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Wortschatz · Beruf und Büro

Vokabeln Marketing: 32 englische Wörter mit Beispielen

Von target audience bis return on investment — Marketingenglisch mit den Stellen, an denen deutsche Übernahmen danebengreifen.
32
Vokabeln
4
Wortgruppen
B2
Niveau
5
Textabschnitte

Die Wörter

EnglishDeutsch
target audience/ˈtɑːɡɪt ˈɔːdiəns/Zielgruppe
market research/ˈmɑːkɪt rɪˈsɜːtʃ/Marktforschung
focus group/ˈfəʊkəs ɡruːp/Fokusgruppe
niche/niːʃ/Nische
competitor/kəmˈpetɪtə/Wettbewerber
market share/ˈmɑːkɪt ʃeə/Marktanteil
positioning/pəˈzɪʃənɪŋ/Positionierung
market trend/ˈmɑːkɪt trend/Markttrend
brand awareness/brænd əˈweənəs/Markenbekanntheit
brand image/brænd ˈɪmɪdʒ/Markenimage
slogan/ˈsləʊɡən/Werbespruch
unique selling point/juˈniːk ˈselɪŋ pɔɪnt/Alleinstellungsmerkmal
copywriter/ˈkɒpiraɪtə/Werbetexter
tone of voice/təʊn əv vɔɪs/Markensprache
rebrand/riːˈbrænd/neu positionieren
endorsement/ɪnˈdɔːsmənt/Werbeempfehlung
advertising campaign/ˈædvətaɪzɪŋ kæmˈpeɪn/Werbekampagne
advert/ˈædvɜːt/Anzeige
billboard/ˈbɪlbɔːd/Plakatwand
press release/pres rɪˈliːs/Pressemitteilung
newsletter/ˈnjuːzletə/Rundschreiben
sponsorship/ˈspɒnsəʃɪp/Sponsoring
word of mouth/wɜːd əv ˈmaʊθ/Mundpropaganda
launch/lɔːntʃ/einführen
reach/riːtʃ/Reichweite
click-through rate/ˈklɪk θruː reɪt/Klickrate
conversion/kənˈvɜːʃən/Umwandlung in einen Kauf
return on investment/rɪˈtɜːn ɒn ɪnˈvestmənt/Kapitalrendite
customer retention/ˈkʌstəmə rɪˈtenʃən/Kundenbindung
benchmark/ˈbentʃmɑːk/Vergleichswert
track/træk/nachverfolgen
segment/seɡˈment/in Zielgruppen aufteilen

Die Wörter im Text

Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.

When Priya took over the brand at Halbrook Tea, the first thing she asked for was proper market research. The last advertising campaign had been signed off on a hunch, and nobody could say who the target audience actually was. Two months of interviews and one focus group later, the picture was clearer than anyone had wanted it to be.

The findings were awkward. Brand awareness was high among people over sixty and almost nil below thirty, and the slogan had not changed since 1998. Halbrook's market share was slipping to a competitor that had found a niche in iced tea and owned it completely.

Priya did not rebrand overnight. She started with positioning: one sentence about who the tea was for. Her copywriter turned that into a tone of voice the team could actually use, and the unique selling point stopped being a vague promise about quality and became something you could photograph. The brand image followed slowly behind.

The launch ran across three channels. A press release went out on the Monday, a modest billboard appeared near the station, and the newsletter carried the story to eleven thousand people. There was no sponsorship deal and no celebrity endorsement, which suited the money they had. The advert itself was fifteen seconds long.

Six weeks in, the numbers held. Reach was double the previous campaign, the click-through rate on the newsletter beat the benchmark, and conversion on the website climbed week by week. Priya had learned to segment the list by region, to track customer retention rather than one-off sales, and to set the return on investment against a real market trend instead of a hunch. Word of mouth did the rest.

Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.

Worauf du achten musst

Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.

Falsche Freunde2

Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.

  • copywriterWerbetexter

    Falscher Freund zu „copyright“. Das eine schreibt Texte, das andere schützt sie.

  • sponsorshipSponsoring

    Das deutsche Sponsoring gibt es im Englischen nicht als Substantiv.

Britisch gegen amerikanisch6

Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.

  • focus groupFokusgruppe

    Als Gruppe im britischen Englisch oft mit Verb im Plural: „the focus group were split“.

  • sloganWerbespruch

    Britisch oft „strapline“, amerikanisch meist „tagline“.

  • endorsementWerbeempfehlung

    Amerikanisch auch „indorsement“ geschrieben, im Alltag aber selten.

  • advertAnzeige

    Britisch „advert“ oder „ad“, amerikanisch „ad“. Der Fernsehspot heißt „commercial“.

  • billboardPlakatwand

    Britisch auch „hoarding“, amerikanisch immer „billboard“.

1 weitere in der Tabelle

Feste Präposition6

Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.

  • target audienceZielgruppe

    Man richtet etwas „at“ oder „to“ eine Zielgruppe, nie „on“.

  • market trendMarkttrend

    Ein Trend geht „towards“ etwas, nicht „to“ etwas.

  • word of mouthMundpropaganda

    Immer „by word of mouth“, nie „through“ oder „over“.

  • return on investmentKapitalrendite

    Kurz ROI. Immer „on“, nie „of“.

  • benchmarkVergleichswert

    Man misst etwas „against“ einen Vergleichswert.

1 weitere in der Tabelle

Zählbar oder nicht5

Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.

  • market researchMarktforschung

    Unzählbar. Es heißt „some market research“, nie „researches“.

  • market shareMarktanteil

    Ohne Artikel im Plural: „gain market share“, nicht „gain a market share“.

  • positioningPositionierung

    Unzählbar in diesem Sinn, kein Plural.

  • brand awarenessMarkenbekanntheit

    Unzählbar, immer ohne Artikel.

  • reachReichweite

    In dieser Bedeutung unzählbar und meist ohne Artikel.

Marketingenglisch hat eine Eigenart: Viele Wörter sind längst ins Deutsche gewandert, aber unterwegs haben sie die Bedeutung leicht verschoben. Eine „promotion“ ist im Büro eine Beförderung und nur im Verkauf eine Aktion. „Advertisement“ und „advert“ sind die Anzeige, „ad“ ist die kurze Form, und der Fernsehspot heißt im britischen Englisch „commercial“. Wer im Deutschen von einem Werbespot spricht und daraus „spot“ macht, wird verstanden, klingt aber nach Übersetzung. Ähnlich geht es dem Wort „campaign“: Es trägt die Betonung auf der zweiten Silbe und wird ohne das g gesprochen, was Deutschsprachige regelmäßig verrät.

Die zweite Baustelle sind die festen Verbindungen. Man wirbt „for“ etwas, man richtet sich „at“ eine Zielgruppe, und man misst den Erfolg „against“ einen Vergleichswert. Solche Fügungen lernt man am besten als Ganzes, statt sie aus dem Deutschen zusammenzusetzen. Ein Blick in die Präpositionen nach Verben spart hier viel Rätselraten. Auch die Zählbarkeit ist tückisch: „research“ ist unzählbar, es heißt „a piece of research“ oder „some market research“, niemals „a research“ oder „researches“. Dasselbe gilt für „feedback“ und für „advertising“ als Oberbegriff. Wer unsicher ist, findet in den Mengenangaben die passenden Konstruktionen.

Der dritte Punkt ist der Ton. Marketingtexte im Englischen sind knapper und direkter, als deutsche Vorlagen es nahelegen. Statt einer Substantivkette steht ein Verb, statt einer Passivkonstruktion die handelnde Person. Wenn du dennoch Ergebnisse berichtest, ist das Passiv richtig und üblich, etwa wenn niemand wissen muss, wer eine Kampagne freigegeben hat — dazu passt das Passiv in der Gegenwart. Für Berichte an Vorgesetzte und Kunden lohnt zusätzlich ein Blick in die Business-Englisch-Grammatik, weil dort die Formeln stehen, die im Marketing täglich gebraucht werden. Die folgenden zweiunddreißig Wörter decken den Weg von der Marktbeobachtung über die Marke und die Kanäle bis zur Auswertung ab.

Dauerhaft merken

Aufgenommene Wörter verteilt der Trainer über Tage und Wochen. Was sitzt, kommt seltener wieder.

In den Vokabeltrainer aufnehmen

Der Trainer arbeitet mit verteilter Wiederholung: Jedes Wort bekommt ein eigenes Fälligkeitsdatum. Was sitzt, kommt selten wieder — was wackelt, morgen erneut. So bleibt der Aufwand klein und der Wortschatz trotzdem da.

Schnelltest

Zehn Fragen aus diesem Wortfeld. Kein Ergebnis wird gespeichert.

Zehn Fragen, eine Minute

Multiple Choice aus diesem Wortfeld. Die falschen Antworten stammen aus derselben Liste — geraten wird also nicht.

Häufige Fragen

Heißt es „advert“, „ad“ oder „commercial“?
Im britischen Englisch ist „advert“ die normale Kurzform von „advertisement“, „ad“ geht auch. Amerikanisch sagt man fast nur „ad“. Ein Werbefilm im Fernsehen oder Radio heißt in beiden Varianten „commercial“.
Warum ist „research“ ohne Plural?
„Research“ ist ein unzählbares Substantiv wie „information“. Richtig sind „a lot of research“, „a piece of research“ oder „two research projects“. Formen wie „researches“ oder „a research“ wirken im Englischen sofort übersetzt.
Was ist der Unterschied zwischen „brand image“ und „positioning“?
Die Positionierung ist die Entscheidung im Unternehmen: Für wen ist das Produkt und wogegen grenzt es sich ab. Das Markenimage ist das, was am Ende bei den Leuten ankommt. Beides fällt selten zusammen.
Wie spreche ich „campaign“ und „niche“ aus?
„Campaign“ klingt wie /kæmˈpeɪn/ mit Betonung hinten und stummem g. „Niche“ ist britisch /niːʃ/ und amerikanisch häufig /nɪtʃ/. Beide Wörter verraten Deutschsprachige zuverlässig, wenn sie falsch betont werden.

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