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Wortschatz · Gesellschaft und Politik

Vokabeln Soziale Medien — 32 englische Wörter fürs Netz

Profil, Beitrag, Reichweite, Umgangston — die Gattungsbegriffe der sozialen Netzwerke auf Englisch.
34
Vokabeln
4
Wortgruppen
B1
Niveau
6
Textabschnitte

Die Wörter

EnglishDeutsch
profile/ˈprəʊfaɪl/Profil
profile picture/ˈprəʊfaɪl pɪktʃə/Profilbild
bio/ˈbaɪəʊ/Kurzbeschreibung im Profil
avatar/ˈævətɑː/Bildzeichen, Nutzerbild
username/ˈjuːzəneɪm/Benutzername
social media handle/ˌsəʊʃl ˈmiːdiə hændl/Nutzername mit At-Zeichen
follower/ˈfɒləʊə/Abonnentin, Abonnent
to follow/ˈfɒləʊ/abonnieren, folgen
to unfollow/ˌʌnˈfɒləʊ/nicht mehr folgen
post/pəʊst/Beitrag
to post/pəʊst/veröffentlichen, posten
news feed/ˈnjuːz fiːd/Beitragsstrom
story/ˈstɔːri/Kurzbeitrag auf Zeit
hashtag/ˈhæʃtæɡ/Schlagwort mit Rautezeichen
comment thread/ˈkɒment θred/Kommentarstrang
direct message/dəˌrekt ˈmesɪdʒ/Direktnachricht
emoji/ɪˈməʊdʒi/Bildzeichen
to like/laɪk/mit Gefällt-mir versehen
comment/ˈkɒment/Kommentar
to share/ʃeə/teilen, weitergeben
to tag/tæɡ/markieren, verlinken
mention/ˈmenʃn/Erwähnung
engagement/ɪnˈɡeɪdʒmənt/Beteiligung, Interaktion
impressions/ɪmˈpreʃnz/Sichtkontakte, Einblendungen
notification/ˌnəʊtɪfɪˈkeɪʃn/Benachrichtigung
to go viral/ɡəʊ ˈvaɪrəl/sich rasend verbreiten
to block/blɒk/blockieren, sperren
to mute/mjuːt/stummschalten
to report/rɪˈpɔːt/melden
troll/trɒl/Stänkerer, Stänkerin
clickbait/ˈklɪkbeɪt/Lockangebot, reißerische Überschrift
echo chamber/ˈekəʊ tʃeɪmbə/Echokammer
screen time/ˈskriːn taɪm/Bildschirmzeit
influencer/ˈɪnfluənsə/Meinungsmacherin, Meinungsmacher

Die Wörter im Text

Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.

Priya set up an account for her bakery in January and had no plan beyond posting pictures of bread. She wrote three lines in her bio, picked a profile picture of the shop front, and chose a username short enough to say out loud.

For two months almost nothing happened. Twelve followers, most of them family. Then one Saturday she put up a post about a loaf that had gone badly wrong, with one hashtag and no attempt to look professional, and the comment thread filled up before she had closed the shop.

It didn't quite go viral, but the numbers moved. Forty thousand impressions, four hundred people who chose to like it, and a few dozen who took the trouble to share it. Her engagement, whatever the word really means, went up and stayed up.

With that came the other side. One troll turned up in every comment, someone rewrote her line as clickbait on another site, and a stranger sent a direct message at midnight asking for free bread. She learned to block quickly and to mute the rest.

Her news feed had turned into work. Every mention pinged, every notification pulled her back, and her screen time doubled. So she started to unfollow anything that wasn't a person she knew, and she stopped answering after seven in the evening.

A year on, the bakery is busier and Priya is calmer. She still uses one story a week, still lets people tag her in photos of their breakfast, and still refuses to report anyone before she has slept on it. Her profile says baker, not influencer.

Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.

Worauf du achten musst

Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.

Falsche Freunde4

Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.

  • followerAbonnentin, Abonnent

    Nicht Verfolger. Wer dir folgt, ist neutral gemeint.

  • comment threadKommentarstrang

    „Thread“ heißt sonst Faden — hier die Kette zusammenhängender Beiträge.

  • engagementBeteiligung, Interaktion

    Dasselbe Wort heißt auch Verlobung — im Netz aber die Interaktion.

  • impressionsSichtkontakte, Einblendungen

    Falscher Freund: nicht Eindrücke im Sinne von Erlebnissen, sondern gezählte Anzeigen.

Britisch gegen amerikanisch4

Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.

  • profileProfil

    BE betont die erste Silbe /ˈprəʊfaɪl/, AE spricht das o kürzer.

  • postBeitrag

    Im BE heißt „post“ auch die Post. Der Zusammenhang klärt es meist sofort.

  • storyKurzbeitrag auf Zeit

    AE nennt dasselbe Wort auch die Etage eines Hauses, BE schreibt dafür „storey“.

  • hashtagSchlagwort mit Rautezeichen

    Das Zeichen selbst heißt BE „hash“, AE „pound sign“.

Feste Präposition8

Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.

  • to followabonnieren, folgen

    Ohne Präposition: „follow her“, nicht „follow to her“.

  • to postveröffentlichen, posten

    Feste Verbindungen: „post about something“ und „post on a platform“.

  • commentKommentar

    Als Verb mit „on“: „comment on a post“, nie „comment a post“.

  • to shareteilen, weitergeben

    Feste Verbindung: „share something with someone“, mit „with“.

  • to tagmarkieren, verlinken

    Feste Verbindung: „tag someone in a photo“, mit „in“.

3 weitere in der Tabelle

Zählbar oder nicht2

Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.

  • clickbaitLockangebot, reißerische Überschrift

    Unzählbar: kein „clickbaits“.

  • screen timeBildschirmzeit

    Unzählbar, wie „time“ selbst.

Über soziale Netzwerke reden wir im Deutschen schon halb auf Englisch, und genau das macht die Sache trügerisch. Viele Wörter sind da, aber sie sitzen anders. Ein „post“ ist der Beitrag, „to post“ das Verb dazu; im Deutschen sagt man posten und meint dasselbe. Ein „thread“ ist eine Kette zusammenhängender Beiträge, nicht bloß ein Faden. Und ein „follower“ folgt dir, ohne dass du ihn kennst — das deutsche Wort Verfolger führt hier in die Irre. Diese Seite sammelt die Gattungsbegriffe, die überall gleich funktionieren, ohne dass eine bestimmte Anwendung genannt werden muss.

Auffällig sind die Verben. Fast alle stammen aus dem Alltag und haben eine zweite Bedeutung dazubekommen: „to follow“, „to share“, „to like“, „to tag“, „to block“, „to mute“. Wer sie im Netz benutzt, braucht keine neue Grammatik, sondern nur das Gespür, wann die alte Bedeutung mitschwingt. Dazu kommen die festen Verbindungen: Man postet „on“ einer Plattform und „about“ ein Thema, man antwortet „to“ einem Kommentar, und man blockiert jemanden schlicht ohne Präposition. Diese kleinen Wörter sind die häufigste Fehlerquelle, und sie stehen gesammelt unter Präpositionen nach Verben.

Der dritte Punkt ist der Ton. Sprache im Netz ist knapper und direkter als in einer Mail, aber sie ist nicht regellos. „Cheers“ statt „best regards“, ganze Sätze werden zu halben, und Kurzformen mit Apostroph sind die Norm: „I've seen it“, „that doesn't help“. Gleichzeitig ist das, was du schreibst, öffentlich und bleibt es. Wer Streitgespräche im Netz auf Englisch führt, sollte den Unterschied zwischen deutlich und verletzend kennen — dazu passt die Lektion zur abschwächenden Sprache. Und weil Beiträge oft von anderen weitergegeben werden, begegnet dir dort viel Passiv: das Passiv im Überblick.

Dauerhaft merken

Aufgenommene Wörter verteilt der Trainer über Tage und Wochen. Was sitzt, kommt seltener wieder.

In den Vokabeltrainer aufnehmen

Der Trainer arbeitet mit verteilter Wiederholung: Jedes Wort bekommt ein eigenes Fälligkeitsdatum. Was sitzt, kommt selten wieder — was wackelt, morgen erneut. So bleibt der Aufwand klein und der Wortschatz trotzdem da.

Schnelltest

Zehn Fragen aus diesem Wortfeld. Kein Ergebnis wird gespeichert.

Zehn Fragen, eine Minute

Multiple Choice aus diesem Wortfeld. Die falschen Antworten stammen aus derselben Liste — geraten wird also nicht.

Häufige Fragen

Heißt es „comment a post“?
Nein, „comment on a post“. Ähnlich: „reply to a comment“, „post about something“, „share something with someone“. Diese festen Verbindungen stehen unter Präpositionen nach Verben.
Was ist der Unterschied zwischen „block“ und „mute“?
„Block“ trennt die Verbindung ganz und ist meist sichtbar. „Mute“ blendet die Beiträge für dich aus, ohne dass die andere Person etwas merkt — die leisere Lösung.
Sagt man „a like“ auch als Substantiv?
Ja: „the post got two hundred likes“. Das Verb bleibt daneben bestehen, und beide Formen sind völlig normales Englisch, auch in Zeitungen.
Wie höflich schreibt man im Netz auf Englisch?
Knapper als in einer Mail, aber nicht schroff. Kurzformen wie „I've“ und „don't“ sind normal, Abschwächungen wie „I'd say“ oder „maybe“ nehmen Schärfe heraus. Mehr dazu unter abschwächende Sprache.

Weitere Wortfelder

Alle Wortfelder findest du in der Übersicht.