Das Wichtigste in Kürze
- Die Versicherungsbegriffe sind der schwierigste Teil und entscheiden über den Preis.
- Excess bedeutet Selbstbeteiligung, nicht Überschuss.
- Der Tankstand bei Rückgabe ist die häufigste Streitfrage.
- Schäden vor der Abfahrt zu fotografieren ersetzt jede Diskussion.
Wo es sprachlich anspruchsvoll wird
Einen Mietwagen auf Englisch zu übernehmen ist bis zum Schalter einfach und wird dort kompliziert. Der Grund sind die Zusatzangebote: Versicherungen, Tankvarianten und Extras werden schnell und in Fachbegriffen vorgetragen, die im Unterricht nie vorkommen.
Wer dabei nur nickt, zahlt am Ende deutlich mehr als gebucht. Deshalb lohnt es sich, die zehn wichtigsten Begriffe vorher zu kennen und am Schalter notfalls um Erklärung zu bitten.
Hilfreich ist zudem, die eigene Buchung ausgedruckt dabeizuhaben. Was dort steht, ist vereinbart, und ein Blatt Papier beendet die meisten Diskussionen schneller als ein Gespräch.
Dieser Beitrag geht die Anmietung der Reihe nach durch: abholen, versichern, fahren, zurückgeben.
Am Schalter
Der Einstieg lautet „I have a booking under the name Weber“ und dazu die Buchungsnummer. Verlangt werden Führerschein, Ausweis und Kreditkarte: „Could I see your driving licence and a credit card?“
Die Kreditkarte dient als Kaution, englisch „deposit“ oder „security deposit“. Der Betrag wird blockiert, nicht abgebucht — „we'll place a hold on your card“.
Häufige Fragen sind „Will anyone else be driving?“ und „Are you returning it to the same location?“ Ein zusätzlicher Fahrer heißt „additional driver“ und kostet meist extra.
Wer unter fünfundzwanzig ist, zahlt in vielen Ländern einen Aufschlag, die „young driver surcharge“. Das steht selten in der Buchung und fällt erst am Schalter auf.
Ein Hinweis zur Kreditkarte: Sie muss meist auf den Namen des Fahrers lauten, und Debitkarten werden häufig nicht akzeptiert. Wer das vorher klärt, vermeidet die unangenehmste aller Überraschungen — nämlich am Schalter ohne Wagen dazustehen.
Die Versicherungsbegriffe
Der wichtigste Begriff ist „excess“, in den USA „deductible“: die Selbstbeteiligung im Schadensfall. Sie kann mehrere hundert Euro betragen und ist oft höher, als Reisende erwarten.
„CDW“ steht für collision damage waiver, also die Haftungsreduzierung bei Schäden am Mietwagen. „TP“ oder „theft protection“ deckt Diebstahl ab. Beides ist in Europa meist im Preis enthalten, in den USA oft nicht.
Am Schalter wird gern eine Zusatzversicherung angeboten, die die Selbstbeteiligung auf null senkt: „excess reduction“ oder „super cover“. Sie ist bequem und teuer; wer eine eigene Reiseversicherung hat, braucht sie oft nicht.
Die passende Frage lautet: „What exactly does this cover, and what's the excess without it?“ Damit bekommt man die Zahl, um die es geht.
Tankregelungen
Es gibt zwei Modelle. „Full to full“ heißt: voll übernehmen, voll zurückgeben — das ist die günstigste Variante und die Empfehlung in fast allen Fällen.
„Full to empty“ oder „prepaid fuel“ bedeutet, dass man den vollen Tank im Voraus kauft und leer zurückgibt. Der Spritpreis ist dabei meist über dem Marktpreis, und der Rest verfällt.
Die entscheidende Frage am Schalter lautet deshalb: „Is it full to full?“ Wenn nicht, lohnt der Hinweis: „I'd prefer full to full, please.“
Bei der Rückgabe sollte man den Tankbeleg aufheben. Er ist der einzige Nachweis dafür, dass vollgetankt wurde, und wird gelegentlich verlangt.
Das Fahrzeug übernehmen
Vor der Abfahrt lohnt eine Runde um das Auto. Vorhandene Schäden werden in ein Protokoll eingetragen, englisch „damage report“ oder „check-out sheet“.
Nützliche Sätze: „There's a scratch on the rear bumper — could you note that?“ und „The windscreen has a chip.“ Was nicht eingetragen ist, gilt später als neu entstanden.
Fotos mit Zeitstempel sind dabei wirksamer als jede Formulierung. Sie kosten zwei Minuten und ersparen im Streitfall jede Diskussion.
Technische Begriffe: windscreen (britisch) oder windshield (amerikanisch) für die Frontscheibe, boot oder trunk für den Kofferraum, bonnet oder hood für die Motorhaube, gearbox für das Getriebe.
Unterwegs
Ein Schaltwagen heißt „manual“, ein Automatikwagen „automatic“. In Nordamerika ist Automatik der Standard, in Europa muss man sie ausdrücklich buchen — „I booked an automatic“ ist ein Satz, den man parat haben sollte.
Beim Tanken: „Fill it up, please“ an bedienten Tankstellen, sonst zahlt man nach der Pumpennummer: „Pump four, please.“ Diesel heißt diesel, Benzin britisch „petrol“ und amerikanisch „gas“.
Bei einer Panne ruft man die Pannenhilfe: „breakdown service“ oder „roadside assistance“. Die Nummer steht in den Unterlagen, und der Einstiegssatz lautet „I've broken down on the A34 near Oxford.“
Weitere Begriffe rund ums Fahren stehen in Englisch für Autofahrer und im Wortfeld Auto fahren.
Die Rückgabe
Üblich ist „I'd like to return the car“ und die Übergabe der Schlüssel. Geprüft werden Tankstand, Kilometerstand und Schäden.
Wichtig ist eine schriftliche Bestätigung: „Could I have confirmation that the car was returned without damage?“ Ohne sie lassen sich spätere Forderungen schwer entkräften.
Bei Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten gibt es meist einen Schlüsselkasten, englisch „key drop“ oder „out-of-hours return“. Hier sind Fotos besonders wichtig, weil niemand gegenzeichnet.
Die Kaution wird nach einigen Tagen freigegeben: „When will the deposit be released?“ Üblich sind ein bis zwei Wochen, je nach Kartenanbieter.
Wenn etwas passiert
Bei einem Unfall gilt zuerst die Sicherheit, dann die Meldung. „There's been an accident. Nobody is hurt, but the car is damaged.“
Die Mietwagenfirma verlangt meist eine Polizeimeldung, englisch „police report“. Ohne sie greift die Versicherung in vielen Ländern nicht.
Für den Schadenshergang braucht man einfache Sätze im Simple Past: „The other car hit me from behind while I was waiting at the lights.“ Die Formen stehen unter Past Progressive und Simple Past.
Bei Verletzungen hat die medizinische Versorgung Vorrang; die Sätze dafür stehen in Notfall auf Englisch.
Vorbereitung in zehn Minuten
Es genügt, zehn Begriffe zu kennen: excess, deposit, CDW, theft protection, full to full, additional driver, unlimited mileage, breakdown service, damage report, key drop.
Dazu drei Sätze: „Is it full to full?“, „What's the excess?“, „Could you note this damage?“ Damit ist der sprachlich heikle Teil abgedeckt.
Hilfreich ist, die Buchungsbestätigung vorher auf Englisch zu lesen. Dort stehen genau die Begriffe, die am Schalter fallen, und man kann sie in Ruhe nachschlagen.
Für die übrige Reise lohnt Englisch für die Reise als Überblick.
Häufige Fragen
- Was bedeutet excess beim Mietwagen?
- Die Selbstbeteiligung im Schadensfall. In den USA heißt sie „deductible“. Eine Zusatzversicherung kann sie senken, kostet aber meist mehr als eine eigene Reiseversicherung.
- Was ist full to full?
- Man übernimmt den Wagen vollgetankt und gibt ihn vollgetankt zurück. Das ist in aller Regel die günstigste Variante; vorausbezahlter Kraftstoff ist teurer und Restmengen verfallen.
- Brauche ich einen internationalen Führerschein?
- Das hängt vom Land ab und ändert sich gelegentlich. Die verbindliche Auskunft gibt die Vermietung oder die zuständige Behörde des Ziellandes — eine pauschale Antwort gibt es nicht.
- Was mache ich bei einem Schaden?
- Sicherheit zuerst, dann die Vermietung anrufen und in vielen Ländern die Polizei hinzuziehen. Fotos und ein Polizeibericht sind die Grundlage für jede spätere Regulierung.
Redaktion Englischclub · zuletzt aktualisiert am 03. Oktober 2026
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