Die Wörter
| English | Deutsch | Beispiel und Hinweis |
|---|---|---|
| neighbour/ˈneɪbə/ | Nachbar, Nachbarin | Our neighbour keeps an eye on the flat when we're away.Unsere Nachbarin schaut nach der Wohnung, wenn wir weg sind.Britisch mit ou, amerikanisch „neighbor“. Das gh bleibt stumm. |
| next door/ˌnekst ˈdɔː/ | nebenan | The family next door has three cats.Die Familie nebenan hat drei Katzen.Ohne Präposition: „She lives next door“, nicht „in next door“. |
| block of flats/ˌblɒk əv ˈflæts/ | Mehrfamilienhaus | There are twelve families in our block of flats.In unserem Mehrfamilienhaus wohnen zwölf Familien.Britisch. Amerikanisch sagt man „apartment building“. |
| terraced house/ˈterəst haʊs/ | Reihenhaus | They bought a small terraced house near the park.Sie haben ein kleines Reihenhaus am Park gekauft.Britisch. Amerikanisch heißt es „row house“ oder „townhouse“. |
| caretaker/ˈkeəteɪkə/ | Hausmeister | Ask the caretaker, he has a spare key.Frag den Hausmeister, er hat einen Ersatzschlüssel.Britisch. Amerikanisch „janitor“ oder „superintendent“. |
| resident/ˈrezɪdənt/ | Bewohner, Anwohner | Only residents can park in this street.In dieser Straße dürfen nur Anwohner parken.Klingt sachlicher als „neighbour“ und steht meist auf Schildern und in Briefen. |
| greet/ɡriːt/ | grüßen | He greets everyone in the stairwell.Er grüßt jeden im Treppenhaus.Im Alltag sagt man eher „say hello to someone“, „greet“ klingt gehobener. |
| wave/weɪv/ | winken | She waved at me from the balcony.Sie hat mir vom Balkon aus zugewinkt.Mit Ziel steht „wave at“ oder „wave to“, nie „wave somebody“. |
| small talk/ˈsmɔːl tɔːk/ | Smalltalk | We made small talk about the weather for two minutes.Wir haben zwei Minuten übers Wetter geplaudert.Unzählbar und mit „make“, nicht mit „do“: „make small talk“. |
| chat/tʃæt/ | plaudern | We chatted at the bins for ten minutes.Wir haben an den Mülltonnen zehn Minuten geplaudert.Auch Substantiv: „We had a quick chat.“ |
| introduce/ˌɪntrəˈdjuːs/ | vorstellen | I introduced myself the day we moved in.Am Einzugstag habe ich mich vorgestellt.Falscher Freund: „introduce“ heißt vorstellen im Sinne von bekannt machen, nicht sich etwas ausdenken. |
| get to know/ˌɡet tə ˈnəʊ/ | kennenlernen | It takes a year to get to know your neighbours.Es dauert ein Jahr, bis man seine Nachbarn kennt.Für den ersten Moment sagt man „meet“, für das langsame Kennenlernen „get to know“. |
| borrow/ˈbɒrəʊ/ | sich ausleihen | Could I borrow your ladder for an hour?Könnte ich mir für eine Stunde deine Leiter ausleihen?Du nimmst. Es heißt „borrow something from somebody“. |
| lend/lend/ | verleihen | He lent me his drill and never asked for it back.Er hat mir seine Bohrmaschine geliehen und nie danach gefragt.Du gibst. Unregelmäßig: lend, lent, lent. |
| favour/ˈfeɪvə/ | Gefallen | Can I ask you a favour?Kann ich dich um einen Gefallen bitten?Britisch mit ou, amerikanisch „favor“. Es heißt „do somebody a favour“. |
| water the plants/ˌwɔːtə ðə ˈplɑːnts/ | die Pflanzen gießen | Would you water the plants while we're away?Würdest du die Pflanzen gießen, solange wir weg sind?Hier ist „water“ ein Verb. Gießen heißt nie „pour“. |
| feed the cat/ˌfiːd ðə ˈkæt/ | die Katze füttern | She feeds the cat when we're on holiday.Sie füttert die Katze, wenn wir im Urlaub sind.„Feed“ ist unregelmäßig: feed, fed, fed. |
| parcel/ˈpɑːsl/ | Paket | The neighbour took in a parcel for us.Die Nachbarin hat ein Paket für uns angenommen.Britisch. Amerikanisch heißt es fast immer „package“. |
| spare key/ˌspeə ˈkiː/ | Ersatzschlüssel | They keep a spare key for us upstairs.Sie bewahren oben einen Ersatzschlüssel für uns auf.„Spare“ heißt übrig oder in Reserve, auch in „spare room“ und „spare time“. |
| help out/ˌhelp ˈaʊt/ | aushelfen | Everyone helps out when someone moves house.Bei einem Umzug hilft hier jeder mit.Trennbar: „help me out“. Mehr dazu bei den Phrasal Verbs. |
| noise/nɔɪz/ | Lärm, Geräusch | There was a lot of noise from the flat above.Aus der Wohnung über uns kam viel Lärm.Meist unzählbar: „a lot of noise“. Ein einzelnes Geräusch ist „a noise“. |
| complain/kəmˈpleɪn/ | sich beschweren | Nobody wants to complain about the neighbours.Niemand beschwert sich gern über die Nachbarn.Immer „complain about something“ und „complain to somebody“. |
| apologise/əˈpɒlədʒaɪz/ | sich entschuldigen | He apologised for the party the next morning.Am nächsten Morgen hat er sich für die Party entschuldigt.Britisch mit s, amerikanisch „apologize“. Immer „apologise for something“. |
| argument/ˈɑːɡjumənt/ | Streit | We could hear an argument through the wall.Durch die Wand war ein Streit zu hören.Falscher Freund: meist Streit, nicht Argument. Das deutsche Argument ist ein „point“. |
| bin/bɪn/ | Mülltonne | The bins are emptied on Thursdays.Die Mülltonnen werden donnerstags geleert.Britisch. Amerikanisch „trash can“ oder „garbage can“. |
| rubbish/ˈrʌbɪʃ/ | Müll | Someone left their rubbish in the hallway again.Jemand hat wieder seinen Müll im Flur stehen lassen.Britisch und unzählbar. Amerikanisch „trash“ oder „garbage“. |
| annoy/əˈnɔɪ/ | ärgern, stören | The barking really annoys my flatmate.Das Bellen stört meinen Mitbewohner wirklich.„Annoyed“ heißt verärgert, „annoying“ heißt nervig. Die Endungen nicht vertauschen. |
| polite/pəˈlaɪt/ | höflich | A polite note works better than a knock at midnight.Ein höflicher Zettel wirkt besser als ein Klopfen um Mitternacht.Betonung auf der zweiten Silbe, das i klingt wie in „light“. |
| quiet/ˈkwaɪət/ | leise, ruhig | After eleven the whole building goes quiet.Nach elf wird das ganze Haus ruhig.Nicht mit „quite“ verwechseln, das ziemlich heißt und anders klingt. |
| get on with/ˌɡet ˈɒn wɪð/ | gut auskommen mit | We get on with everyone except the man on the top floor.Mit allen kommen wir gut aus, nur nicht mit dem Mann ganz oben.Britisch. Amerikanisch sagt man „get along with“. |
Die Wörter im Text
Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.
When Nina moved into the block of flats, she introduced herself to the family next door on the first evening. They chatted for ten minutes about the bins, the caretaker and the parking. It was small talk, but it made the following months much easier.
Two weeks later she needed a favour. Her holiday started on a Monday, and someone had to water the plants and feed the cat. Her neighbour said yes at once and took a spare key.
In return, Nina took in a parcel now and then, and once she lent the family a drill. She also learned to borrow things herself, which she had always found harder than helping out.
Not everything was quiet. The flat above hers had an argument most Sundays, and the noise came straight through the ceiling. Nina did not want to complain, so she waited.
In the end she wrote a short, polite note and put it under the door. The next morning the man apologised in the stairwell and said the television had been too loud. Since then they wave when they meet, and Nina gets on with almost everyone in the building.
Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.
Worauf du achten musst
Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.
Falsche Freunde2
Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.
- introducevorstellen
Falscher Freund: „introduce“ heißt vorstellen im Sinne von bekannt machen, nicht sich etwas ausdenken.
- argumentStreit
Falscher Freund: meist Streit, nicht Argument. Das deutsche Argument ist ein „point“.
Britisch gegen amerikanisch10
Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.
- neighbourNachbar, Nachbarin
Britisch mit ou, amerikanisch „neighbor“. Das gh bleibt stumm.
- block of flatsMehrfamilienhaus
Britisch. Amerikanisch sagt man „apartment building“.
- terraced houseReihenhaus
Britisch. Amerikanisch heißt es „row house“ oder „townhouse“.
- caretakerHausmeister
Britisch. Amerikanisch „janitor“ oder „superintendent“.
- favourGefallen
Britisch mit ou, amerikanisch „favor“. Es heißt „do somebody a favour“.
5 weitere in der Tabelle
Feste Präposition4
Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.
- next doornebenan
Ohne Präposition: „She lives next door“, nicht „in next door“.
- wavewinken
Mit Ziel steht „wave at“ oder „wave to“, nie „wave somebody“.
- borrowsich ausleihen
Du nimmst. Es heißt „borrow something from somebody“.
- complainsich beschweren
Immer „complain about something“ und „complain to somebody“.
Zählbar oder nicht2
Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.
- small talkSmalltalk
Unzählbar und mit „make“, nicht mit „do“: „make small talk“.
- noiseLärm, Geräusch
Meist unzählbar: „a lot of noise“. Ein einzelnes Geräusch ist „a noise“.
Nachbarschaft ist ein Wortfeld, in dem man mit wenigen Wörtern weit kommt, weil sich fast alles um drei Situationen dreht: kurz grüßen, um einen Gefallen bitten und einmal höflich sagen, dass etwas zu laut ist. Für die erste Situation reicht oft ein „Morning“ im Vorbeigehen. Für die zweite brauchst du „borrow“ und „lend“, und genau da geht es schief. „Borrow“ heißt sich etwas ausleihen, du bist also der Nehmende. „Lend“ heißt jemandem etwas leihen, du bist der Gebende. Im Deutschen deckt „leihen“ beide Richtungen ab, im Englischen musst du dich entscheiden, bevor du den Satz anfängst.
Die zweite Falle ist die Schreibung. Britisch schreibt man „neighbour“ mit ou, amerikanisch „neighbor“. Dasselbe gilt für „favour“ und „favor“. Beides wird gleich gesprochen, aber in einer Nachricht an den Vermieter sieht die falsche Variante schnell nach Unaufmerksamkeit aus. Ähnlich verhält es sich bei „apologise“ und „apologize“ oder bei „rubbish“ gegen „garbage“. Wenn du dich für eine Variante entscheidest, bleib in einem Text dabei.
Der dritte Punkt ist der Ton. Beschwerden klingen im Englischen indirekter als im Deutschen. Statt „Das ist zu laut“ sagt man „I'm sorry to bother you, but the music is a bit loud.“ Das „a bit“ und das „sorry“ sind keine Höflichkeitsfloskeln, sondern tragen die halbe Botschaft. Wer sie weglässt, wirkt schärfer, als er es meint. Die Formen dazu findest du bei den Modalverben, weil „could“ und „would“ hier fast jeden Satz weicher machen. Für die feste Verbindung „complain about“ hilft ein Blick auf die Präpositionen nach Verben, und für kurze Gespräche an der Tür lohnt sich das Simple Present.
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Häufige Fragen
- Wann sage ich borrow und wann lend?
- „Borrow“ nimmst du: „Can I borrow your drill?“ „Lend“ gibst du: „I lent him my drill.“ Merke dir die Richtung, das Deutsche hilft hier nicht weiter.
- Schreibt man neighbour oder neighbor?
- Britisch mit ou, amerikanisch ohne. Dasselbe Muster gilt für „favour“, „colour“ und „behaviour“. Mehr dazu bei der britisch-amerikanischen Grammatik.
- Wie beschwere ich mich, ohne unhöflich zu klingen?
- Mit einer Entschuldigung anfangen und abschwächen: „Sorry to bother you, but the music is a bit loud.“ Die passenden Formen findest du bei abschwächender Sprache.
- Heißt argument dasselbe wie Argument?
- Meistens nicht. „An argument“ ist im Alltag ein Streit. Ein sachliches Argument nennst du „a point“ oder „an argument in favour of something“ im förmlichen Text.
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35 Wörter
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