Die Wörter
| English | Deutsch | Beispiel und Hinweis |
|---|---|---|
| border/ˈbɔːdə/ | Grenze | We reached the border just after midnight.Wir haben die Grenze kurz nach Mitternacht erreicht.Nicht zu verwechseln mit „boarder“, dem Internatsschüler — gleich gesprochen, andere Bedeutung. |
| border crossing/ˈbɔːdə ˌkrɒsɪŋ/ | Grenzübergang | The next border crossing is forty kilometres north.Der nächste Grenzübergang liegt vierzig Kilometer nördlich.Bezeichnet den Ort. Der Vorgang heißt „crossing the border“. |
| checkpoint/ˈtʃekpɔɪnt/ | Kontrollstelle | There was a queue of lorries at the checkpoint.An der Kontrollstelle stand eine Schlange Lastwagen.Klingt amtlicher als „control“. „Control“ allein meint im Englischen Steuerung, nicht Kontrolle. |
| border post/ˈbɔːdə pəʊst/ | Grenzposten | The border post was closed until six.Der Grenzposten war bis sechs geschlossen.Meint das Gebäude samt Personal, nicht den Grenzpfahl. |
| border guard/ˈbɔːdə ɡɑːd/ | Grenzbeamter, Grenzbeamtin | A border guard waved us through without a word.Ein Grenzbeamter winkte uns wortlos durch.In den USA hört man häufiger „border agent“ oder „border patrol“. |
| to enter/ˈentə/ | einreisen, betreten | You entered the country on the fourth, is that right?Sie sind am Vierten eingereist, stimmt das?Ohne Präposition: „enter the country“, nie „enter into the country“. |
| land border/ˈlænd ˌbɔːdə/ | Landgrenze | They only have one land border on the whole island.Sie haben auf der ganzen Insel nur eine Landgrenze.Betonung auf „land“, weil es die Art der Grenze bestimmt. |
| passport control/ˈpɑːspɔːt kənˌtrəʊl/ | Passkontrolle | Passport control took twenty minutes.Die Passkontrolle hat zwanzig Minuten gedauert.Britisch /ˈpɑːspɔːt/ mit langem a, amerikanisch /ˈpæspɔːrt/. |
| identity card/aɪˈdentəti kɑːd/ | Personalausweis | He handed over an identity card instead of a passport.Er reichte einen Personalausweis statt eines Passes hinüber.Im Alltag fast immer zu „ID card“ verkürzt, gesprochen /ˌaɪ ˈdiː/. |
| residence permit/ˈrezɪdəns ˌpɜːmɪt/ | Aufenthaltserlaubnis | She showed her residence permit and they stopped asking.Sie zeigte ihre Aufenthaltserlaubnis, und sie hörten auf zu fragen.Als Nomen liegt die Betonung auf „per“, als Verb „to permit“ auf „mit“. |
| entry stamp/ˈentri stæmp/ | Einreisestempel | There's no entry stamp on this page.Auf dieser Seite ist kein Einreisestempel.„Stamp“ ist auch die Briefmarke — der Zusammenhang klärt es. |
| immigration/ˌɪmɪˈɡreɪʃn/ | Passkontrolle bei der Einreise | Immigration took longer than the flight itself.Die Passkontrolle hat länger gedauert als der Flug selbst.Am Flughafen ist damit der Schalter gemeint, nicht das Thema Zuwanderung. |
| to inspect/ɪnˈspekt/ | prüfen, in Augenschein nehmen | They inspected every page of the document.Sie haben jede Seite des Dokuments geprüft.Förmlicher als „to check“ und typisch für Aushänge und Formulare. |
| random check/ˈrændəm tʃek/ | Stichprobe | It was just a random check, they said.Es sei nur eine Stichprobe, sagten sie.„Random“ heißt zufällig ausgewählt, nicht willkürlich im wertenden Sinn. |
| to declare/dɪˈkleə/ | anmelden, deklarieren | Do you have anything to declare?Haben Sie etwas anzumelden?Hier nie „to explain“ — „declare“ meint das amtliche Angeben von Waren. |
| nothing to declare/ˌnʌθɪŋ tə dɪˈkleə/ | nichts anzumelden | We followed the green sign for nothing to declare.Wir sind dem grünen Schild für „nichts anzumelden“ gefolgt.Steht auf dem grünen Ausgang; der rote heißt „goods to declare“. |
| customs officer/ˈkʌstəmz ˌɒfɪsə/ | Zollbeamter, Zollbeamtin | A customs officer asked us to open the boot.Ein Zollbeamter bat uns, den Kofferraum zu öffnen.„Customs“ steht immer im Plural; „a custom“ allein ist ein Brauch. |
| duty/ˈdjuːti/ | Zollabgabe | There's duty to pay on anything above that value.Auf alles über diesem Wert fällt eine Zollabgabe an.Britisch mit /dj/ gesprochen, amerikanisch eher /ˈduːti/. |
| allowance/əˈlaʊəns/ | Freigrenze, Freimenge | Two bottles is within the allowance.Zwei Flaschen liegen innerhalb der Freimenge.Dasselbe Wort meint anderswo das Taschengeld — der Zusammenhang entscheidet. |
| goods/ɡʊdz/ | Waren | These goods were bought outside the country.Diese Waren wurden außerhalb des Landes gekauft.Nur im Plural, mit Verb im Plural: „the goods were“, nie „was“. |
| to import/ɪmˈpɔːt/ | einführen | They import most of the fruit by lorry.Sie führen das meiste Obst mit dem Lastwagen ein.Verb auf der zweiten Silbe betont, das Nomen „an import“ auf der ersten. |
| to export/ɪkˈspɔːt/ | ausführen | The company exports to eleven countries.Die Firma führt in elf Länder aus.Gleiche Betonungsregel wie bei „import“: Verb hinten, Nomen vorne. |
| restricted/rɪˈstrɪktɪd/ | beschränkt, nur eingeschränkt zulässig | Some plants are restricted rather than banned.Manche Pflanzen sind beschränkt, nicht verboten.Schwächer als „prohibited“: erlaubt, aber an Bedingungen geknüpft. |
| prohibited/prəˈhɪbɪtɪd/ | verboten | The list of prohibited items is on the wall.Die Liste der verbotenen Gegenstände hängt an der Wand.Amtssprache. Im Gespräch sagt man eher „you can't take that“. |
| to confiscate/ˈkɒnfɪskeɪt/ | einziehen, beschlagnahmen | They confiscated the knife at security.Sie haben das Messer bei der Sicherheitskontrolle eingezogen.Betonung ganz vorne auf „con“. |
| fine/faɪn/ | Geldstrafe | He was given a fine of two hundred euros.Er hat eine Geldstrafe von zweihundert Euro bekommen.Nichts mit „fein“ zu tun. Als Adjektiv heißt „fine“ in Ordnung. |
| smuggling/ˈsmʌɡlɪŋ/ | Schmuggel | The report was about smuggling across the river.Der Bericht handelte vom Schmuggel über den Fluss.Unzählbar. Eine einzelne Tat wäre „a smuggling case“. |
| to search/sɜːtʃ/ | durchsuchen | They searched the whole vehicle twice.Sie haben das ganze Fahrzeug zweimal durchsucht.„Search a bag“ heißt durchsuchen, „search for something“ heißt suchen nach. |
| offence/əˈfens/ | Ordnungswidrigkeit, Straftat | That counts as an offence under the rules here.Das gilt nach den hiesigen Regeln als Verstoß.Britisch „offence“, amerikanisch „offense“. |
Die Wörter im Text
Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.
The coach reached the border at half past four in the morning. A barrier came down in front of us, and a border guard walked slowly along the row of windows with a torch. Nobody said anything for a while.
At the checkpoint we all got out with our documents. Immigration was one desk and one very tired officer, who inspected each passport, looked for the entry stamp and asked two people about a visa. My neighbour showed a residence permit and an identity card, and that was that.
The second room belonged to customs. A customs officer explained that this was a random check and that the goods in the hold would be inspected. He pointed at a laminated sheet on the wall listing prohibited and restricted items, and said the word duty three times.
Two students in front of me had nothing to declare and were through in a minute. A man with four boxes of tea was over his allowance, which meant a form, a signature and a small fine. He kept saying he had not meant to import anything.
Nobody searched my bag, and the word smuggling never came up. By six we were rolling again, past the last land border sign and a lorry park where somebody was still trying to explain what he wanted to export. It is a short walk from a paperwork problem to an offence, and everyone on that coach seemed to know it.
Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.
Worauf du achten musst
Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.
Falsche Freunde4
Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.
- checkpointKontrollstelle
Klingt amtlicher als „control“. „Control“ allein meint im Englischen Steuerung, nicht Kontrolle.
- to declareanmelden, deklarieren
Hier nie „to explain“ — „declare“ meint das amtliche Angeben von Waren.
- customs officerZollbeamter, Zollbeamtin
„Customs“ steht immer im Plural; „a custom“ allein ist ein Brauch.
- fineGeldstrafe
Nichts mit „fein“ zu tun. Als Adjektiv heißt „fine“ in Ordnung.
Britisch gegen amerikanisch4
Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.
- border guardGrenzbeamter, Grenzbeamtin
In den USA hört man häufiger „border agent“ oder „border patrol“.
- passport controlPasskontrolle
Britisch /ˈpɑːspɔːt/ mit langem a, amerikanisch /ˈpæspɔːrt/.
- dutyZollabgabe
Britisch mit /dj/ gesprochen, amerikanisch eher /ˈduːti/.
- offenceOrdnungswidrigkeit, Straftat
Britisch „offence“, amerikanisch „offense“.
Feste Präposition2
Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.
- to entereinreisen, betreten
Ohne Präposition: „enter the country“, nie „enter into the country“.
- to searchdurchsuchen
„Search a bag“ heißt durchsuchen, „search for something“ heißt suchen nach.
Zählbar oder nicht2
Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.
- goodsWaren
Nur im Plural, mit Verb im Plural: „the goods were“, nie „was“.
- smugglingSchmuggel
Unzählbar. Eine einzelne Tat wäre „a smuggling case“.
An der Grenze wird ein sehr enger Wortschatz benutzt, dafür aber immer derselbe. Wer die dreißig Ausdrücke kennt, versteht praktisch jede Frage, die dort gestellt wird — und das sind erstaunlich wenige. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Menge, sondern darin, dass mehrere Wörter im Deutschen anders klingen, als sie im Englischen gemeint sind. „Customs“ ist der Zoll als Behörde, „duty“ die Abgabe, die man zahlt, und „a fine“ ist die Geldstrafe, nicht etwa etwas Feines. Wer diese drei auseinanderhält, hat den größten Teil der Verwechslungsgefahr hinter sich.
Ein zweiter Punkt ist der Unterschied zwischen den beiden Kontrollen, die man an einem Flughafen hintereinander durchläuft. „Immigration“ prüft die Person und ihre Papiere, „customs“ prüft die Waren. Im Deutschen fällt für beides oft einfach das Wort Grenzkontrolle, im Englischen sind es zwei getrennte Bereiche mit eigenen Schaltern und eigenen Ausdrücken. Der Satz „nothing to declare“ steht deshalb nie bei der Passkontrolle, sondern am grünen Ausgang. Weil dort viel in Fragen gearbeitet wird, lohnt vorher ein Blick auf indirekte Fragen — höfliche Rückfragen klingen sonst schnell schroff.
Die dritte Hürde sind die Verben. „To declare“ heißt anmelden, „to inspect“ prüfen, „to confiscate“ einziehen, „to search“ durchsuchen. Viele davon stehen in Formularen und Aushängen im Passiv: „All bags may be searched“, „Goods will be inspected“. Wer die Passivformen sicher liest, versteht die Schilder auf Anhieb; die Grundlagen stehen in der Lektion zum Passiv. Und weil es an Grenzen häufig um Möglichkeiten und Erlaubnis geht — „you may bring“, „you must declare“ —, hilft die Übersicht der Modalverben. Die Liste unten bleibt reiner Wortschatz: Sie erklärt, was die Begriffe heißen, nicht wie man sich verhalten soll.
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Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen „immigration“ und „customs“?
- „Immigration“ prüft Personen und Papiere, „customs“ prüft Waren. An größeren Flughäfen sind das zwei getrennte Stationen hintereinander.
- Warum heißt es „customs“ und nicht „custom“?
- Der Zoll steht im Englischen immer im Plural. „A custom“ im Singular ist ein Brauch oder eine Gewohnheit.
- Wie unterscheiden sich „restricted“ und „prohibited“?
- „Prohibited“ heißt schlicht verboten. „Restricted“ heißt, dass etwas grundsätzlich möglich ist, aber nur unter Bedingungen oder bis zu einer bestimmten Menge.
- Warum stehen so viele Schilder im Passiv?
- Amtliche Texte nennen selten den Handelnden, deshalb heißt es „bags may be searched“ statt „we search bags“. Die Formen erklärt der Passiv-Überblick.
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