Das Wichtigste in Kürze
- Die Buchstaben E, I und A klingen für deutsche Ohren verwechselbar.
- Das internationale Alphabet mit Alpha, Bravo, Charlie ist überall verständlich.
- Umlaute und ß müssen umschrieben werden, sie existieren im Englischen nicht.
- Zahlen buchstabiert man einzeln, nicht in Zweierpaaren.
Warum Buchstabieren schwerer ist als Sprechen
Buchstabieren auf Englisch bereitet mehr Schwierigkeiten als ganze Sätze, und das hat einen einfachen Grund: Die englischen Buchstabennamen klingen anders als die deutschen, und mehrere davon ähneln einander.
Besonders tückisch ist das Paar E und I. Das englische E klingt wie das deutsche I, das englische I wie das deutsche Ai. Wer das verwechselt, gibt einen falschen Namen durch, ohne es zu merken.
Ähnliches gilt für A und R, für G und J sowie für M und N am Telefon. Bei schlechter Verbindung sind diese Paare kaum zu unterscheiden.
Deshalb benutzt man im Zweifel das internationale Buchstabieralphabet. Es wurde genau für diesen Zweck entwickelt und ist weltweit verständlich.
Hinzu kommt, dass man beim Buchstabieren keine Zeit zum Nachdenken hat. Im Satz lässt sich ein Wort umschreiben, ein Buchstabe nicht — er ist richtig oder falsch. Wer die Namen nicht sicher kann, buchstabiert langsamer, als der andere mitschreibt, und das erzeugt zusätzliche Unsicherheit.
Die Buchstabennamen
Die wichtigsten Namen, die Deutschsprachige überraschen: A klingt wie „ej“, E wie „ie“, I wie „ai“, J wie „dschej“, G wie „dschie“, R wie „ahr“, V wie „wie“, W wie „dabbel-ju“, Y wie „wai“, Z britisch „sed“ und amerikanisch „sie“.
Das Z ist dabei der einzige Buchstabe, der sich zwischen den Varietäten unterscheidet. In Großbritannien heißt er „zed“, in den USA „zee“ — beides wird verstanden.
Doppelte Buchstaben werden angesagt: „double L“ oder „two Ls“. Im Deutschen sagt man den Buchstaben zweimal, im Englischen ist die Zusammenfassung üblicher.
Für den Bindestrich sagt man „hyphen“, für den Punkt „dot“, für den Unterstrich „underscore“ und für das At-Zeichen „at“.
Das internationale Alphabet
Es stammt aus der Luft- und Seefahrt und ist heute überall in Gebrauch, wo es auf Genauigkeit ankommt. Jeder Buchstabe bekommt ein eindeutiges Wort.
Man leitet es mit einer kurzen Ankündigung ein: „Let me spell that for you: M for Mike, U for Uniform.“ Die Formel „for“ ist dabei üblicher als „as in“.
Wer die Liste nicht auswendig kann, improvisiert mit bekannten Wörtern: „B for Berlin, D for David“. Das funktioniert ebenso, solange die Wörter eindeutig sind.
Zu vermeiden sind deutsche Vornamen wie „Ärger“ oder Städtenamen, die englische Hörer nicht kennen — sie erzeugen Rückfragen statt Klarheit.
| Buchstabe | Wort | Buchstabe | Wort |
|---|---|---|---|
| A | Alpha | N | November |
| B | Bravo | O | Oscar |
| C | Charlie | P | Papa |
| D | Delta | Q | Quebec |
| E | Echo | R | Romeo |
| F | Foxtrot | S | Sierra |
| G | Golf | T | Tango |
| H | Hotel | U | Uniform |
| I | India | V | Victor |
| J | Juliett | W | Whiskey |
| K | Kilo | X | X-ray |
| L | Lima | Y | Yankee |
| M | Mike | Z | Zulu |
Umlaute und Sonderzeichen
Ä, Ö, Ü und ß gibt es im Englischen nicht. Für Namen schreibt man sie um: Müller wird zu „Mueller“, Schröder zu „Schroeder“, Weiß zu „Weiss“.
Am Telefon erklärt man das kurz: „Mueller, M-U-E-L-L-E-R“ — und weist darauf hin, dass im Deutschen ein Umlaut steht, falls es auf die genaue Schreibung ankommt.
Diese Umschreibung ist auch die amtliche Form in Reisepässen, weshalb sie bei Buchungen ohnehin die richtige ist. Wer den Umlaut verwendet, riskiert eine Abweichung zum Ausweis.
Für Buchungen gilt deshalb: immer die Schreibweise aus dem Ausweis durchgeben, nicht die deutsche Normalform.
Weitere deutsche Besonderheiten sind Doppelnamen mit Bindestrich und Adelspartikel wie „von“. Beide werden im Englischen oft zusammengezogen oder weggelassen, weshalb man sie ausdrücklich ansagen sollte: „von, V-O-N, then a space“. Der Wortschatz dazu steht im Wortfeld Begrüßung und Abschied, wo auch das Vorstellen behandelt wird.
Zahlen am Telefon
Zahlen werden einzeln gesprochen: 4471 ist „four four seven one“, nicht „forty-four seventy-one“. Die Zusammenfassung ist eine Fehlerquelle.
Die Null heißt im britischen Englisch „oh“ in Telefonnummern und „zero“ in technischen Angaben. Beides ist üblich, „zero“ ist eindeutiger.
Bei doppelten Ziffern sagt man britisch „double four“, amerikanisch eher „four four“. Beide Formen werden verstanden.
Wichtig ist, nach jeder Dreier- oder Vierergruppe eine Pause zu machen. Das erleichtert dem Gegenüber das Mitschreiben erheblich.
E-Mail-Adressen durchgeben
Hier kommt alles zusammen: Buchstaben, Zeichen und Zahlen. Eine Adresse wie manuel.killert@example.de spricht man als „M-A-N-U-E-L dot K-I-L-L-E-R-T at example dot D-E“.
Der Punkt heißt „dot“, nicht „point“. Der Unterstrich heißt „underscore“, der Bindestrich „hyphen“ oder „dash“.
Großschreibung spielt in E-Mail-Adressen keine Rolle, muss also nicht erwähnt werden. Bei Passwörtern dagegen schon — dort sagt man „capital M“ für ein großes M.
Zum Abschluss lohnt sich das Wiederholenlassen: „Could you read that back to me?“ Diese Bitte ist üblich und verhindert die meisten Fehler.
Bei Geschäftsadressen lohnt sich zusätzlich die Angabe der Schreibweise des Firmennamens. Wer „Klarwerk“ durchgibt, sollte es buchstabieren, denn der Name existiert im Englischen nicht und wird sonst nach Gehör geschrieben — ähnliche Fälle beschreibt Englische E-Mails schreiben.
Im Gespräch sicher nachfragen
Wenn man selbst etwas aufnimmt, bittet man um Buchstabieren: „Could you spell that, please?“ oder „How do you spell your surname?“
Zur Kontrolle wiederholt man das Gehörte: „So that's B-R-O-W-N, is that right?“ Diese Rückmeldung kostet fünf Sekunden und deckt Hörfehler sofort auf.
Bei schlechter Verbindung hilft die Bitte um das internationale Alphabet: „Could you use the phonetic alphabet?“ Im beruflichen Zusammenhang ist das völlig normal.
Weitere Formulierungen für Telefongespräche stehen in Telefonieren auf Englisch.
Wo man es braucht
Am häufigsten bei Buchungen, im Kundenkontakt und bei Behörden. Überall dort werden Namen und Nummern aufgenommen, und ein Fehler erzeugt Folgeaufwand.
Am Flughafen ist es besonders wichtig, weil Buchungsnummern aus Buchstaben und Zahlen gemischt sind — die passenden Sätze stehen in Am Flughafen auf Englisch.
Im Kundengespräch gehört das Buchstabieren zum Standardrepertoire, wie Kundengespräch auf Englisch zeigt.
Auch im Notfall zählt es: Name und Rückrufnummer müssen ankommen, und dafür ist das internationale Alphabet das sicherste Mittel.
In zehn Minuten geübt
Buchstabiere den eigenen Namen, die eigene Adresse und die eigene E-Mail laut auf Englisch. Dreimal, in normalem Tempo.
Nimm die Übung auf und höre sie an. Dabei fällt auf, ob die Buchstabennamen stimmen — besonders bei E, I, G und J.
Lerne anschließend die Wörter des internationalen Alphabets für die Buchstaben des eigenen Namens. Mehr braucht man im Alltag selten.
Wer häufiger beruflich telefoniert, lernt die ganze Liste. Sie umfasst sechsundzwanzig Wörter und sitzt nach zwei Tagen.
Und schließlich: Notiere die eigene Adresse in der Passschreibweise auf dem Telefon. Im Zweifel liest man sie vor, statt sie aus dem Gedächtnis zu buchstabieren.
Wer regelmäßig international arbeitet, legt sich eine kurze Karte mit dem Alphabet neben das Telefon. Nach zwei Wochen braucht man sie nicht mehr, und in dieser Zeit entstehen keine Fehler — siehe auch Business English lernen.
Häufige Fragen
- Wie buchstabiere ich Umlaute?
- Durch Umschreibung: ä wird ae, ö wird oe, ü wird ue, ß wird ss. Das entspricht der Schreibweise im Reisepass und ist bei Buchungen die richtige Form.
- Heißt es zed oder zee?
- „Zed“ in Großbritannien, „zee“ in den USA. Beides wird überall verstanden; es ist der einzige Buchstabe mit unterschiedlichen Namen.
- Muss ich das internationale Alphabet können?
- Für den Alltag genügen die Buchstaben des eigenen Namens. Wer beruflich telefoniert, sollte die ganze Liste beherrschen — sie besteht aus sechsundzwanzig Wörtern.
- Wie gebe ich Telefonnummern durch?
- Ziffer für Ziffer mit Pausen nach Dreier- oder Vierergruppen. Zusammengefasste Zahlen wie „forty-four“ führen häufig zu Fehlern beim Mitschreiben.
Redaktion Englischclub · zuletzt aktualisiert am 03. Oktober 2026
Weiterlesen
- 30 Minuten Englisch am Tag: was realistisch dabei herauskommt
Was ein halbstündiges Tagespensum in einem halben Jahr bewirkt — und wie man die Zeit aufteilt, damit sie nicht verpufft.
6 Min. - Am Flughafen auf Englisch: vom Check-in bis zum Gate
Alle Sätze für Abflug, Sicherheitskontrolle, Umsteigen und Gepäckverlust — in der Reihenfolge, in der man sie braucht.
6 Min. - Begrüßung auf Englisch: vom Hallo bis zum Händedruck
Welche Begrüßung wann passt, was How are you wirklich bedeutet und wie man sich vorstellt, ohne steif zu wirken.
6 Min.
Alle Beiträge stehen im Blog.