
Zuletzt ein Hinweis zur Aussprache. In so … that trägt das so den Ton, nicht das Adjektiv: It was SO cold. Diese Betonung ist im Gespräch oft der einzige Träger der Konsekutivbedeutung, weil das that ganz wegfällt. Wer flach betont, klingt, als zähle er nur eine Eigenschaft auf. Das ist derselbe Mechanismus wie beim betonten Hilfsverb, nur mit anderen Mitteln.
Häufige Fragen
- Heißt es so a nice day oder such a nice day?
- such a nice day. Sobald nach dem Verstärker ein Nomen kommt, steht such, und der Artikel a oder an rutscht hinter such. so steht nur vor einem Adjektiv oder Adverb ohne folgendes Nomen, also so nice oder so quickly. Die Merkformel lautet: deutsches so ein wird englisch such a.
- Steht vor that im Konsekutivsatz ein Komma?
- Nein. Das Englische setzt vor dem that eines Konsekutivsatzes kein Komma, obwohl das Deutsche vor dass immer eines verlangt. Der Folgesatz ist notwendiger Bestandteil und wird deshalb nicht abgetrennt. Ein Komma ist nur bei so that in der Bedeutung der Folge üblich, wenn der Hauptsatz bereits abgeschlossen wirkt.
- Kann ich das that weglassen?
- In gesprochener Sprache ja, und es ist dort sogar die Normalform: I was so tired I went straight to bed. In geschriebenen und formellen Texten sollte das that stehen. Weglassen empfiehlt sich nur bei kurzen Folgesätzen; sobald der zweite Teil selbst Nebensätze enthält, hilft das that dem Leser, die Fuge zu finden.
- Was ist der Unterschied zwischen so that und so as to?
- so that leitet einen vollständigen Nebensatz mit eigenem Subjekt ein und kann Folge oder Absicht ausdrücken. so as to steht mit Infinitiv, hat kein eigenes Subjekt und drückt immer eine Absicht aus: I left early so as to avoid the traffic. Wenn beide Satzteile dasselbe Subjekt haben, klingt die Infinitivform natürlicher.
- Darf therefore mit Komma an den vorigen Satz angehängt werden?
- Nein. therefore, consequently, thus und hence sind Adverbien, keine Konjunktionen. Davor gehört ein Punkt oder ein Semikolon: The train was cancelled; therefore we drove. Ein bloßes Komma erzeugt den sogenannten Komma-Splice, der im Englischen als Fehler gilt — anders als das deutsche deshalb, das dort völlig regulär mit Komma steht.
Passt dazu
- absolute Konstruktion — The weather being fine und ihre TückenWie The weather being fine gebaut wird, welche Bedeutung Leser hineinlesen und warum die Konstruktion im Gespräch gestelzt klingt.
- although, though, despite — drei Wege, obwohl zu sagenNach although folgt ein Satz, nach despite ein Nomen. Warum der teuerste Fehler hier nicht in der Bedeutung liegt, sondern im Bau.
- betonendes do — Nachdruck ohne das deutsche dochI do like it: Wie das Englische Nachdruck baut, weil es kein Wörtchen wie doch hat — und warum Do sit down höflicher klingt als Sit down.
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- Ellipse — was das Englische weglässt, ohne dass etwas fehltKurzantworten, and-Verbindungen und das nackte to: Wo das Englische Wörter streicht — und warum deutsche Sätze im Englischen oft zu vollständig klingen.
- Finalsätze — to, in order to und so that für den ZweckWozu etwas geschieht: to und in order to bei gleichem Subjekt, so that bei verschiedenem — und warum for to do es nicht gibt.