Das Wichtigste in Kürze
- An der Rezeption genügen etwa dreißig feste Sätze für den gesamten Aufenthalt.
- Eine Bitte beginnt im Englischen fast immer mit Could oder Would.
- Bei Beschwerden wirkt eine sachliche Schilderung besser als eine Entrüstung.
- Die Zimmerkategorien heißen anders als im Deutschen und sind oft Quelle von Missverständnissen.
Was man an der Rezeption wirklich braucht
Im Hotel auf Englisch zu sprechen verlangt wenig Wortschatz und viel Wiederholung derselben Muster. Der Ablauf ist überall gleich: ankommen, Daten nennen, Schlüssel bekommen, Fragen stellen, abreisen, zahlen.
Entscheidend sind dabei zwei Dinge. Erstens die Höflichkeitsformen, denn eine direkte Aufforderung klingt im Englischen schnell unfreundlich. Zweitens die Zahlen, weil Zimmernummern, Preise und Uhrzeiten den Kern jedes Gesprächs bilden.
Die Sprache an der Rezeption ist dabei bewusst einfach gehalten. Hotelpersonal spricht täglich mit Gästen aus aller Welt und verwendet daher klare, kurze Sätze — das macht das Gespräch zu einem guten Übungsfeld.
Dieser Beitrag geht den Aufenthalt der Reihe nach durch und nennt zu jedem Schritt die Sätze, die tatsächlich fallen.
Ankommen und einchecken
Der Einstieg: „Hello, I have a reservation under the name Killert.“ Üblich sind dann die Fragen „Could I see your passport, please?“ und „Could you fill in this form?“
Man erfährt die wichtigsten Angaben meist unaufgefordert: „You're in room 312, on the third floor. Breakfast is served from seven to ten in the restaurant on the ground floor.“
Nützliche Nachfragen: „What time is check-out?“, „Is breakfast included?“, „Is there a lift?“ — im amerikanischen Englisch heißt der Aufzug „elevator“.
Das Erdgeschoss ist in Großbritannien „the ground floor“, der erste Stock „the first floor“. In den USA ist der erste Stock dagegen „the first floor“ — ein Unterschied, der regelmäßig zu Suchaktionen führt.
Wer ohne Reservierung ankommt, fragt schlicht: „Do you have any rooms available for tonight?“ Darauf folgt meist eine Rückfrage nach Dauer und Personenzahl, und beides lässt sich mit zwei Wörtern beantworten.
Höflich bitten
Fast jede Bitte beginnt mit „Could I“ oder „Could you“: „Could I have a wake-up call at six?“, „Could you keep my luggage until three?“, „Could we have an extra towel?“
Noch zurückhaltender wirkt „Would it be possible to …“, etwa bei ungewöhnlichen Wünschen: „Would it be possible to change rooms?“
Ein einfaches „I want“ sollte man vermeiden. Es ist grammatisch richtig und klingt für englische Ohren fordernd — der Unterschied zum Deutschen ist hier größer, als viele erwarten.
Die zugrunde liegenden Formen erklärt der Überblick zu den Modalverben, geübt wird mit dieser Übung.
Das Zimmer und seine Ausstattung
Die Kategorien heißen anders als im Deutschen: „single room“ (Einzelzimmer), „double room“ (Doppelzimmer mit einem großen Bett), „twin room“ (zwei Einzelbetten).
Genau dieser Unterschied zwischen double und twin führt am häufigsten zu Überraschungen bei der Ankunft. Wer zwei getrennte Betten will, muss „twin“ sagen.
Weitere Begriffe: en suite (mit eigenem Bad), sea view (Meerblick), connecting rooms (Verbindungstür), cot (Kinderbett im britischen Englisch).
Im Zimmer selbst: kettle (Wasserkocher), hairdryer (Föhn), safe (Tresor), air conditioning (Klimaanlage), housekeeping (Zimmerreinigung). Das Wortfeld Hotel sammelt diese Wörter vollständig.
Fragen zum Aufenthalt
Häufige Fragen sind: „Is there wifi? What's the password?“, „Can you recommend a restaurant nearby?“, „How far is the city centre?“, „Could you call me a taxi?“
Für die Wäsche: „Do you have a laundry service?“, für das Frühstück „Can I have breakfast earlier tomorrow? I have an early flight.“
Wer länger bleibt, braucht eventuell „Could I extend my stay by one night?“ oder „Is the room available for another two nights?“
Zum Weg in die Stadt hilft Wegbeschreibung auf Englisch, für die Fahrt dorthin Bus und Bahn auf Englisch.
Für die Rückkehr am Abend lohnt die Frage nach den Öffnungszeiten der Rezeption. In kleineren Häusern ist sie nachts nicht besetzt, und dann braucht man einen Zugangscode — „Is reception open all night, or do I need a code?“
Wenn etwas nicht stimmt
Beschwerden wirken auf Englisch am besten sachlich. „The air conditioning isn't working“ oder „There's no hot water in my room“ nennen das Problem, ohne jemanden anzugreifen.
Für stärkere Fälle: „I'm afraid the room is not what I booked“ oder „There's a lot of noise from the street — would it be possible to change rooms?“
Entscheidend ist der Schluss: die Frage nach der Lösung. „What can you do about it?“ bringt das Gespräch weiter als eine Aufzählung der Mängel.
Die Rezeption antwortet meist mit „I'm sorry about that, I'll send someone up right away“ — ein Satz, der zum Standardvorrat gehört.
Abreise und Rechnung
„I'd like to check out, please“ ist der Einstieg. Dann folgt die Prüfung: „Could I see the bill?“ und bei Unklarheiten „What's this charge for?“
Zahlungsarten: „Do you take credit cards?“, „Can I pay in cash?“ In Großbritannien heißt die Rechnung „bill“, in den USA „check“ — im Hotel ist auch „invoice“ gebräuchlich.
Für die Gepäckaufbewahrung nach dem Auschecken: „Could you keep my bags until four?“ Das ist in fast jedem Hotel möglich und kostet nichts.
Zum Schluss ein Satz, der sich lohnt: „Everything was great, thank you.“ Rückmeldungen dieser Art sind im englischsprachigen Raum üblicher als hierzulande.
Am Telefon und per E-Mail
Bei telefonischer Buchung: „I'd like to book a double room for two nights, the fourteenth and fifteenth of May.“ Das Datum nennt man am besten vollständig.
Schriftlich reicht eine kurze Anfrage: „Do you have a twin room available from 14 to 16 May? Could you let me know the price including breakfast?“
Für Stornierungen: „I'd like to cancel my booking for next week. The reference is BK4471.“ Die Buchungsnummer gehört immer in den ersten Satz.
Hinweise zum Aufbau solcher Nachrichten stehen in Englische E-Mails schreiben.
Dreißig Sätze genügen
Wer die genannten Formulierungen einmal durchgeht und laut spricht, hat den gesamten Aufenthalt abgedeckt. Mehr braucht es nicht, und das Üben dauert eine halbe Stunde.
Besonders lohnend ist, Zahlen und Daten sicher zu beherrschen. Zimmernummer, Preis, Uhrzeit und Datum machen den größten Teil aller Missverständnisse aus.
Hilfreich ist außerdem, die eigene Buchungsbestätigung auf Englisch zu lesen. Dort stehen genau die Begriffe, die an der Rezeption fallen.
Wer die übrigen Reisestationen vorbereiten will, findet sie in Englisch für die Reise und für die Anreise in Am Flughafen auf Englisch.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen double und twin?
- Ein „double room“ hat ein großes Bett für zwei Personen, ein „twin room“ zwei Einzelbetten. Wer getrennte Betten möchte, muss ausdrücklich „twin“ buchen.
- Wie bitte ich höflich um etwas?
- Mit „Could I …“ oder „Could you …“, ergänzt durch „please“. Ein direktes „I want“ wirkt im Englischen fordernd, auch wenn es grammatisch korrekt ist.
- Wie beschwere ich mich, ohne unhöflich zu sein?
- Das Problem sachlich nennen und nach einer Lösung fragen: „The heating isn't working — what can you do about it?“ Eine ruhige Schilderung wirkt überzeugender als Entrüstung.
- In welchem Stock ist Zimmer 312?
- In Großbritannien im dritten Stock über dem Erdgeschoss, in den USA im dritten Stock einschließlich Erdgeschoss. Im Zweifel fragt man nach: „Which floor is that?“
Redaktion Englischclub · zuletzt aktualisiert am 03. Oktober 2026
Weiterlesen
- 30 Minuten Englisch am Tag: was realistisch dabei herauskommt
Was ein halbstündiges Tagespensum in einem halben Jahr bewirkt — und wie man die Zeit aufteilt, damit sie nicht verpufft.
6 Min. - Am Flughafen auf Englisch: vom Check-in bis zum Gate
Alle Sätze für Abflug, Sicherheitskontrolle, Umsteigen und Gepäckverlust — in der Reihenfolge, in der man sie braucht.
6 Min. - Begrüßung auf Englisch: vom Hallo bis zum Händedruck
Welche Begrüßung wann passt, was How are you wirklich bedeutet und wie man sich vorstellt, ohne steif zu wirken.
6 Min.
Alle Beiträge stehen im Blog.