Die Wörter
| English | Deutsch | Beispiel und Hinweis |
|---|---|---|
| profile/ˈprəʊfaɪl/ | Profil | Her profile says she lives in Bristol, which she doesn't.In ihrem Profil steht, sie wohne in Bristol, was nicht stimmt.BE betont die erste Silbe /ˈprəʊfaɪl/, AE spricht das o kürzer. |
| profile picture/ˈprəʊfaɪl pɪktʃə/ | Profilbild | He's had the same profile picture since about 2014.Er hat seit ungefähr 2014 dasselbe Profilbild.Im Gespräch oft abgekürzt zu „profile pic“ oder „pfp“. |
| bio/ˈbaɪəʊ/ | Kurzbeschreibung im Profil | Put the link in your bio and stop repeating it in every post.Setz den Link in deine Kurzbeschreibung und wiederhol ihn nicht in jedem Beitrag.Kurzform von „biography“, wird aber /ˈbaɪəʊ/ gesprochen, nicht „bijo“. |
| avatar/ˈævətɑː/ | Bildzeichen, Nutzerbild | My avatar is a badly drawn cat and I'm keeping it.Mein Nutzerbild ist eine schlecht gezeichnete Katze, und die behalte ich.Betonung auf der ersten Silbe: AV-a-tar. |
| username/ˈjuːzəneɪm/ | Benutzername | I can never remember which username I used there.Ich weiß nie mehr, welchen Benutzernamen ich dort verwendet habe. |
| social media handle/ˌsəʊʃl ˈmiːdiə hændl/ | Nutzername mit At-Zeichen | Send me your social media handle and I'll find you.Schick mir deinen Nutzernamen mit At-Zeichen, dann finde ich dich.Kurz einfach „handle“. Meint den öffentlichen Namen mit @, nicht den Anmeldenamen. |
| follower/ˈfɒləʊə/ | Abonnentin, Abonnent | She lost about two hundred followers overnight and slept fine.Sie hat über Nacht etwa zweihundert Abonnenten verloren und trotzdem gut geschlafen.Nicht Verfolger. Wer dir folgt, ist neutral gemeint. |
| to follow/ˈfɒləʊ/ | abonnieren, folgen | I only follow people I've actually met.Ich abonniere nur Leute, die ich tatsächlich getroffen habe.Ohne Präposition: „follow her“, nicht „follow to her“. |
| to unfollow/ˌʌnˈfɒləʊ/ | nicht mehr folgen | Just unfollow him, it's not a public statement.Folg ihm einfach nicht mehr, das ist keine öffentliche Erklärung.Die Vorsilbe un- baut hier ein neues Verb: unfollow, unsubscribe, unsend. |
| post/pəʊst/ | Beitrag | That post has been up for an hour and already there's an argument.Dieser Beitrag steht seit einer Stunde online, und es gibt schon Streit.Im BE heißt „post“ auch die Post. Der Zusammenhang klärt es meist sofort. |
| to post/pəʊst/ | veröffentlichen, posten | Don't post that until you've slept on it.Poste das erst, wenn du eine Nacht darüber geschlafen hast.Feste Verbindungen: „post about something“ und „post on a platform“. |
| news feed/ˈnjuːz fiːd/ | Beitragsstrom | My news feed is nothing but dogs and weather now.In meinem Beitragsstrom kommen inzwischen nur noch Hunde und Wetter vor.Oft nur „feed“. Als Verb heißt „to feed“ füttern — anderes Wort, gleicher Klang. |
| story/ˈstɔːri/ | Kurzbeitrag auf Zeit | It was in her story yesterday, so it's gone by now.Es war gestern in ihrem Kurzbeitrag, also ist es inzwischen weg.AE nennt dasselbe Wort auch die Etage eines Hauses, BE schreibt dafür „storey“. |
| hashtag/ˈhæʃtæɡ/ | Schlagwort mit Rautezeichen | Two hashtags is plenty, ten looks desperate.Zwei Schlagwörter reichen, zehn wirken verzweifelt.Das Zeichen selbst heißt BE „hash“, AE „pound sign“. |
| comment thread/ˈkɒment θred/ | Kommentarstrang | The comment thread went off the rails around the fourth reply.Der Kommentarstrang entgleiste ungefähr ab der vierten Antwort.„Thread“ heißt sonst Faden — hier die Kette zusammenhängender Beiträge. |
| direct message/dəˌrekt ˈmesɪdʒ/ | Direktnachricht | Send me a direct message rather than writing it under the post.Schick mir eine Direktnachricht, statt es unter den Beitrag zu schreiben.Wird zu „DM“ abgekürzt und auch als Verb benutzt: „DM me“. |
| emoji/ɪˈməʊdʒi/ | Bildzeichen | One emoji in a work message is fine, five is not.Ein Bildzeichen in einer Arbeitsnachricht geht, fünf nicht.Plural „emoji“ oder „emojis“ — beides gilt. Nicht verwandt mit „emotion“. |
| to like/laɪk/ | mit Gefällt-mir versehen | He liked my photo at two in the morning, which says something.Er hat mein Foto um zwei Uhr nachts mit Gefällt-mir versehen, was einiges sagt.Hier immer mit Objekt: „like a post“. Ohne Objekt bleibt es das gewöhnliche mögen. |
| comment/ˈkɒment/ | Kommentar | The top comment is funnier than the video.Der oberste Kommentar ist witziger als das Video.Als Verb mit „on“: „comment on a post“, nie „comment a post“. |
| to share/ʃeə/ | teilen, weitergeben | Feel free to share it, just leave my name on it.Teil es gern, lass nur meinen Namen dran.Feste Verbindung: „share something with someone“, mit „with“. |
| to tag/tæɡ/ | markieren, verlinken | Please don't tag me in that photo.Bitte markier mich nicht auf diesem Foto.Feste Verbindung: „tag someone in a photo“, mit „in“. |
| mention/ˈmenʃn/ | Erwähnung | I get a notification for every mention, which is too many.Ich bekomme für jede Erwähnung eine Benachrichtigung, und das sind zu viele.Als Verb ohne Präposition: „mention me“, nicht „mention to me“. |
| engagement/ɪnˈɡeɪdʒmənt/ | Beteiligung, Interaktion | Engagement went up and nobody knows why.Die Beteiligung ist gestiegen, und niemand weiß, warum.Dasselbe Wort heißt auch Verlobung — im Netz aber die Interaktion. |
| impressions/ɪmˈpreʃnz/ | Sichtkontakte, Einblendungen | Forty thousand impressions and eleven replies, so make of that what you will.Vierzigtausend Einblendungen und elf Antworten, mach daraus, was du willst.Falscher Freund: nicht Eindrücke im Sinne von Erlebnissen, sondern gezählte Anzeigen. |
| notification/ˌnəʊtɪfɪˈkeɪʃn/ | Benachrichtigung | I turned every notification off and felt better within a day.Ich habe jede Benachrichtigung ausgeschaltet und fühlte mich binnen eines Tages besser. |
| to go viral/ɡəʊ ˈvaɪrəl/ | sich rasend verbreiten | Nothing I plan ever goes viral, only the things I regret.Nichts, was ich plane, verbreitet sich rasend, nur die Dinge, die ich bereue.Immer mit „go“, nicht mit „become“. Sprich /ˈvaɪrəl/, nicht wie das deutsche viral. |
| to block/blɒk/ | blockieren, sperren | I blocked him and the whole thing stopped that evening.Ich habe ihn blockiert, und die ganze Sache hörte noch am selben Abend auf.Ohne Präposition: „block someone“. Der Betroffene merkt es nicht immer. |
| to mute/mjuːt/ | stummschalten | You can mute a conversation without leaving it.Man kann ein Gespräch stummschalten, ohne es zu verlassen.Leiser als blockieren: Der andere bemerkt nichts davon. |
| to report/rɪˈpɔːt/ | melden | Report it rather than arguing in the replies.Meld es lieber, statt in den Antworten zu streiten.„Report a post“ heißt melden, „report on something“ berichten — zwei verschiedene Dinge. |
| troll/trɒl/ | Stänkerer, Stänkerin | Don't feed the troll is still the best advice on the internet.Füttere den Stänkerer nicht — das ist immer noch der beste Rat im Netz.Auch als Verb: „to troll someone“ heißt absichtlich provozieren. |
| clickbait/ˈklɪkbeɪt/ | Lockangebot, reißerische Überschrift | That headline is pure clickbait and the article says nothing.Diese Überschrift ist reines Lockangebot, und der Artikel sagt nichts.Unzählbar: kein „clickbaits“. |
| echo chamber/ˈekəʊ tʃeɪmbə/ | Echokammer | If everyone agrees with you all day, you're in an echo chamber.Wenn dir den ganzen Tag alle zustimmen, sitzt du in einer Echokammer.Plural „echoes“ mit e vor dem s. |
| screen time/ˈskriːn taɪm/ | Bildschirmzeit | My screen time report on Sunday is always a small shock.Der Bericht über meine Bildschirmzeit am Sonntag ist immer ein kleiner Schock.Unzählbar, wie „time“ selbst. |
| influencer/ˈɪnfluənsə/ | Meinungsmacherin, Meinungsmacher | He calls himself an influencer, his mum calls him unemployed.Er nennt sich Meinungsmacher, seine Mutter nennt ihn arbeitslos.Betonung auf der ersten Silbe: IN-flu-en-cer. |
Die Wörter im Text
Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.
Priya set up an account for her bakery in January and had no plan beyond posting pictures of bread. She wrote three lines in her bio, picked a profile picture of the shop front, and chose a username short enough to say out loud.
For two months almost nothing happened. Twelve followers, most of them family. Then one Saturday she put up a post about a loaf that had gone badly wrong, with one hashtag and no attempt to look professional, and the comment thread filled up before she had closed the shop.
It didn't quite go viral, but the numbers moved. Forty thousand impressions, four hundred people who chose to like it, and a few dozen who took the trouble to share it. Her engagement, whatever the word really means, went up and stayed up.
With that came the other side. One troll turned up in every comment, someone rewrote her line as clickbait on another site, and a stranger sent a direct message at midnight asking for free bread. She learned to block quickly and to mute the rest.
Her news feed had turned into work. Every mention pinged, every notification pulled her back, and her screen time doubled. So she started to unfollow anything that wasn't a person she knew, and she stopped answering after seven in the evening.
A year on, the bakery is busier and Priya is calmer. She still uses one story a week, still lets people tag her in photos of their breakfast, and still refuses to report anyone before she has slept on it. Her profile says baker, not influencer.
Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.
Worauf du achten musst
Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.
Falsche Freunde4
Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.
- followerAbonnentin, Abonnent
Nicht Verfolger. Wer dir folgt, ist neutral gemeint.
- comment threadKommentarstrang
„Thread“ heißt sonst Faden — hier die Kette zusammenhängender Beiträge.
- engagementBeteiligung, Interaktion
Dasselbe Wort heißt auch Verlobung — im Netz aber die Interaktion.
- impressionsSichtkontakte, Einblendungen
Falscher Freund: nicht Eindrücke im Sinne von Erlebnissen, sondern gezählte Anzeigen.
Britisch gegen amerikanisch4
Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.
- profileProfil
BE betont die erste Silbe /ˈprəʊfaɪl/, AE spricht das o kürzer.
- postBeitrag
Im BE heißt „post“ auch die Post. Der Zusammenhang klärt es meist sofort.
- storyKurzbeitrag auf Zeit
AE nennt dasselbe Wort auch die Etage eines Hauses, BE schreibt dafür „storey“.
- hashtagSchlagwort mit Rautezeichen
Das Zeichen selbst heißt BE „hash“, AE „pound sign“.
Feste Präposition8
Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.
- to followabonnieren, folgen
Ohne Präposition: „follow her“, nicht „follow to her“.
- to postveröffentlichen, posten
Feste Verbindungen: „post about something“ und „post on a platform“.
- commentKommentar
Als Verb mit „on“: „comment on a post“, nie „comment a post“.
- to shareteilen, weitergeben
Feste Verbindung: „share something with someone“, mit „with“.
- to tagmarkieren, verlinken
Feste Verbindung: „tag someone in a photo“, mit „in“.
3 weitere in der Tabelle
Zählbar oder nicht2
Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.
- clickbaitLockangebot, reißerische Überschrift
Unzählbar: kein „clickbaits“.
- screen timeBildschirmzeit
Unzählbar, wie „time“ selbst.
Über soziale Netzwerke reden wir im Deutschen schon halb auf Englisch, und genau das macht die Sache trügerisch. Viele Wörter sind da, aber sie sitzen anders. Ein „post“ ist der Beitrag, „to post“ das Verb dazu; im Deutschen sagt man posten und meint dasselbe. Ein „thread“ ist eine Kette zusammenhängender Beiträge, nicht bloß ein Faden. Und ein „follower“ folgt dir, ohne dass du ihn kennst — das deutsche Wort Verfolger führt hier in die Irre. Diese Seite sammelt die Gattungsbegriffe, die überall gleich funktionieren, ohne dass eine bestimmte Anwendung genannt werden muss.
Auffällig sind die Verben. Fast alle stammen aus dem Alltag und haben eine zweite Bedeutung dazubekommen: „to follow“, „to share“, „to like“, „to tag“, „to block“, „to mute“. Wer sie im Netz benutzt, braucht keine neue Grammatik, sondern nur das Gespür, wann die alte Bedeutung mitschwingt. Dazu kommen die festen Verbindungen: Man postet „on“ einer Plattform und „about“ ein Thema, man antwortet „to“ einem Kommentar, und man blockiert jemanden schlicht ohne Präposition. Diese kleinen Wörter sind die häufigste Fehlerquelle, und sie stehen gesammelt unter Präpositionen nach Verben.
Der dritte Punkt ist der Ton. Sprache im Netz ist knapper und direkter als in einer Mail, aber sie ist nicht regellos. „Cheers“ statt „best regards“, ganze Sätze werden zu halben, und Kurzformen mit Apostroph sind die Norm: „I've seen it“, „that doesn't help“. Gleichzeitig ist das, was du schreibst, öffentlich und bleibt es. Wer Streitgespräche im Netz auf Englisch führt, sollte den Unterschied zwischen deutlich und verletzend kennen — dazu passt die Lektion zur abschwächenden Sprache. Und weil Beiträge oft von anderen weitergegeben werden, begegnet dir dort viel Passiv: das Passiv im Überblick.
Dauerhaft merken
Aufgenommene Wörter verteilt der Trainer über Tage und Wochen. Was sitzt, kommt seltener wieder.
In den Vokabeltrainer aufnehmen
Der Trainer arbeitet mit verteilter Wiederholung: Jedes Wort bekommt ein eigenes Fälligkeitsdatum. Was sitzt, kommt selten wieder — was wackelt, morgen erneut. So bleibt der Aufwand klein und der Wortschatz trotzdem da.
Schnelltest
Zehn Fragen aus diesem Wortfeld. Kein Ergebnis wird gespeichert.
Zehn Fragen, eine Minute
Multiple Choice aus diesem Wortfeld. Die falschen Antworten stammen aus derselben Liste — geraten wird also nicht.
Häufige Fragen
- Heißt es „comment a post“?
- Nein, „comment on a post“. Ähnlich: „reply to a comment“, „post about something“, „share something with someone“. Diese festen Verbindungen stehen unter Präpositionen nach Verben.
- Was ist der Unterschied zwischen „block“ und „mute“?
- „Block“ trennt die Verbindung ganz und ist meist sichtbar. „Mute“ blendet die Beiträge für dich aus, ohne dass die andere Person etwas merkt — die leisere Lösung.
- Sagt man „a like“ auch als Substantiv?
- Ja: „the post got two hundred likes“. Das Verb bleibt daneben bestehen, und beide Formen sind völlig normales Englisch, auch in Zeitungen.
- Wie höflich schreibt man im Netz auf Englisch?
- Knapper als in einer Mail, aber nicht schroff. Kurzformen wie „I've“ und „don't“ sind normal, Abschwächungen wie „I'd say“ oder „maybe“ nehmen Schärfe heraus. Mehr dazu unter abschwächende Sprache.
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