Klingt nach
Mist
mist sei ein Ärgerruf
Heißt tatsächlich
feiner Nebel, Dunst
Für „Mist“ sagt man: nonsense, rubbish
Warum die Verwechslung entsteht
Das englische mist ist feiner Dunst, also leichter Nebel, der die Sicht trübt, ohne sie ganz zu nehmen; dichter Nebel heißt fog. Im Deutschen dient Mist dagegen als saloppe Bemerkung über etwas Ärgerliches oder Unsinniges. Wer das ausdrücken will, sagt im Englischen nonsense oder britisch rubbish. Ein Satz wie „What a mist“ klingt für englische Ohren nach einer Wetterbeobachtung.
Falsch und richtig
What a mist, the train is late again.
What a nuisance, the train is late again.
Für Ärger passt nuisance, mist wäre der Dunst draußen.
He talks a lot of mist in meetings.
He talks a lot of nonsense in meetings.
Unsinn heißt nonsense, britisch auch rubbish.
There was a thin nonsense over the fields this morning.
There was a thin mist over the fields this morning.
Umgekehrt: Der feine Dunst ist genau mist.
Weitere falsche Freunde
- actuallyA2
actually korrigiert eine Annahme. Für den Zeitbezug „aktuell“ braucht es currently oder at the moment.
- alsoA1
Das Wort existiert in beiden Sprachen und meint Verschiedenes: englisch „auch“, deutsch „folglich“.
- artA2
„A work of art“ hängt im Museum — die Art und Weise heißt kind oder way.
- baldA2
„See you bald“ verspricht kein baldiges Wiedersehen, sondern kommentiert eine Frisur.
- bankA2
Beim Geldinstitut passt bank, die Sitzbank im Park heißt bench — und das Flussufer auch bank.
- becomeA1
Der Klassiker im Restaurant: „I become a steak“ bestellt kein Essen, sondern kündigt eine Verwandlung an.
Alle Fälle stehen in der Übersicht.