Die Wörter
| English | Deutsch | Beispiel und Hinweis |
|---|---|---|
| state/steɪt/ | Staat | The state pays for the schools in this district.Der Staat bezahlt die Schulen in diesem Bezirk.In den USA ist „state“ auch der einzelne Bundesstaat, etwa Ohio. Der Gesamtstaat heißt dann „the federal government“. |
| constitution/ˌkɒnstɪˈtjuːʃn/ | Verfassung | The constitution sets out how long a term lasts.Die Verfassung legt fest, wie lange eine Amtszeit dauert.AE spricht /ˌkɑːnstɪˈtuːʃn/ ohne das kurze /j/. |
| sovereignty/ˈsɒvrɪnti/ | Souveränität | The word sovereignty comes up in almost every treaty text.Das Wort Souveränität taucht in fast jedem Vertragstext auf.Das zweite „g“ bleibt stumm: /ˈsɒvrɪnti/, nicht mit hartem g. |
| republic/rɪˈpʌblɪk/ | Republik | She wrote her thesis on how a republic organises its courts.Sie hat ihre Abschlussarbeit darüber geschrieben, wie eine Republik ihre Gerichte ordnet. |
| monarchy/ˈmɒnəki/ | Monarchie | The textbook explains the difference between a monarchy and a republic in one page.Das Lehrbuch erklärt den Unterschied zwischen Monarchie und Republik auf einer Seite.Das „ch“ klingt wie k, nicht wie tsch. |
| citizenship/ˈsɪtɪzənʃɪp/ | Staatsbürgerschaft | He applied for citizenship after living here for six years.Er hat die Staatsbürgerschaft beantragt, nachdem er sechs Jahre hier gelebt hat.Unzählbar: „a citizenship“ sagt niemand, es heißt „to hold citizenship“. |
| federal/ˈfedərəl/ | föderal | That question is decided at federal level, not locally.Diese Frage wird auf Bundesebene entschieden, nicht örtlich. |
| executive/ɪɡˈzekjʊtɪv/ | Exekutive | The book has a whole chapter on how the executive works.Das Buch hat ein ganzes Kapitel darüber, wie die Exekutive arbeitet.Falscher Freund im Berufsleben: „an executive“ ist dort eine Führungskraft, nicht die Staatsgewalt. |
| minister/ˈmɪnɪstə/ | Minister | The minister answered questions for over an hour.Der Minister hat über eine Stunde lang Fragen beantwortet.In den USA heißt dieses Amt „secretary“, nicht „minister“. |
| prime minister/ˌpraɪm ˈmɪnɪstə/ | Premierminister | The prime minister speaks in the chamber every Wednesday.Der Premierminister spricht mittwochs im Parlament.Groß geschrieben, wenn es auf eine bestimmte Person zeigt, sonst klein. |
| administration/ədˌmɪnɪˈstreɪʃn/ | Regierung, Verwaltung | The article compares two periods of administration.Der Artikel vergleicht zwei Regierungszeiten.AE meint damit die Regierung einer Amtszeit, BE eher die Verwaltung. |
| to govern/ˈɡʌvn/ | regieren | Nobody explained to us how the islands are governed.Uns hat niemand erklärt, wie die Inseln regiert werden.Aussprache /ˈɡʌvn/, das „o“ klingt wie in „love“. |
| mandate/ˈmændeɪt/ | Auftrag, Mandat | The committee has a clear mandate to look into the costs.Der Ausschuss hat einen klaren Auftrag, sich die Kosten anzusehen.Als Verb liegt die Betonung anders: /mænˈdeɪt/. |
| head of state/ˌhed əv ˈsteɪt/ | Staatsoberhaupt | In some countries the head of state has almost no day-to-day duties.In manchen Ländern hat das Staatsoberhaupt kaum Aufgaben im Alltag.Plural: „heads of state“, das Plural-s steht am ersten Wort. |
| legislation/ˌledʒɪsˈleɪʃn/ | Gesetzgebung | New legislation on data was published last month.Neue Gesetzgebung zum Thema Daten wurde letzten Monat veröffentlicht.Unzählbar: nicht „legislations“, sondern „a piece of legislation“. |
| statute/ˈstætʃuːt/ | Gesetz | The rule goes back to a statute from the last century.Die Regel geht auf ein Gesetz aus dem letzten Jahrhundert zurück.Nicht mit „statue“ (Statue) verwechseln, das ist ein anderes Wort. |
| chamber/ˈtʃeɪmbə/ | Kammer | Both chambers have to agree before anything changes.Beide Kammern müssen zustimmen, bevor sich etwas ändert.Das „ch“ klingt hier wie tsch, anders als in „monarchy“. |
| to debate/dɪˈbeɪt/ | debattieren | They debated the wording for three hours.Sie haben drei Stunden über die Formulierung debattiert.Ohne Präposition: „debate something“, nicht „debate about something“. |
| amendment/əˈmendmənt/ | Änderung, Zusatz | She read out the amendment twice so everyone could follow.Sie hat die Änderung zweimal vorgelesen, damit alle folgen konnten.Feste Verbindung: „an amendment to a law“, nicht „of a law“. |
| to enact/ɪˈnækt/ | in Kraft setzen | The rules were enacted last spring.Die Regeln wurden im vergangenen Frühjahr in Kraft gesetzt.Deutlich förmlicher als „to make a law“, steht fast nur schriftlich. |
| majority/məˈdʒɒrəti/ | Mehrheit | A simple majority was enough for this motion.Für diesen Antrag reichte eine einfache Mehrheit.BE oft mit Plural: „the majority have agreed“. AE bevorzugt den Singular. |
| civil servant/ˌsɪvl ˈsɜːvənt/ | Beamter, Beamtin | My aunt worked as a civil servant for thirty years.Meine Tante hat dreißig Jahre lang als Beamtin gearbeitet.AE sagt eher „federal employee“ oder „government worker“. |
| ministry/ˈmɪnɪstri/ | Ministerium | The ministry published the figures on its website.Das Ministerium hat die Zahlen auf seiner Website veröffentlicht.In den USA heißt die entsprechende Stelle „department“. |
| authority/ɔːˈθɒrəti/ | Behörde, Befugnis | The local authority is responsible for the bins.Die örtliche Behörde ist für die Mülltonnen zuständig.Zwei Bedeutungen: zählbar die Behörde, unzählbar die Befugnis. |
| bureaucracy/bjʊəˈrɒkrəsi/ | Bürokratie | Half the morning went on bureaucracy.Der halbe Vormittag ging für Bürokratie drauf.Betonung auf der zweiten Silbe, anders als im Deutschen. |
| public sector/ˌpʌblɪk ˈsektə/ | öffentlicher Sektor | She moved from a bank into the public sector.Sie ist von einer Bank in den öffentlichen Sektor gewechselt.Fast immer mit „the“: „in the public sector“. |
| official/əˈfɪʃl/ | Amtsträger, amtlich | An official from the ministry answered our letter.Ein Amtsträger aus dem Ministerium hat unseren Brief beantwortet.Auch Adjektiv: „an official statement“ heißt amtlich, nicht offiziell im Sinne von feierlich. |
| speech/spiːtʃ/ | Rede | His speech was short, which everyone appreciated.Seine Rede war kurz, was alle zu schätzen wussten.„To give a speech“ oder „to make a speech“, nicht „to hold a speech“. |
| to lobby/ˈlɒbi/ | Einfluss nehmen | Several groups lobbied for a longer deadline.Mehrere Gruppen haben sich für eine längere Frist eingesetzt.Mit „for“ für ein Ziel, mit „against“ dagegen. |
| motion/ˈməʊʃn/ | Antrag | The motion was put to the chamber before lunch.Der Antrag wurde vor dem Mittagessen zur Abstimmung gestellt.Falscher Freund: nicht Motion im Sinne von Bewegung, sondern der förmliche Antrag. |
| consensus/kənˈsensəs/ | Konsens | After two days there was still no consensus on the wording.Nach zwei Tagen gab es immer noch keinen Konsens über die Formulierung.Nur ein „c“ am Anfang, danach durchgehend „s“: consensus. |
| cross-party/ˌkrɒs ˈpɑːti/ | parteiübergreifend | It was a cross-party group of about twenty people.Es war eine parteiübergreifende Gruppe von etwa zwanzig Leuten.AE sagt dafür meist „bipartisan“. |
| to draft/drɑːft/ | entwerfen | She drafted the text on the train and sent it that evening.Sie hat den Text im Zug entworfen und ihn am Abend verschickt.AE spricht /dræft/ mit kurzem a. |
Die Wörter im Text
Lies erst auf Englisch. Die Übersetzung steht darunter, ist aber zunächst verdeckt.
Lena spent a term in Edinburgh and took a course on how the state is organised. In the first week her lecturer said something that stuck with her: half of the confusion for foreign students comes from vocabulary, not from ideas.
He gave an example. A British minister sits in a ministry, while the same job in the United States belongs to a secretary in a department. The word administration shifts too, and so does the word authority, which can mean the office or the power it holds.
The second session dealt with the constitution and with the difference between a monarchy and a republic. Lena wrote down sovereignty, federal and citizenship on one card, because those three kept turning up together in the reading.
Later they looked at how a chamber actually works: someone puts a motion, the room debates it, an amendment is proposed, and if a majority agrees the text is enacted. Legislation, her lecturer said, is simply the pile of statutes that survived that process.
For her essay Lena interviewed a civil servant who had worked in the public sector for years. He talked about bureaucracy without complaining about it, described how groups lobby for small changes, and said the hardest part of his job was reaching a consensus in a cross-party working group.
At the end of term Lena had to give a short speech. She drafted it three times, kept the official wording out of it, and finished a minute early. Her lecturer said that was the most political thing she had done all semester.
Unterstrichene Wörter stehen in der Tabelle oben — fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Bedeutung zu sehen.
Worauf du achten musst
Falsche Freunde, britisch gegen amerikanisch und feste Präpositionen — die Stellen, an denen dieses Wortfeld Deutschsprachige erwischt.
Falsche Freunde5
Sieht aus wie ein deutsches Wort, heißt aber etwas anderes.
- executiveExekutive
Falscher Freund im Berufsleben: „an executive“ ist dort eine Führungskraft, nicht die Staatsgewalt.
- statuteGesetz
Nicht mit „statue“ (Statue) verwechseln, das ist ein anderes Wort.
- officialAmtsträger, amtlich
Auch Adjektiv: „an official statement“ heißt amtlich, nicht offiziell im Sinne von feierlich.
- speechRede
„To give a speech“ oder „to make a speech“, nicht „to hold a speech“.
- motionAntrag
Falscher Freund: nicht Motion im Sinne von Bewegung, sondern der förmliche Antrag.
Britisch gegen amerikanisch7
Zwei Wörter für dieselbe Sache — je nachdem, wo du bist.
- stateStaat
In den USA ist „state“ auch der einzelne Bundesstaat, etwa Ohio. Der Gesamtstaat heißt dann „the federal government“.
- ministerMinister
In den USA heißt dieses Amt „secretary“, nicht „minister“.
- administrationRegierung, Verwaltung
AE meint damit die Regierung einer Amtszeit, BE eher die Verwaltung.
- majorityMehrheit
BE oft mit Plural: „the majority have agreed“. AE bevorzugt den Singular.
- civil servantBeamter, Beamtin
AE sagt eher „federal employee“ oder „government worker“.
2 weitere in der Tabelle
Feste Präposition3
Die Präposition gehört fest dazu und lässt sich nicht übersetzen.
- to debatedebattieren
Ohne Präposition: „debate something“, nicht „debate about something“.
- amendmentÄnderung, Zusatz
Feste Verbindung: „an amendment to a law“, nicht „of a law“.
- to lobbyEinfluss nehmen
Mit „for“ für ein Ziel, mit „against“ dagegen.
Zählbar oder nicht3
Im Deutschen zählbar, im Englischen nicht — oder umgekehrt.
- citizenshipStaatsbürgerschaft
Unzählbar: „a citizenship“ sagt niemand, es heißt „to hold citizenship“.
- legislationGesetzgebung
Unzählbar: nicht „legislations“, sondern „a piece of legislation“.
- authorityBehörde, Befugnis
Zwei Bedeutungen: zählbar die Behörde, unzählbar die Befugnis.
Diese Seite liefert Wortschatz, keine Positionen. Es geht hier ausschließlich darum, wie das Englische über Staat, Regierung und Parlament spricht, nicht darum, was man politisch für richtig halten sollte. Wer englische Sachtexte liest oder in einer internationalen Firma sitzt, stolpert nämlich weniger über Meinungen als über Begriffe, die im Deutschen anders geschnitten sind. „Administration“ ist im Amerikanischen die Regierung einer Amtszeit, im Britischen dagegen eher die Verwaltung. „Executive“ meint nicht nur die Führungskraft im Unternehmen, sondern auch die vollziehende Gewalt. Und „authority“ ist je nach Satz die Behörde oder die Befugnis.
Der zweite Grund für Missverständnisse ist der Unterschied zwischen dem britischen und dem amerikanischen System. Beide Länder reden über ähnliche Dinge, aber mit verschiedenen Wörtern. Im Vereinigten Königreich sitzt ein „minister“ im Kabinett und wird aus dem Parlament heraus berufen, in den Vereinigten Staaten heißt das entsprechende Amt „secretary“. Ein britisches „ministry“ trägt in Washington den Namen „department“. Wer beide Begriffe kennt, versteht beide Nachrichtenlagen, ohne raten zu müssen. Das ist sachlich und unstrittig, und es ist genau der Teil, der sich lohnt. Ein Blick auf die britisch-amerikanischen Unterschiede ergänzt das gut.
Sprachlich fällt an diesem Wortfeld noch etwas auf: Es lebt von Nominalisierungen. Statt „they decided“ steht in Berichten „the decision was taken“, statt „they changed the law“ heißt es „an amendment to the statute“. Wer solche Texte lesen will, braucht deshalb ein Gefühl für Nominalisierungen und für komplexe Nominalphrasen. Dazu kommt das Passiv, das in amtlichen Texten fast schon Grundton ist — dazu passt die Lektion zum Passiv im Überblick. Und weil dieser Wortschatz meist schriftlich und förmlich auftritt, hilft ein Blick auf förmliches und lockeres Register, bevor du die Wörter im Gespräch verwendest. Lerne sie in Gruppen, nicht alphabetisch: Wer weiß, dass „chamber“, „motion“ und „to enact“ zusammengehören, behält alle drei.
Dauerhaft merken
Aufgenommene Wörter verteilt der Trainer über Tage und Wochen. Was sitzt, kommt seltener wieder.
In den Vokabeltrainer aufnehmen
Der Trainer arbeitet mit verteilter Wiederholung: Jedes Wort bekommt ein eigenes Fälligkeitsdatum. Was sitzt, kommt selten wieder — was wackelt, morgen erneut. So bleibt der Aufwand klein und der Wortschatz trotzdem da.
Schnelltest
Zehn Fragen aus diesem Wortfeld. Kein Ergebnis wird gespeichert.
Zehn Fragen, eine Minute
Multiple Choice aus diesem Wortfeld. Die falschen Antworten stammen aus derselben Liste — geraten wird also nicht.
Häufige Fragen
- Heißt es „minister“ oder „secretary“?
- Beides, je nach Land. Im britischen System leitet ein „minister“ ein „ministry“, im amerikanischen leitet ein „secretary“ ein „department“. Beide Begriffe sind korrekt, sie gehören nur zu verschiedenen Systemen.
- Was ist der Unterschied zwischen „politics“ und „policy“?
- „Politics“ ist das Feld und der Betrieb, „policy“ eine einzelne Linie oder Regelung, etwa „the company's policy on travel“. Im Deutschen deckt ein Wort beides ab, im Englischen nicht.
- Warum steht in solchen Texten so oft das Passiv?
- Weil amtliche Texte den Vorgang wichtiger nehmen als die handelnde Person: „the amendment was accepted“. Wenn dir das schwerfällt, hilft die Lektion zum Passiv.
- Kann ich diese Wörter im Gespräch verwenden?
- Die meisten ja, aber „to enact“ und „statute“ klingen mündlich sehr steif. Im Gespräch sagt man eher „they passed it“. Im Gespräch bleibt man besser bei den einfacheren Verben.
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