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Wortschatz · Beruf und Büro

Vokabeln Verhandlung: 32 englische Wörter für harte Gespräche

Von opening offer bis binding — der Wortschatz, mit dem du am Tisch bestehst, samt britisch-amerikanischer Fallen.
32
Vokabeln
4
Wortgruppen
B2
Niveau
5
Textabschnitte

Die Wörter

EnglishDeutsch
negotiate/nɪˈɡəʊʃieɪt/verhandeln
counterpart/ˈkaʊntəpɑːt/Gegenüber, Amtskollege
leverage/ˈliːvərɪdʒ/Druckmittel, Hebel
common ground/ˌkɒmən ˈɡraʊnd/gemeinsame Basis
concede/kənˈsiːd/einräumen, nachgeben
concession/kənˈseʃn/Zugeständnis
haggle/ˈhæɡl/feilschen
opening offer/ˌəʊpnɪŋ ˈɒfə/Erstangebot
proposal/prəˈpəʊzl/Vorschlag, Angebot
counteroffer/ˈkaʊntərɒfə/Gegenangebot
ballpark figure/ˈbɔːlpɑːk ˌfɪɡə/grober Richtwert
price reduction/ˈpraɪs rɪˌdʌkʃn/Preisnachlass
rebate/ˈriːbeɪt/Rückvergütung
bargaining chip/ˈbɑːɡɪnɪŋ tʃɪp/Faustpfand, Verhandlungsmasse
incentive/ɪnˈsentɪv/Anreiz
trade-off/ˈtreɪd ɒf/Abwägung, Kompromiss zwischen zwei Zielen
deadlock/ˈdedlɒk/Blockade, festgefahrene Lage
stalemate/ˈsteɪlmeɪt/Pattsituation
sticking point/ˈstɪkɪŋ pɔɪnt/Knackpunkt
escalate/ˈeskəleɪt/eine Stufe höher tragen, eskalieren
mediator/ˈmiːdieɪtə/Vermittler
arbitration/ˌɑːbɪˈtreɪʃn/Schiedsverfahren
walk away/ˌwɔːk əˈweɪ/aussteigen, die Verhandlung abbrechen
stakes/steɪks/das, was auf dem Spiel steht
compromise/ˈkɒmprəmaɪz/Kompromiss
terms/tɜːmz/Konditionen, Vertragsbedingungen
clause/klɔːz/Klausel
settlement/ˈsetlmənt/Einigung, Vergleich
waive/weɪv/auf etwas verzichten
binding/ˈbaɪndɪŋ/verbindlich
goodwill/ˌɡʊdˈwɪl/Entgegenkommen, guter Wille
breach/briːtʃ/Verstoß, Vertragsbruch

Die Wörter im Text

Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.

The room was too warm and the coffee had gone cold. Ravi opened with a proposal that everyone in the room already knew was too ambitious, and the other side's opening offer came back twenty minutes later, just as far from the middle.

For an hour they did nothing but haggle over the price. Ravi's counterpart kept coming back to the same sticking point, the notice period, and by half past eleven the talks were in deadlock. Nobody wanted to walk away, but nobody wanted to concede first either.

It was Ravi's colleague who found the way out. She asked for a ballpark figure for the training days instead of a fixed price, which nobody had thought of, and suddenly there was common ground. The training became a bargaining chip rather than a problem.

After that it moved quickly. The other side offered a small price reduction and a rebate at the end of the year; in return Ravi waived the late delivery penalty as a gesture of goodwill. It was a trade-off, and both sides knew it.

The lawyers rewrote clause seven over lunch. By four o'clock the terms were agreed, the settlement was binding on both companies, and nobody had needed a mediator. Ravi walked out thinking the stakes had felt much bigger at nine in the morning than they did now.

Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.

Worauf du achten musst

Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.

Falsche Freunde3

Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.

  • counterpartGegenüber, Amtskollege

    Nicht mit „counterpart“ im Sinne von Gegenteil verwechseln — das wäre „opposite“.

  • escalateeine Stufe höher tragen, eskalieren

    Im Büro meist neutral gemeint: an die nächsthöhere Stelle geben, nicht Streit anheizen.

  • compromiseKompromiss

    Als Verb heißt „compromise something“ auch beeinträchtigen oder gefährden.

Britisch gegen amerikanisch5

Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.

  • leverageDruckmittel, Hebel

    Britisch /ˈliːvərɪdʒ/, amerikanisch meist /ˈlevərɪdʒ/ mit kurzem e.

  • concessionZugeständnis

    Im Freizeitbereich bedeutet „concession“ in Großbritannien auch Ermäßigung, etwa beim Eintritt.

  • counterofferGegenangebot

    Britisch oft mit Bindestrich „counter-offer“, amerikanisch zusammengeschrieben.

  • ballpark figuregrober Richtwert

    Kommt vom Baseball und ist ursprünglich amerikanisch, wird in Großbritannien aber verstanden.

  • settlementEinigung, Vergleich

    Britisch „agree a settlement“ ohne to, amerikanisch fast immer „agree to a settlement“.

Feste Präposition7

Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.

  • negotiateverhandeln

    Man verhandelt „with somebody“ und „over“ oder „on“ eine Sache, nie „about“.

  • opening offerErstangebot

    Man macht ein Angebot „on something“ oder „of“ einer Summe, nicht „for“.

  • incentiveAnreiz

    Ein Anreiz „to do something“, nie „for doing something“.

  • trade-offAbwägung, Kompromiss zwischen zwei Zielen

    Ein trade-off besteht „between“ zwei Dingen.

  • walk awayaussteigen, die Verhandlung abbrechen

    Man geht „away from a deal“ — die Präposition „from“ gehört dazu, wenn die Sache genannt wird.

2 weitere in der Tabelle

Zählbar oder nicht5

Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.

  • common groundgemeinsame Basis

    Unzählbar, also kein „a common ground“ und kein Plural.

  • proposalVorschlag, Angebot

    Zählbar, anders als das deutsche Wort oft gebraucht: „two proposals“.

  • deadlockBlockade, festgefahrene Lage

    Meist unzählbar in dieser Bedeutung: „in deadlock“, nicht „in a deadlock“.

  • termsKonditionen, Vertragsbedingungen

    In dieser Bedeutung nur im Plural; ein „term“ allein ist ein Fachbegriff oder ein Schulhalbjahr.

  • goodwillEntgegenkommen, guter Wille

    Unzählbar; in der Bilanz bezeichnet dasselbe Wort den Firmenwert.

Verhandeln auf Englisch ist weniger eine Frage des Vokabelumfangs als eine Frage der richtigen zwanzig Wörter. Wer „negotiate“, „concession“ und „terms“ sicher hat, kommt weit; wer sie halb hat, klingt unsicher, und Unsicherheit kostet am Verhandlungstisch mehr als ein Grammatikfehler. Auffällig ist, wie viele der zentralen Begriffe aus dem Bild kommen: Ein „sticking point“ ist wörtlich die Stelle, an der etwas klemmt, ein „deadlock“ ein Schloss, das sich nicht mehr bewegt, und eine „bargaining chip“ ist ein Spielchip, den man setzt oder behält. Diese Bilder helfen beim Behalten, weil sie im Deutschen genauso funktionieren.

Die zweite Hürde sind die festen Verbindungen. Man macht nicht „an offer to somebody about something“, sondern schlicht „an offer on the price“. Man einigt sich „on terms“, nie „about terms“, und man verzichtet auf etwas mit „waive a claim“, nicht mit „waive on“. Wer solche Muster als Ganzes lernt statt Wort für Wort, spart sich später das Rätselraten. Ein Blick in Präpositionen nach Verben lohnt sich hier besonders, weil Verhandlungssprache dicht an Verben mit fester Präposition hängt. Genauso nützlich ist abschwächende Sprache: Im Englischen wird ein hartes Nein fast immer weich verpackt, und wer das nicht mitmacht, wirkt schroffer, als er meint.

Der dritte Punkt ist der Ton. Britisches Verhandlungsenglisch arbeitet mit Understatement: „That could be a little difficult“ heißt oft schlicht nein. Amerikanisches Englisch ist direkter, aber auch dort gilt, dass man Positionen begründet statt behauptet. Praktisch heißt das: Modalverben und Konditionalsätze tragen die halbe Arbeit, siehe If-Sätze Typ 2 und Modalität und Nuancen. Die Wörter unten sind nach dem Ablauf einer Verhandlung geordnet — erst das Gespräch führen, dann über Preise reden, dann durch die Blockade, zuletzt der Abschluss. In dieser Reihenfolge bleiben sie am besten hängen.

Dauerhaft merken

Aufgenommene Wörter verteilt der Trainer über Tage und Wochen. Was sitzt, kommt seltener wieder.

In den Vokabeltrainer aufnehmen

Der Trainer arbeitet mit verteilter Wiederholung: Jedes Wort bekommt ein eigenes Fälligkeitsdatum. Was sitzt, kommt selten wieder — was wackelt, morgen erneut. So bleibt der Aufwand klein und der Wortschatz trotzdem da.

Schnelltest

Zehn Fragen aus diesem Wortfeld. Kein Ergebnis wird gespeichert.

Zehn Fragen, eine Minute

Multiple Choice aus diesem Wortfeld. Die falschen Antworten stammen aus derselben Liste — geraten wird also nicht.

Häufige Fragen

Heißt es „negotiate about“ oder „negotiate on“?
„Negotiate on“ oder „negotiate over“ ist richtig, „negotiate about“ nicht. Mit Personen steht „with“: „We're negotiating with the supplier on the price.“ Mehr dazu in Präpositionen nach Verben.
Was ist der Unterschied zwischen „deadlock“ und „stalemate“?
Beide beschreiben eine festgefahrene Lage. „Deadlock“ ist der Alltagsbegriff im Geschäftsenglisch, „stalemate“ kommt aus dem Schach und klingt eine Spur gehobener. In Zeitungsberichten stehen sie oft nebeneinander.
Wie sage ich höflich nein, ohne unhöflich zu wirken?
Britisches Verhandlungsenglisch verpackt Ablehnung fast immer: „That would be difficult for us“ oder „I'm not sure we could make that work“. Wie diese Weichzeichner funktionieren, steht in abschwächende Sprache.
Ist „leverage“ britisch oder amerikanisch?
Das Wort gilt in beiden Varianten, nur die Aussprache unterscheidet sich: britisch mit langem i wie in „leaver“, amerikanisch mit kurzem e. Beide werden überall verstanden.

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