Das Wichtigste in Kürze
- Kleidergrößen und Schuhgrößen unterscheiden sich in Großbritannien und den USA erheblich.
- Im Laden wird man häufiger angesprochen als in Deutschland; eine Antwort gehört dazu.
- Umtausch ist meist nur mit Kassenbon möglich und heißt receipt.
- Preise werden inklusive Steuer genannt — außer in den USA.
Was im Laden anders läuft
Einkaufen auf Englisch beginnt oft mit einer Frage, die man in Deutschland seltener hört: „Can I help you at all?“ oder „Are you all right there?“ Verkäufer sprechen Kunden im englischsprachigen Raum deutlich häufiger an, und das ist freundlich gemeint.
Darauf braucht es eine Antwort, sonst wirkt man abweisend. „I'm just looking, thanks“ ist die übliche Formel, wenn man sich nur umsehen will. Wer Hilfe braucht, sagt „Yes, I'm looking for a winter jacket.“
Dieser kurze Austausch wiederholt sich in jedem Geschäft und ist in wenigen Minuten gelernt. Er entscheidet darüber, ob der Einkauf angenehm verläuft oder man sich die ganze Zeit beobachtet fühlt.
Der Rest folgt einem festen Ablauf: suchen, fragen, anprobieren, zahlen — und gelegentlich zurückbringen.
Nach etwas fragen
Die Grundform lautet „Excuse me, do you have this in a larger size?“ oder „I'm looking for a pair of black trousers.“ Beides ist höflich und eindeutig.
Weitere nützliche Fragen: „Where can I find the shoes?“, „Do you have this in another colour?“, „Is this on sale?“ Letzteres bedeutet reduziert, nicht einfach „im Verkauf“.
Wenn etwas nicht vorrätig ist, hört man „I'm afraid we're out of stock“ oder „We can order it for you.“ Darauf passt „How long would that take?“
Hilfreich ist zu wissen, dass „trousers“ im britischen und „pants“ im amerikanischen Englisch die Hose bezeichnen. In Großbritannien sind „pants“ dagegen die Unterhose — ein Missverständnis mit Unterhaltungswert.
Größen verstehen
Kleidergrößen laufen in drei Systemen. Deutsche Größe 38 entspricht ungefähr britisch 12 und amerikanisch 8; Größe 40 entspricht britisch 14 und amerikanisch 10.
Bei Schuhen ist der Unterschied noch größer. Deutsche Größe 42 ist etwa britisch 8 und amerikanisch 9 — wobei Herren- und Damengrößen jeweils eigene Skalen haben.
Weil die Umrechnungen je nach Hersteller schwanken, ist die praktische Lösung das Anprobieren. „Could I try this on?“ ist deshalb der wichtigste Satz dieses Abschnitts.
Für Hemden und Hosen werden oft Zoll angegeben: „32 waist, 34 leg“ bedeutet Bundweite und Schrittlänge in inches. Die Umrechnung erklärt Englische Maßangaben.
Anprobieren
Die Umkleide heißt „fitting room“ oder „changing room“. Man fragt „Where are the fitting rooms?“ und bekommt oft die Rückfrage „How many items?“
Beim Passen gibt es feste Wendungen: „It's a bit tight“ (zu eng), „It's too loose“ (zu weit), „It fits perfectly“, „Do you have the next size up?“
Verkäufer fragen danach meist „How did you get on?“ oder „Any good?“ Darauf genügt „It was a bit small, could I try the next size?“
Wichtig ist der Unterschied zwischen „fit“ und „suit“: „It fits“ heißt, die Größe stimmt; „It suits you“ heißt, es steht einem gut. Beides wird häufig verwechselt.
Bezahlen
An der Kasse fallen immer dieselben Sätze: „Would you like a bag?“, „Cash or card?“, „Do you have a loyalty card?“, „Would you like the receipt?“
Eigene Formulierungen: „Card, please“, „Could I have a bag?“, „Do you take contactless?“ Kontaktloses Zahlen ist in Großbritannien weit verbreitet.
In den USA ist zu beachten, dass die ausgezeichneten Preise meist ohne Steuer gelten. An der Kasse wird mehr verlangt, als auf dem Schild stand — das ist kein Fehler, sondern die dortige Praxis.
Der Kassenbon heißt „receipt“, und man sollte ihn behalten. Ohne ihn ist ein Umtausch in den meisten Geschäften ausgeschlossen.
Umtausch und Reklamation
Der Einstieg lautet „I'd like to return this, please“ oder „Could I exchange this for a different size?“ Dazu legt man den Bon vor.
Für defekte Ware: „This stopped working after two days“ oder „There's a hole in the seam.“ Eine knappe Schilderung des Mangels genügt.
Mögliche Antworten sind „Would you like a refund or an exchange?“ — Rückerstattung oder Umtausch. „Store credit“ bedeutet ein Guthaben für dieses Geschäft statt Geld zurück.
Die Fristen sind unterschiedlich und stehen meist auf dem Bon. Gesetzliche Ansprüche richten sich nach dem Recht des jeweiligen Landes, weshalb man im Zweifel nach der Hausregel fragt: „What's your returns policy?“
Im Supermarkt
Hier braucht man weniger Sprache, aber einige Begriffe: trolley (britisch) oder cart (amerikanisch) für den Einkaufswagen, basket (Korb), aisle (Gang), checkout (Kasse), till (britisch für Kasse).
Nützliche Fragen: „Which aisle are the eggs in?“, „Do you sell stamps?“, „Is this the queue for the checkout?“ Das Wort „queue“ für Warteschlange ist britisch, amerikanisch heißt es „line“.
An der Selbstbedienungskasse hört man Ansagen wie „Unexpected item in the bagging area“ — ein Satz, der Reisenden regelmäßig Rätsel aufgibt und schlicht bedeutet, dass etwas Unerwartetes auf der Ablage liegt.
Für Lebensmittel lohnt das Wortfeld Einkaufen im Supermarkt und ergänzend Lebensmittel.
Preise und Zahlen
Preise werden meist als Zahl mit Währung genannt: „That's nine ninety-nine“ für 9,99. Die Währungseinheit lässt man im Gespräch oft weg.
Im britischen Englisch hört man „quid“ für Pfund, in den USA „bucks“ für Dollar. Beides ist umgangssprachlich, aber überall gebräuchlich.
Bei Rabatten gilt: „Buy one get one free“ ist zwei zum Preis von einem, „50% off“ ist die Hälfte Rabatt, „up to 70% off“ heißt höchstens siebzig Prozent — und betrifft meist nur wenige Artikel.
Wer Zahlen sicher verstehen will, übt sie am besten im Zusammenhang; das Wortfeld Zahlen liefert die Grundlage.
In zwanzig Minuten vorbereitet
Die wichtigsten Sätze sind schnell gelernt: zwei für das Ansprechen, drei für das Fragen, zwei für die Anprobe, zwei für die Kasse, zwei für den Umtausch.
Hilfreich ist, die eigene Kleidergröße in allen drei Systemen zu kennen und auf dem Telefon zu notieren. Das erspart Rechnerei im Laden.
Eine wirksame Übung ist, den letzten eigenen Einkauf auf Englisch zu erzählen — was man gesucht, anprobiert und gekauft hat. Dabei zeigt sich, welche Wörter fehlen.
Für weitere Alltagssituationen lohnt Englisch für die Reise, das die übrigen Stationen abdeckt.
Häufige Fragen
- Was antworte ich auf Can I help you?
- „I'm just looking, thanks“, wenn man sich umsehen will, oder konkret „Yes, I'm looking for …“. Keine Antwort zu geben wirkt im englischsprachigen Raum unfreundlich.
- Welche Größe entspricht meiner deutschen?
- Als grobe Regel: deutsche Größe minus 26 ergibt die britische, minus 30 die amerikanische Damengröße. Weil Hersteller stark abweichen, bleibt das Anprobieren der sichere Weg.
- Kann ich ohne Kassenbon umtauschen?
- Meist nicht. Der Bon heißt „receipt“ und ist in den meisten Geschäften Voraussetzung. Manche gewähren dann nur ein Guthaben statt Geld zurück.
- Warum stimmt der Preis an der Kasse nicht?
- In den USA werden Preise üblicherweise ohne Verkaufssteuer ausgezeichnet. Der Endbetrag liegt deshalb höher als auf dem Etikett. In Großbritannien ist die Steuer dagegen enthalten.
Redaktion Englischclub · zuletzt aktualisiert am 03. Oktober 2026
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