Das Wichtigste in Kürze
- Der Ablauf ist überall gleich und lässt sich mit etwa dreißig Sätzen bestreiten.
- Die englische Bestellung beginnt fast immer mit I'd like oder Could I have.
- Beilagen sind im angelsächsischen Raum seltener im Preis enthalten als in Deutschland.
- Die Rechnung kommt selten unaufgefordert und muss erbeten werden.
Was man wirklich können muss
Im Restaurant bestellen auf Englisch gehört zu den Situationen, die Lernende am häufigsten üben wollen — und zu denen, die am wenigsten Sprache verlangen. Der Ablauf folgt überall demselben Muster, und das Personal rechnet mit internationalen Gästen.
Entscheidend sind drei Bausteine: eine höfliche Bestellform, die Fähigkeit nachzufragen, und die Zahlen für Personen, Mengen und Preise. Alles andere lässt sich zeigen oder umschreiben.
Hilfreich ist zu wissen, dass englische Höflichkeit über feste Formeln läuft. „I want the steak“ ist verständlich, klingt aber fordernd; „I'd like the steak, please“ ist dieselbe Bestellung in angemessener Form.
Dieser Beitrag geht den Besuch der Reihe nach durch: ankommen, bestellen, nachfragen, zahlen.
Ankommen und Platz nehmen
Mit Reservierung: „Hello, we have a table booked for two at eight, under the name Weber.“ Ohne Reservierung: „Do you have a table for three?“
Mögliche Antworten des Personals sind „Do you have a reservation?“, „How many of you are there?“ und „Would you like to sit inside or outside?“
Falls es voll ist, hört man „I'm afraid we're fully booked“ oder „There's a wait of about twenty minutes.“ Darauf passt „That's fine, we'll wait“ oder „We'll try somewhere else, thank you.“
In vielen Ländern wartet man am Eingang, bis man platziert wird. Ein Schild mit „Please wait to be seated“ bedeutet genau das — selbst zu einem freien Tisch zu gehen gilt als unhöflich.
Die Karte und erste Fragen
Nützliche Sätze: „Could we see the menu, please?“, „Do you have an English menu?“, „What do you recommend?“, „What's today's special?“
Die Karte ist meist nach Gängen gegliedert: starters oder appetizers (Vorspeisen), mains (Hauptgerichte), sides (Beilagen), desserts, drinks.
Besonders wichtig ist der Abschnitt „sides“. Anders als in Deutschland sind Beilagen häufig nicht im Preis enthalten, sondern werden einzeln bestellt — wer das übersieht, bekommt das Steak ohne alles.
Bei unbekannten Gerichten hilft „What is that exactly?“ oder „Is that spicy?“ Beide Fragen sind völlig üblich und werden gern beantwortet.
Ein zweiter Unterschied betrifft das Brot. Was in Deutschland selbstverständlich auf den Tisch kommt, wird andernorts berechnet oder gar nicht angeboten. Wer unsicher ist, fragt vor dem Zugreifen kurz nach, ob es im Preis enthalten ist.
Bestellen
Die Standardform lautet „I'd like the soup, please“ oder „Could I have the chicken, please?“ Für den Tisch insgesamt: „We'll take two of the pasta and one salad.“
Beim Steak kommt die Rückfrage nach der Garstufe: „How would you like it?“ Die Antworten sind rare, medium rare, medium, medium well, well done.
Getränke werden meist zuerst bestellt. „Still or sparkling?“ bezieht sich auf Wasser, „tap water“ ist Leitungswasser und in vielen Ländern kostenlos.
Wenn man noch nicht entschieden ist: „Could we have a few more minutes?“ Das ist die übliche Formel und niemand drängt danach.
Sonderwünsche und Unverträglichkeiten
Für Änderungen: „Could I have that without onions?“, „Can I swap the chips for a salad?“, „Could you bring the dressing on the side?“
Bei Allergien ist Klarheit wichtiger als Höflichkeit: „I'm allergic to nuts — does this contain any?“ Eine ungefähre Antwort sollte man nicht akzeptieren, sondern um Rückfrage in der Küche bitten.
Für vegetarische oder vegane Ernährung: „Is this vegetarian?“ und „Do you have any vegan options?“ Vorsicht bei Fisch, der in manchen Häusern fälschlich als vegetarisch gilt.
Ausführlicher behandelt das Essen bestellen mit Allergie.
Während des Essens
Das Personal fragt meist nach wenigen Minuten „Is everything all right?“ oder „How is everything?“ Darauf genügt „Lovely, thank you“ oder „Very good, thanks.“
Wenn etwas fehlt: „Could we get some more bread?“, „Could I have another glass of wine?“, „Excuse me, I think we're still waiting for the salad.“
Bei einem Problem bleibt man sachlich: „I'm sorry, but this isn't what I ordered“ oder „The soup is cold — could you warm it up?“
Um Aufmerksamkeit zu bekommen, hebt man die Hand und sagt „Excuse me“. Zu rufen oder zu winken gilt im englischsprachigen Raum als unhöflich.
Wenn man länger sitzen bleiben möchte, ist das in den meisten Häusern unproblematisch. In stark besuchten Lokalen weist das Personal allerdings manchmal vorab auf eine Zeitbegrenzung hin: „We'd need the table back by nine“ — das ist keine Unhöflichkeit, sondern Organisation.
Zahlen
Die Rechnung kommt fast nie von selbst — man muss sie erbitten: „Could we have the bill, please?“ In den USA heißt sie „the check“.
Weitere Fragen: „Can we pay by card?“, „Could we pay separately?“ Getrennte Rechnungen sind in vielen Ländern unüblich, werden aber meist ermöglicht.
Beim Trinkgeld gelten große Unterschiede: In den USA sind etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent erwartet, in Großbritannien ist oft ein „service charge“ bereits enthalten.
Die Einzelheiten stehen in Trinkgeld im Ausland. Wer die Rechnung prüfen will, fragt „What's this item here?“
Im Pub und im Café
Im Pub bestellt man an der Theke und zahlt sofort: „A pint of lager and a glass of white wine, please.“ Tischbedienung gibt es dort meist nicht.
Im Café ist die Reihenfolge ähnlich. „A flat white to take away, please“ — im amerikanischen Englisch „to go“ statt „to take away“.
Die Größen heißen regional unterschiedlich; im Zweifel fragt man „What sizes do you have?“ und zeigt auf die passende.
Mehr zu den Gepflogenheiten im Pub steht in Im Pub auf Englisch.
Vorbereitung in zwanzig Minuten
Wer die genannten Sätze einmal laut durchspricht, ist für jeden Restaurantbesuch gerüstet. Es lohnt sich, die eigene Lieblingsbestellung vorher zu formulieren — dann steht der erste Satz sicher.
Hilfreich ist, eine englische Speisekarte im Netz durchzulesen, am besten aus dem Land der Reise. Dabei lernt man die Gerichtsnamen und die Gliederung kennen.
Für den Wortschatz lohnt ein Blick auf Restaurant und Getränke, die den größten Teil der Karte abdecken.
Und schließlich: Fehler sind hier folgenlos. Wer verstanden wird, bekommt sein Essen — alles Weitere ist Übung für das nächste Mal.
Nützlich ist außerdem, die Zahlen für Uhrzeiten und Personenzahl sicher zu beherrschen. Fast jede Reservierung besteht aus genau diesen beiden Angaben, und ein Missverständnis dabei kostet den Tisch.
Häufige Fragen
- Wie bitte ich um die Rechnung?
- „Could we have the bill, please?“ im britischen und „Can we get the check, please?“ im amerikanischen Englisch. Sie kommt in beiden Ländern selten unaufgefordert.
- Sind Beilagen im Preis enthalten?
- Oft nicht. Im angelsächsischen Raum werden sides häufig einzeln bestellt und berechnet. Ein Blick auf den entsprechenden Abschnitt der Karte klärt das.
- Was heißt still or sparkling?
- Die Frage bezieht sich auf Wasser: still ist ohne Kohlensäure, sparkling mit. Wer Leitungswasser möchte, fragt nach „tap water“.
- Wie mache ich auf mich aufmerksam?
- Blickkontakt suchen, die Hand leicht heben und „Excuse me“ sagen. Rufen oder Winken gilt als unhöflich und wird oft ignoriert.
Redaktion Englischclub · zuletzt aktualisiert am 03. Oktober 2026
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