Die Wörter
| English | Deutsch | Beispiel und Hinweis |
|---|---|---|
| negotiate/nɪˈɡəʊʃieɪt/ | verhandeln | We're still negotiating the delivery dates, so nothing is fixed yet.Wir verhandeln noch über die Liefertermine, es steht also noch nichts fest.Man verhandelt „with somebody“ und „over“ oder „on“ eine Sache, nie „about“. |
| counterpart/ˈkaʊntəpɑːt/ | Gegenüber, Amtskollege | I'll call my counterpart in Munich and see what she thinks.Ich rufe mein Gegenüber in München an und höre, was sie dazu sagt.Nicht mit „counterpart“ im Sinne von Gegenteil verwechseln — das wäre „opposite“. |
| leverage/ˈliːvərɪdʒ/ | Druckmittel, Hebel | Without a second supplier we've got no leverage at all.Ohne einen zweiten Lieferanten haben wir überhaupt kein Druckmittel.Britisch /ˈliːvərɪdʒ/, amerikanisch meist /ˈlevərɪdʒ/ mit kurzem e. |
| common ground/ˌkɒmən ˈɡraʊnd/ | gemeinsame Basis | We found some common ground on the timing, at least.Beim Zeitplan haben wir immerhin eine gemeinsame Basis gefunden.Unzählbar, also kein „a common ground“ und kein Plural. |
| concede/kənˈsiːd/ | einräumen, nachgeben | They conceded on the price but wouldn't move on the deadline.Beim Preis sind sie entgegengekommen, beim Termin aber nicht.Betonung auf der zweiten Silbe, das c am Anfang klingt wie k. |
| concession/kənˈseʃn/ | Zugeständnis | That's the last concession we can make on this contract.Das ist das letzte Zugeständnis, das wir bei diesem Vertrag machen können.Im Freizeitbereich bedeutet „concession“ in Großbritannien auch Ermäßigung, etwa beim Eintritt. |
| haggle/ˈhæɡl/ | feilschen | I don't want to haggle over fifty pounds, let's just sign.Ich will nicht wegen fünfzig Pfund feilschen, unterschreiben wir einfach.Umgangssprachlich und leicht abwertend — in förmlichen Runden lieber „negotiate“. |
| opening offer/ˌəʊpnɪŋ ˈɒfə/ | Erstangebot | Their opening offer was so low that nobody took it seriously.Ihr Erstangebot war so niedrig, dass es niemand ernst genommen hat.Man macht ein Angebot „on something“ oder „of“ einer Summe, nicht „for“. |
| proposal/prəˈpəʊzl/ | Vorschlag, Angebot | Send over the proposal and I'll read it on the train.Schick den Vorschlag rüber, ich lese ihn im Zug.Zählbar, anders als das deutsche Wort oft gebraucht: „two proposals“. |
| counteroffer/ˈkaʊntərɒfə/ | Gegenangebot | We put in a counteroffer the same afternoon.Wir haben noch am selben Nachmittag ein Gegenangebot abgegeben.Britisch oft mit Bindestrich „counter-offer“, amerikanisch zusammengeschrieben. |
| ballpark figure/ˈbɔːlpɑːk ˌfɪɡə/ | grober Richtwert | Can you give me a ballpark figure before Friday?Kannst du mir vor Freitag einen groben Richtwert nennen?Kommt vom Baseball und ist ursprünglich amerikanisch, wird in Großbritannien aber verstanden. |
| price reduction/ˈpraɪs rɪˌdʌkʃn/ | Preisnachlass | They offered a small price reduction if we ordered early.Sie haben einen kleinen Preisnachlass angeboten, wenn wir früh bestellen. |
| rebate/ˈriːbeɪt/ | Rückvergütung | There's a rebate at the end of the year if we hit the volume.Am Jahresende gibt es eine Rückvergütung, wenn wir die Menge erreichen.Das Geld fließt zurück, nachdem bezahlt wurde — anders als bei einem Nachlass vorab. |
| bargaining chip/ˈbɑːɡɪnɪŋ tʃɪp/ | Faustpfand, Verhandlungsmasse | Keep the training days as a bargaining chip for later.Heb dir die Schulungstage als Faustpfand für später auf. |
| incentive/ɪnˈsentɪv/ | Anreiz | There's not much incentive to sign now, to be honest.Ehrlich gesagt gibt es wenig Anreiz, jetzt schon zu unterschreiben.Ein Anreiz „to do something“, nie „for doing something“. |
| trade-off/ˈtreɪd ɒf/ | Abwägung, Kompromiss zwischen zwei Zielen | It's a trade-off between speed and cost, as always.Es ist wie immer eine Abwägung zwischen Tempo und Kosten.Ein trade-off besteht „between“ zwei Dingen. |
| deadlock/ˈdedlɒk/ | Blockade, festgefahrene Lage | After three hours we were in complete deadlock.Nach drei Stunden steckten wir völlig fest.Meist unzählbar in dieser Bedeutung: „in deadlock“, nicht „in a deadlock“. |
| stalemate/ˈsteɪlmeɪt/ | Pattsituation | The talks ended in stalemate again.Die Gespräche endeten wieder in einer Pattsituation.Kommt aus dem Schach und klingt etwas gehobener als „deadlock“. |
| sticking point/ˈstɪkɪŋ pɔɪnt/ | Knackpunkt | The only sticking point left is the notice period.Der einzige Knackpunkt ist noch die Kündigungsfrist. |
| escalate/ˈeskəleɪt/ | eine Stufe höher tragen, eskalieren | I'd rather not escalate this to the board.Ich würde das ungern bis zum Vorstand hochtragen.Im Büro meist neutral gemeint: an die nächsthöhere Stelle geben, nicht Streit anheizen. |
| mediator/ˈmiːdieɪtə/ | Vermittler | They brought in a mediator after the second round failed.Nach der zweiten gescheiterten Runde haben sie einen Vermittler geholt. |
| arbitration/ˌɑːbɪˈtreɪʃn/ | Schiedsverfahren | If we can't agree, the contract sends us to arbitration.Wenn wir uns nicht einigen, schickt uns der Vertrag ins Schiedsverfahren.Fachsprache aus dem Vertragsrecht, im Alltag selten. |
| walk away/ˌwɔːk əˈweɪ/ | aussteigen, die Verhandlung abbrechen | At some point you have to be ready to walk away.Irgendwann musst du bereit sein auszusteigen.Man geht „away from a deal“ — die Präposition „from“ gehört dazu, wenn die Sache genannt wird. |
| stakes/steɪks/ | das, was auf dem Spiel steht | The stakes are higher than last year, so nobody's relaxed.Es steht mehr auf dem Spiel als letztes Jahr, deshalb ist niemand entspannt.In dieser Bedeutung immer Plural, dazu die Wendung „at stake“. |
| compromise/ˈkɒmprəmaɪz/ | Kompromiss | We reached a compromise just before lunch.Kurz vor dem Mittagessen haben wir einen Kompromiss gefunden.Als Verb heißt „compromise something“ auch beeinträchtigen oder gefährden. |
| terms/tɜːmz/ | Konditionen, Vertragsbedingungen | The terms haven't changed since the last draft.Die Konditionen haben sich seit dem letzten Entwurf nicht geändert.In dieser Bedeutung nur im Plural; ein „term“ allein ist ein Fachbegriff oder ein Schulhalbjahr. |
| clause/klɔːz/ | Klausel | Have a look at clause seven before you sign.Sieh dir Klausel sieben an, bevor du unterschreibst.Klingt genau wie „claws“ — das au wird zu einem langen o. |
| settlement/ˈsetlmənt/ | Einigung, Vergleich | They agreed a settlement out of court.Sie haben sich außergerichtlich geeinigt.Britisch „agree a settlement“ ohne to, amerikanisch fast immer „agree to a settlement“. |
| waive/weɪv/ | auf etwas verzichten | They waived the setup fee to get the deal done.Sie haben auf die Einrichtungsgebühr verzichtet, um den Abschluss zu bekommen.Klingt genau wie „wave“, hat aber nichts mit Winken zu tun. |
| binding/ˈbaɪndɪŋ/ | verbindlich | Is this quote binding or just an estimate?Ist dieses Angebot verbindlich oder nur eine Schätzung?Verbindlich „on somebody“: „the decision is binding on both sides“. |
| goodwill/ˌɡʊdˈwɪl/ | Entgegenkommen, guter Wille | We did it as a gesture of goodwill, nothing more.Wir haben es als Geste des Entgegenkommens gemacht, mehr nicht.Unzählbar; in der Bilanz bezeichnet dasselbe Wort den Firmenwert. |
| breach/briːtʃ/ | Verstoß, Vertragsbruch | That would be a clear breach of contract.Das wäre ein klarer Vertragsbruch.Immer „a breach of something“, nie „against“. |
Die Wörter im Text
Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.
The room was too warm and the coffee had gone cold. Ravi opened with a proposal that everyone in the room already knew was too ambitious, and the other side's opening offer came back twenty minutes later, just as far from the middle.
For an hour they did nothing but haggle over the price. Ravi's counterpart kept coming back to the same sticking point, the notice period, and by half past eleven the talks were in deadlock. Nobody wanted to walk away, but nobody wanted to concede first either.
It was Ravi's colleague who found the way out. She asked for a ballpark figure for the training days instead of a fixed price, which nobody had thought of, and suddenly there was common ground. The training became a bargaining chip rather than a problem.
After that it moved quickly. The other side offered a small price reduction and a rebate at the end of the year; in return Ravi waived the late delivery penalty as a gesture of goodwill. It was a trade-off, and both sides knew it.
The lawyers rewrote clause seven over lunch. By four o'clock the terms were agreed, the settlement was binding on both companies, and nobody had needed a mediator. Ravi walked out thinking the stakes had felt much bigger at nine in the morning than they did now.
Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.
Worauf du achten musst
Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.
Falsche Freunde3
Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.
- counterpartGegenüber, Amtskollege
Nicht mit „counterpart“ im Sinne von Gegenteil verwechseln — das wäre „opposite“.
- escalateeine Stufe höher tragen, eskalieren
Im Büro meist neutral gemeint: an die nächsthöhere Stelle geben, nicht Streit anheizen.
- compromiseKompromiss
Als Verb heißt „compromise something“ auch beeinträchtigen oder gefährden.
Britisch gegen amerikanisch5
Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.
- leverageDruckmittel, Hebel
Britisch /ˈliːvərɪdʒ/, amerikanisch meist /ˈlevərɪdʒ/ mit kurzem e.
- concessionZugeständnis
Im Freizeitbereich bedeutet „concession“ in Großbritannien auch Ermäßigung, etwa beim Eintritt.
- counterofferGegenangebot
Britisch oft mit Bindestrich „counter-offer“, amerikanisch zusammengeschrieben.
- ballpark figuregrober Richtwert
Kommt vom Baseball und ist ursprünglich amerikanisch, wird in Großbritannien aber verstanden.
- settlementEinigung, Vergleich
Britisch „agree a settlement“ ohne to, amerikanisch fast immer „agree to a settlement“.
Feste Präposition7
Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.
- negotiateverhandeln
Man verhandelt „with somebody“ und „over“ oder „on“ eine Sache, nie „about“.
- opening offerErstangebot
Man macht ein Angebot „on something“ oder „of“ einer Summe, nicht „for“.
- incentiveAnreiz
Ein Anreiz „to do something“, nie „for doing something“.
- trade-offAbwägung, Kompromiss zwischen zwei Zielen
Ein trade-off besteht „between“ zwei Dingen.
- walk awayaussteigen, die Verhandlung abbrechen
Man geht „away from a deal“ — die Präposition „from“ gehört dazu, wenn die Sache genannt wird.
2 weitere in der Tabelle
Zählbar oder nicht5
Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.
- common groundgemeinsame Basis
Unzählbar, also kein „a common ground“ und kein Plural.
- proposalVorschlag, Angebot
Zählbar, anders als das deutsche Wort oft gebraucht: „two proposals“.
- deadlockBlockade, festgefahrene Lage
Meist unzählbar in dieser Bedeutung: „in deadlock“, nicht „in a deadlock“.
- termsKonditionen, Vertragsbedingungen
In dieser Bedeutung nur im Plural; ein „term“ allein ist ein Fachbegriff oder ein Schulhalbjahr.
- goodwillEntgegenkommen, guter Wille
Unzählbar; in der Bilanz bezeichnet dasselbe Wort den Firmenwert.
Verhandeln auf Englisch ist weniger eine Frage des Vokabelumfangs als eine Frage der richtigen zwanzig Wörter. Wer „negotiate“, „concession“ und „terms“ sicher hat, kommt weit; wer sie halb hat, klingt unsicher, und Unsicherheit kostet am Verhandlungstisch mehr als ein Grammatikfehler. Auffällig ist, wie viele der zentralen Begriffe aus dem Bild kommen: Ein „sticking point“ ist wörtlich die Stelle, an der etwas klemmt, ein „deadlock“ ein Schloss, das sich nicht mehr bewegt, und eine „bargaining chip“ ist ein Spielchip, den man setzt oder behält. Diese Bilder helfen beim Behalten, weil sie im Deutschen genauso funktionieren.
Die zweite Hürde sind die festen Verbindungen. Man macht nicht „an offer to somebody about something“, sondern schlicht „an offer on the price“. Man einigt sich „on terms“, nie „about terms“, und man verzichtet auf etwas mit „waive a claim“, nicht mit „waive on“. Wer solche Muster als Ganzes lernt statt Wort für Wort, spart sich später das Rätselraten. Ein Blick in Präpositionen nach Verben lohnt sich hier besonders, weil Verhandlungssprache dicht an Verben mit fester Präposition hängt. Genauso nützlich ist abschwächende Sprache: Im Englischen wird ein hartes Nein fast immer weich verpackt, und wer das nicht mitmacht, wirkt schroffer, als er meint.
Der dritte Punkt ist der Ton. Britisches Verhandlungsenglisch arbeitet mit Understatement: „That could be a little difficult“ heißt oft schlicht nein. Amerikanisches Englisch ist direkter, aber auch dort gilt, dass man Positionen begründet statt behauptet. Praktisch heißt das: Modalverben und Konditionalsätze tragen die halbe Arbeit, siehe If-Sätze Typ 2 und Modalität und Nuancen. Die Wörter unten sind nach dem Ablauf einer Verhandlung geordnet — erst das Gespräch führen, dann über Preise reden, dann durch die Blockade, zuletzt der Abschluss. In dieser Reihenfolge bleiben sie am besten hängen.
Dauerhaft merken
Aufgenommene Wörter verteilt der Trainer über Tage und Wochen. Was sitzt, kommt seltener wieder.
In den Vokabeltrainer aufnehmen
Der Trainer arbeitet mit verteilter Wiederholung: Jedes Wort bekommt ein eigenes Fälligkeitsdatum. Was sitzt, kommt selten wieder — was wackelt, morgen erneut. So bleibt der Aufwand klein und der Wortschatz trotzdem da.
Schnelltest
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Zehn Fragen, eine Minute
Multiple Choice aus diesem Wortfeld. Die falschen Antworten stammen aus derselben Liste — geraten wird also nicht.
Häufige Fragen
- Heißt es „negotiate about“ oder „negotiate on“?
- „Negotiate on“ oder „negotiate over“ ist richtig, „negotiate about“ nicht. Mit Personen steht „with“: „We're negotiating with the supplier on the price.“ Mehr dazu in Präpositionen nach Verben.
- Was ist der Unterschied zwischen „deadlock“ und „stalemate“?
- Beide beschreiben eine festgefahrene Lage. „Deadlock“ ist der Alltagsbegriff im Geschäftsenglisch, „stalemate“ kommt aus dem Schach und klingt eine Spur gehobener. In Zeitungsberichten stehen sie oft nebeneinander.
- Wie sage ich höflich nein, ohne unhöflich zu wirken?
- Britisches Verhandlungsenglisch verpackt Ablehnung fast immer: „That would be difficult for us“ oder „I'm not sure we could make that work“. Wie diese Weichzeichner funktionieren, steht in abschwächende Sprache.
- Ist „leverage“ britisch oder amerikanisch?
- Das Wort gilt in beiden Varianten, nur die Aussprache unterscheidet sich: britisch mit langem i wie in „leaver“, amerikanisch mit kurzem e. Beide werden überall verstanden.
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